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Kirchhundem, 17. Mai 2017

Springläuse gestalten Wahlkampf-Show

MuT-Probe im Kulturgut Schrabben Hof

MuT-Probe im Kulturgut Schrabben Hof
Foto: Liz Lammers
Silberg. Dass sich auch Jugendliche für Politik und die anstehende Wahl interessieren, davon konnten sich die Besucher der bereits zur Tradition gewordenen „MuT-Probe“ im Kulturgut Schrabben Hof am vergangenen Samstag, 13. Mai, überzeugen.

Initiator dieser MuT-Polit-Show mit dem Ziel „Make MuT great again“ war die Jugend-Impro-Theatergruppe die Springläuse, die dieses Programm ganz ohne „erwachsene“ Hilfe konzipiert hatte. Die vier (diesmal nur drei) schauspielerisch begabten Jugendlichen schafften es mit Leichtigkeit, ihre Zuschauer mit witzig-skurrilen Ideen und kabarettistisch-komödiantischen Darbietungen gut 90 Minuten lang bestens zu unterhalten.

Drei Parteien standen im „Wahlkreis Schrabben Hof“ zur Wahl: Die AFT (Alle für Trump), die SBD (Schlagerbündnis Deutschland) und die Seeräuber. Utopische Versprechungen In bester Wahlkampfmanier wurden Parolen verkündet und utopische Versprechungen gemacht. Die jungen „Politiker“ nahmen Politik und Gesellschaft gleichermaßen aufs Korn und konterkarikierten Modeerscheinungen.

So wollte die AFT eine Mauer zwischen Sieger- und Sauerland errichten, um die sprachlich unverständlichen „Ausländer“ nur noch kontrolliert ins Sauerland einzulassen. Im Übrigen kann laut AFT nur ein G23 genug Bildung vermitteln.
Die Seeräuber forderten „Gummiboote für alle“ und befürworten das G3 – auf dem Wasser reicht es, schwimmen zu können. Die SBD – mit Helene Fischer als 1. Vorsitzende - forderte dringend mehr musikalische Bildung, vor allem mehr Musikschulen, die dem guten deutschen Schlager zu altem Ruhm verhelfen.

Ebenfalls beeindruckend war die nachfolgende Talk-Show: „Hart aber unfair“. Die „Wähler“ wurden interviewt und anschließend hielt jeder Parteivertreter eine improvisierte Wahlrede mit den soeben gehörten Antworten. Schließlich musste nur noch gewählt werden. Deutlicher Sieger: die SBD.
Auch in den folgenden Szenen stellten die jungen Künstler ihr Improvisationstalent mehrfach unter Beweis. Hörens- und beachtenswert waren aber ebenso die musikalischen Beiträge weiterer junger Musikanten, die die amüsante „Wahlparty“ immer wieder unterbrachen.

Zu guter Letzt karikierten die Springläuse noch den „E S C“ mit einer gekonnten und urkomischen Parodie – ein gelungener Schlusspunkt der MuT-Probe.
(LP)

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