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Kirchhundem, 07. Mai 2017

"Jeder einzelne kann helfen, den Frieden zu stärken"

Großer Zapfenstreich zur 50-Jahrfeier

Michael Richert, Vorsitzender des Schützenvereins Würdinghausen, vor dem Ehrenmal.
Michael Richert, Vorsitzender des Schützenvereins Würdinghausen, vor dem Ehrenmal.
Foto: Ina Hoffmann
Würdinghausen. Zur Gedenkfeier anlässlich des 50. Jahrestags der Errichtung des Ehrenmales fanden sich zahlreiche Gäste am Samstag, 6. Mai, am Königsberg ein, um gemeinsam der gefallenen Würdinghauser zu gedenken und sich daran zu erinnern, dass Frieden nicht selbstverständlich ist.

12 Männer aus Würdinghausen fielen während des 1. Weltkrieges, 55 weitere starben im 2. Weltkrieg. „Diese Zahlen mögen auf den ersten Blick nicht hoch erscheinen, doch man muss bedenken, dass unser Dorf damals nur 300 Einwohner hatte“, erinnerte Michael Richard, Vorsitzender des Schützenvereins. Um an diese Zeiten zu erinnern, wurde am 5. Mai 1967 das Ehrenmal am Königsberg errichtet, das damals während des Schützenfestes eingeweiht wurde. „Es soll kein Heldendenkmal sein, sondern vielmehr ein Mahnmal, das uns daran erinnert, wie wichtig der Frieden ist und dass es keineswegs selbstverständlich ist, dass jetzt schon mehr als 70 Jahre kein Krieg mehr in Westeuropa herrscht. Nie wieder dürfen sich solche Zeiten wiederholen, in denen sich die Menschen gegenseitig bekriegen“, erklärte Richard. Auch Pastor Heinrich Schmidt mahnte in seiner Rede, wie wichtig es ist, den Frieden zu bewahren: „Noch immer gibt es viel zu viele Kriege in der Welt, in denen Menschen der Gewalt und der Machtbesessenheit anderer zum Opfer fallen. Es ist unverständlich, warum heute unser in Frieden geeinter Kontinent von innen heraus attackiert wird und die Menschen die Abgrenzung zum Fremden suchen. Jeder Einzelne kann dabei mithelfen, den Frieden zu schützen und zu stärken“.
Bei der Gedenkfeier spielten der Musikverein Rinsecke-Oberhundem und der Spielmannszug TuS Hilchenbach den Großen Zapfenstreich. Auch der Männergesangsverein „Liederkranz“ Würdinghausen untermalte die Feierlichkeiten mit vorgetragenen Liedern.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

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