Nachrichten Kultur
Finnentrop, 25. November 2016

Autorenlesung in der Buchhandlung am Rathaus Finnentrop

Kathrin Heinrichs stellt neuen Krimi vor

Autorin Kathrin Heinrichs stellte ihren neuen Krimi vor.
Autorin Kathrin Heinrichs stellte ihren neuen Krimi vor.
Foto: Ina Hoffmann
Eine polnische Pflegekraft und ein alter Mann als perfektes Ermittlerduo: Kathrin Heinrichs, Autorin der bekannten Sauerland-Krimis, stellte am Donnerstag, 24. November, ihren aktuellen Krimi „Nichts wie es war“ in der Buchhandlung am Rathaus in Finnentrop vor.

Zum zweiten Mal war Kathrin Heinrichs in der Buchhandlung am Rathaus zu Gast. Nachdem sie beim letzten Besuch ihre Sauerland-Krimis rund um den Lehrer Vincent Jakobs vorgestellt hatte, las sie nun aus ihrem neuen Werk „Nichts wie es war“. Darin geht es um einen Demenzkranken, der seine Pflegerin erstochen haben soll. Doch sein bester Freund Anton glaubt nicht daran. Gemeinsam mit seiner polnischen Pflegekraft Zofia macht sich der alte Mann auf Spurensuche. Anekdoten aus dem Leben Im Anschluss an die Lesung erzählte die Autorin einige Anekdoten aus ihrer Kindheit in den 1970er Jahren und aus ihrem Leben mit Ehemann und drei Kindern. So erfuhren die Zuhörer, wieso ein Tanzschulabschluss eine Mutter verzweifeln lässt, dass Wachstuchdecken auch ohne Tisch darunter stehen können und dass die Menschen früher mehr Kinder hatten, weil sie sich vor dem Schlafengehen mit kaltem Wasser wuschen. Der Rowling-Effekt Seit sie auf einer Lesung gefragt wurde, wieso in ihren Büchern nur vermerkt sei, dass sie aus „einem sauerländischen Dörfchen“ komme und nicht der Name des Ortes angegeben sei, erzählt Kathrin Heinrichs auch gerne Geschichten aus ihrem Heimatdorf Langenholthausen. Aber der Grund für die allgemeine Aussage in den Büchern sei ja nur der Schutz der Einheimischen gewesen: „Immerhin konnte man damals, als ich das erste Buch veröffentlicht habe, nicht wissen, welche Ausmaße der Kult um meine Person annehmen würde. Wenn das nun so gelaufen wäre wie beim J.K. Rowling (Verfasserin der Harry-Potter-Romane, Anm. d. Red.) und meine Leser scharenweise nach Langenholthausen gepilgert wären - das wäre doch sehr lästig für die Bewohner geworden. Ständig diese Fragen: Ist sie hier in die Schule gegangen? Ist sie hier in den Bus eingestiegen?“, erinnert sich die Autorin, die heute in Menden lebt, und bewies in ihrem Programm, dass sie zu Recht auch als Kabarettistin bekannt ist. Die begeisterten Leser ließen sich zahlreiche Exemplare des Krimis signieren und können sich bereits auf den zweiten Band mit Anton und Zofia freuen. Auch die Fans von Vincent Jakobs können sich auf das zehnte Abenteuer des Lehrers freuen: Ein neuer Band ist in Planung.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

Bildergalerie: Kathrin Heinrichs stellt neuen Krimi vor