Nachrichten Kultur
Finnentrop, 11. März 2017

Vom Klavier bis zum Dudelsack können zahlreiche Instrumente erlernt werden

Kammerkonzert zum Eintritt Finnentrops in Musikschule Lennetal

Die Konzertgitarre ist nur ein Instrument, das in der Musikschule Lennetal erlernt werden kann.
Die Konzertgitarre ist nur ein Instrument, das in der Musikschule Lennetal erlernt werden kann.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Bamenohl. Mit einem Kammerkonzert wurde am Freitagabend, 10. März, der Beitritt der Gemeinde Finnentrop zur Musikschule Lennetal im Schloss Bamenohl gefeiert. Notwendig war diese Umorientierung, nachdem der Zweckverband mit der Musikschule Attendorn nicht fortgeführt wurde. Die Schüler der Musikschule gaben im Rahmen des Konzertes sowohl einen Querschnitt des Angebotes als auch eine Kostprobe ihres Könnens.

Nach zweieinhalb Jahren der Kooperation ist die Gemeinde Finnentrop seit Dezember 2016 Vollmitglied im Verein Musikschule Lennetal. Dieser Verein besteht damit aus den fünf Mitgliedskommunen Altena, Neuenrade, Plettenberg, Werdohl und nun auch Finnentrop.

„Nach unserem Verständnis muss Musikschule möglichst alle Kinder und Jugendliche erreichen“, so Bürgermeister Dietmar Heß bei der Begrüßung, „und ihnen mindestens eine Basisausbildung bieten.“ Daher sei es auch begrüßenswert, dass die Basismusikalisierung an allen Grundschulen der Gemeinde Finnentrop eingeführt werden konnte, inzwischen auch durch das „JeKits“-Programm („Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“) unterstützt. Angemessene Räume für den MusikunterrichtDie Neustrukturierung, so Heß weiter, habe auch den Weg geebnet, der Musikschule vor Ort mit dem Gebäude ein Gesicht zu geben, das in Finnentrop „rotes Haus“ genannt wird und direkt am Bahnhof liegt. „Damit findet Musikunterricht nicht mehr zwischen hochgestellten Stühlen in der Schule oder in Feuerwehrhäusern statt, sondern in angemessen Räumen, die auch den Lehrkräften als Basis und Kommunikationszentrum dienen.“ 

Des Weiteren arbeite die Musikschule dauerhaft über die kulturelle Grenze zwischen Kurköln und Mark hinaus zusammen und sorge dafür, dass historische Vorbehalte endgültig überwunden würden. „Wer weiß, welche anderen Formen der Zusammenarbeit wir zukünftig noch finden werden.“ Nur in einem Punkt werde Finnentrop zunächst noch einen Sonderweg gehen: „Die Gebühren werden hier weiterhin subventioniert.“  Dem demographischen Wandel zum TrotzDietmar Rottmann, Vorstand der Musikschule Lennetal, freute sich ebenfalls über das fünfte vollwertige Mitglied im Verein. „Die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, dass dieser Zusammenschluss der richtige Weg ist. Wir sind flexibel und innovativ. Daher haben wir trotz des demographischen Wandels konstante, in manchen Bereichen sogar steigende Schülerzahlen.“

Auch Musikschulleiter Armin Sommer betonte die positiven Aspekte der Kooperation. „Gemeinsam sind wir stark für unser gemeinsames Anliegen. Unser Ziel ist es, alle Instrumente, die es in der Musikschule Lennetal gibt, auch in Finnentrop anzubieten. Dabei bleibt natürlich die gute Zusammenarbeit mit den Musikzügen und Vereinen bestehen. Wir sind ein verlässlicher Ansprechpartner.“ Welche Instrumente man in der Musikschule erlernen kann, davon gab es im Laufe des Abends einen Querschnitt. So erklangen neben Klaviertönen auch Streichinstrumente, Flöten und sogar zwei Akkordeons sowie ein Dudelsack mit Trommelbegleitung.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

Bildergalerie: Kammerkonzert zum Eintritt Finnentrops in Musikschule Lennetal