Nachrichten Kultur
Finnentrop, 10. April 2017

Rudolf Hatzfeld spielt an barocker Orgel aus dem Jahr 1681

Eindrucksvolles Kirchenkonzert in Schliprüthen

Doris Kennemann (l.), Vorsitzende des Heimatbundes Gemeinde Finnentrop, dankte Katharina Ruhrmann und Rudolf Hatzfeld für das wunderbare Kirchenkonzert zum Palmsonntag.
Doris Kennemann (l.), Vorsitzende des Heimatbundes Gemeinde Finnentrop, dankte Katharina Ruhrmann und Rudolf Hatzfeld für das wunderbare Kirchenkonzert zum Palmsonntag.
Foto: E. Sieg
Schliprüthen. Über großes Interesse an seinem kirchenmusikalischen Konzert zum Palmsonntag anlässlich des 25-jährigen Vereinjubiläums dufte sich der Heimatbund Gemeinde Finnentrop freuen. Trotz des strahlenden Frühlingswetters war die alte Pfarrkirche St. Georg in Schliprüthen voll besetzt.

Den Veranstaltungsort hatte der Heimatbund neben dem schönen Ambiente besonders wegen der barocken Orgel von 1681 gewählt. „Solche alten Schätze haben oft aber auch ihre Tücken, wie in diesem Fall die ganz besondere Stimmung der Orgel“, sagte die Vorsitzende Doris Kennemann in ihrer Begrüßung. Daher sei sie sehr erfreut und dankbar, dass mit Rudolf Hatzfeld ein erfahrener Organist an diesem Instrument für das Konzert gewonnen werden konnte.

Gemeinsam mit seiner Tochter Katharina Ruhrmann, die ihn bei einigen Stücken auf der Violine begleitete und auch zum ersten Mal gesanglich auftrat, hatte er ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm erstellt. Für das Zusammenspiel, so Hatzfeld, sei es zuvor sogar nötig gewesen, einige Stücke eine halbe Note tiefer zu setzen. Mischung aus verschiedenen Epochen Den Zuhörern bot sich eine eindrucksvolle Mischung aus barocken Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel und Orgelliteratur aus dem 19. Jahrhundert von Nicolas Jacques Lemmens und Max Reger bis hin zu zeitgenössischen Stücken von Karl Jenkins und Cesar Bresgen. Bei dieser Bandbreite entfaltete Rudolf Hatzfeld sein ganzes spielerisches Können an der Orgel.

Aus dem Schemelli-Gesangbuch von Bach trug Katharina Ruhrmann zwei Lieder vor und überzeugte mit ihrem klaren Sopran. Besonders stimmungsvoll war auch das „Abendlied für Violine und Orgel“ von Joseph Gabriel Rheinberger. Die Musikbeiträge wechselten mit Texten zum Palmsonntag ab, die von Doris Kennemann, Pastor Werner König und Martin Vollmert vorgetragen wurden. Zuhörer im Einsatz Auch die Zuhörer wurden in das Programm einbezogen und sangen die ausgewählten Lieder aus dem Gotteslob kräftig mit. Am Ende bedankten sie sich bei den beiden Musikern mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen für das wunderbare Konzert.
(LP)

Bildergalerie: Eindrucksvolles Kirchenkonzert in Schliprüthen