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Finnentrop, Finnentrop, 30. Juni 2016

Moscheeverein stellt Planung und Konzept für die alte Post vor

Austausch zwischen den Religionen

Die Teilnehmer des Informationsgesprächs.
Die Teilnehmer des Informationsgesprächs.
Foto: privat
Vertreter der christlichen Kirchen und des Finnentroper Moscheevereins haben sich jetzt im Ratsaal zu einem Gespräch getroffen. Weil der Bau der Moschee und des Minaretts in Finnentrop vor dem Abschluss steht, hatte der Arbeitskreis Soziales zu dem Treffen eingeladen.

Nach der Begrüßung und einer Vorstellungsrunde gab Ramazan Olmaz, Vorsitzender des Moscheevereins, den Anwesenden einen Überblick über die Entwicklung des Vereins seit 1981. Die Notwendigkeit neuer Räumlichkeiten bei steigender Mitgliederzahl, die Finanzierung des Umbaus der alten Post durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Schmuckverkauf und die endgültige Raumaufteilung in der neuen Moschee, waren die Themen. Die ursprüngliche Raumplanung habe der Verein zwischendurch ändern müssen, erklärte Olmaz.

Das Minarett, das der Verein bewusst niedriger gebaut habe als das Hausdach, solle Durchreisenden zeigen, dass Muslime ihre Gebete und Gebräuche in der Moschee traditionell sprechen und pflegen. Ein Muezzinruf allerdings solle nicht erschallen, sagte Olmaz. Die Anwesenden betonten, dass die Renovierung des alten Postgebäudes, in dem die Moschee jetzt entsteht, das Finnentroper Ortsbild aufwerte.Missverständnisse sollen Vermieden werden In der Moschee sollen Begegnungen, gemeinsame Veranstaltungen stattfinden. Vorgesehen sind unter anderem gemeinsame Gebete für den Frieden, ein Friedensgang von Moschee zu Kirche und eine Aktionswoche. Die verschiedenen Frauengruppen wie der Internationale Frauentreff, das Frauenfrühstück des kjk-Hauses, die Frauen des Moscheevereins, die Katholische Frauengemeinschaft und die Evangelische Frauenhilfe wollen sich gegenseitig zu Veranstaltungen einladen.

Die Vertreter beider Glaubensrichtungen diskutierten außerdem über Auslegungen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Christentum und Islam. Sie vereinbarten, dass im September oder Oktober zunächst der Moscheeverein zur Eröffnung der Moschee und begleitenden Veranstaltungen einlädt. Anschließend und spätestens Anfang 2017 sollen weitere Begegnungen und gemeinsame Veranstaltungen geplant werden. Der AK Soziales will hierzu erneut einladen. (LP)

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