Nachrichten Kultur
Drolshagen, 07. September 2019

Kommersabend

Musikverein Frenkhausen: Seit 100 Jahren „der gute Ton im Dorf“

Die Freude bei den Musikern und Gästen war groß, als Bernhard Reuber, Dirigent des Jubiläumsvereins von 2008 bis 2015, auf die Bühne kam.
Die Freude bei den Musikern und Gästen war groß, als Bernhard Reuber, Dirigent des Jubiläumsvereins von 2008 bis 2015, auf die Bühne kam.
Foto: Sigrid Mynar
Frenkhausen. Der Kommersabend am Freitag, 6. September, hat den Auftakt zum Jubiläumswochenende gebildet, an dem der Musikverein Frenkhausen auf seine 100-jährige Erfolgsgeschichte schaut. Zum Auftakt im Festzelt spielte das große Orchester unter  Leitung von Patrik Müller den Franziskusmarsch vor den zahlreichen Gästen.

Der Marsch, komponiert von Sebastian Middel, ist dem Hl. Franziskus Xaverius, Patron der Kapellengemeinde und des Schützenvereins Frenkhausen, gewidmet. Seine Uraufführung fand am 23. März in der Stadthalle Olpe beim Jahreskonzert großen Anklang. In Teilen erinnert er an das in Frenkhausen beliebte „Schlesierlied“, und damit hat er das Potential, zur „Dorfhymne“ zu werden. Schon als Zwölfjähriger ein begeisterter Fan Nach dem musikalischen Auftakt begrüße der Vorsitzende des Musikvereins, Dirk Burghaus, Ehrengäste und Gäste. Er warf einen Blick zurück auf das Jubiläumsjahr 1994, bei dem er schon als Zwölfjähriger dem Verein begeistert zugejubelt habe. Dass er zum 100. Geburtstag nun als 1. Vorsitzender auftreten könne, sei ihm eine große Ehre.

„Ein Verein ohne Heimat wäre nichts“, betonte er und machte deutlich, dass der bei der Dorfgemeinschaft und allen zugehörigen Vereinen und Bewohnern großen Rückhalt findet. „Wir würden als Musikverein in dieser Form sonst nicht existieren“. Mit der Aufzählung der breit gefächerten Aktivitäten des Musikvereins verband Dirk Burghaus seinen großen Dank an alle, die zum Gelingen in der Vergangenheit und dem des Festwochenendes beigetragen hätten.  Der Vorsitzende schloss mit den Worten: „Lasst unseren Verein den Platz bewahren, an dem wir immer wieder Ablenkung von aktuellen Sorgen finden“. Neunjährige begeistert das Publikum Bei dem dann folgenden Soundtrack aus „Fluch der Karibik – Am Ende der Welt“ hatte die erst neunjährige Paula Willmes aus Iseringhausen ihren großen Moment. Ihre souverän vorgetragene Gesangseinlage wurde von den Musikern unterstützt. Eine Inszenierung, die die Zuschauer mit begeistertem Applaus honorierten.

In der sich anschließenden Festrede von Schirmherr Landrat Frank Beckehoff erinnerte dieser daran, in welch‘ schwieriger Zeit die Gründung des Jubiläumsvereins 1919 stattgefunden hatte:  „Der Erste Weltkrieg ist gerade erst zu Ende gegangen. Die Weimarer Republik steht in innenpolitisch unruhigen Zeiten noch ganz an ihren Anfängen.“ Wunsch nach Heimat, Stabilität und frohem Ausgleich Beckehoff fragte „Was mag die Gründer vor diesem Hintergrund wohl bewogen haben, den Grundstein für den Musikverein zu legen? War es vielleicht der Wunsch nach Heimat, Stabilität und frohem Ausgleich in der damaligen Umbruchzeit?“  Auf jeden Fall sei es eine gute Entscheidung gewesen, dass die elf jungen Männer damals die Initiative zur Vereinsgründung ergriffen hätten.

Der Musikverein sei aus dem kulturellen Leben des Dorfes, aber auch aus dem der Region nicht mehr wegzudenken. Der Landrat erinnerte sich an die zahlreichen Gelegenheiten, bei denen er sich selbst am Können des Musikvereins erfreut habe. Seine Festrede schloss mit den Worten: „Ich wünsche Ihnen, liebe Musikfreunde, dass Sie weiterhin den guten Ton angeben“.

Für musikalischen Hochgenuss sorgte danach das Chanson „Oh, mein Papa“ aus der Revueoperette „Der schwarze Hecht“. Dabei setzte Solotrompeter Johannes Sondermann mit seinem virtuosen Können musikalische Akzente, die das Publikum in den Bann zogen. Im folgenden Grußwort von Bürgermeister Ulrich Berghof bewunderte dieser zunächst, wie viele Vereine und Zusammenschlüsse in Frenkhausen, mit seinen nur 455 Einwohnern, aktiv seien. Er wolle aber nicht den Fehler begehen und einen einzelnen Verein herausstellen, bekundete er launig. „Dennoch darf und muss ich sagen, dass der Musikverein Frenkhausen allein schon aufgrund seiner hohen Mitgliederzahl nicht nur in Frenkhausen selbst, sondern im gesamten Stadtgebiet Drolshagen und weit darüber hinaus ganz vorne mit dabei ist.“ 

Berghof bezeichnete die hohe musikalische Leistung als „beste Werbung“ für die Stadt Drolshagen und gratulierte stellvertretend für alle Drolshagener. Grußworte auf dem Bierdeckel Im Anschluss daran sprachen der Vorsitzender des Frenkhauser Schützenvereins Ulrich Meier und Landtagsmitglied Jochen Ritter Grußworte. Ritter, der erst kurz vor Beginn der Veranstaltung um ein Grußwort gebeten wurde, hatte es einem namhaften Politiker gleich getan und seine Gedanken  spontan auf einem Bierdeckel notiert. Er sprach eine Einladung in den Landtag an die Musiker aus und möchte dann mit ihnen testen, ob das Bier in der Landeshauptstadt mit dem der heimischen Region mithalten könne.
Vertreter des Musikvereins und die Ehrengäste.
Als dann Bernhard Reuber, Dirigent des Jubiläumsvereins von 2008 bis 2015, die Bühne stürmte und das Dirigat beim Stück „Jubelklänge“  übernahm,  erntete er begeisterten Applaus. Seine Beliebtheit bei den Musikern und in der Dorfgemeinschaft scheint ungebrochen und seine musikalische Körpersprache einzigartig. Die Herzlichkeit zwischen ihm und seinem Nachfolger Patrik Müller und dem gesamten Ensemble ebenfalls.

Nach einer kurzen Pause startete Kai Schrage, Moderator der Jubiläumsveranstaltung, in den zweiten Teil des Abends. Das Jugendorchester stellte hier mit drei Stücken unter Beweis, dass der Verein auch für die Zukunft sehr gut aufgestellt ist.  Krönender Abschluss Bei „Best of Whitney Houston“  brillierte abschließend Mezzosopranistin Sarah Aßmann. Ein echtes Highlight des Abends war vom Publikum zu hören. Als Zugabe kam Johannes Sondermann noch einmal mit „Teufelszunge“, dem  Bravourstück für Trompete, auf die Bühne.

Den konzertanten Abschluss absolvierte der Musikverein noch einmal mit dem  Franziskusmarsch, bevor es zum feierlichen Ausklang beim Großen Zapfenstreich ging.
Ein Artikel von Sigrid Mynar

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