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Drolshagen, 13. Dezember 2017

Konrad Beikircher tritt zweimal bei „rische’s“ in Drolshagen auf

Konrad Beikircher tritt zweimal bei „rische’s“ in Drolshagen auf
Foto: rische´s
Drolshagen. Konrad Beikircher, der Experte für Regionalsprachen, tritt auf rische’s Kleinkunstbühne in Drolshagen. Im Rahmen seiner Tour macht der bekannte Kabarettist gleich zweimal Station auf rische's Kleinkunstbühne in Drolshagen. Am 16. und 17. März 2018 präsentiert er dort sein neues Programm „Passt schon!“.

Die Vorstellung am 17. März 2018 ist bereits ausverkauft, aber für den 16. März gibt es noch Karten. Infos und Ticketbuchung online oder telefonisch unter 0 27 61 / 97 91 63.

„Die Zeiten werden immer komplizierter, keiner blickt mehr durch und alle verstecken sich immer mehr in der Überschaubarkeit der Region, in der sie leben. Heimat ist angesagt. Da liegt es auf der Hand, dass Konrad Beikircher, der Experte für Regionalsprachen, mal schaut, worin sich die Regionen überhaupt unterscheiden.

Man erfährt viel über Leute, wenn man hinhört, worüber sie lachen. Jedes Gebiet hat zum Beispiel seine eigenen Witze, weil es seine eigenen Köpp hat. Und weil der Beikircher mitten im Leben steht, auch im vernetzten, plaudert er freiweg übers Älterwerden und Jungsein-Müssen und über die ganz Jungen, die überhaupt nix peilen. Irgendwie passt das schon alles, wenn auch nur irgendwie. Das Rheinische hilft, klar, ist aber nicht mehr im Vordergrund – auch schön, oder?! Passt schon! Irgendwie! Kampf gegen die arrogante HochspracheDaneben nimmt sich Konrad Beikircher nach über 50 Jahren Leben im Rheinland endlich mal die Zeit, den Rheinländern, die im Kampf gegen die arrogante Hochsprache Schriftdeutsch immer schon im Schulterschluss mit dem Süden standen, zu erklären, wie das eigentlich aussieht: das Verhältnis der Hochdeutschen zu den Süddeutschen.

Die – also wir im Süden – haben ja die Schlacht um das Hochdeutsche verloren, weil Luther ein paar Jahrhunderte zu früh mit seiner – zugegeben: genialen – Bibelübersetzung die Nase vorne hatte. Plötzlich gab es ein Deutsch, das alle verstanden haben und wir im Süden waren die Verlierer. Das hat Folgen bis heute. Irgendwie passt das zwar schon alles, aber: Hoch leben die Unterschiede!


„Auch und besonders mit 71 Jahren! Es gibt viel zu erzählen, vielleicht sogar mehr als früher! Wie ist das denn mit dem Altwerden? Sie wissen schon: Lang leben wollen alle, nur alt werden will keiner…Ist es eine Last oder einfach nur geil? Denn das neue Altern ist anders: Kreuzfahrten, Krankenhaus und andere Urlaubsorte. Ich bleibe dabei: Es gibt nix Spannenderes, als Menschen beim Leben zuzuschauen. Davon erzähle ich und freue mich darauf, Sie damit zu unterhalten. Sie werden sehen: Wir kriegen Spaß!“, verspricht Konrad Beikircher. Fast 40 Jahre BühnenerfahrungBereits seit fast vier Jahrzehnten nennt der Kabarettist Konrad Beikircher die Bühne sein Zuhause. Sein erster Auftritt, damals in der Bonner Jazz-Galerie, dauerte satte viereinhalb Stunden. Das Publikum war begeistert, Beikircher erschöpft und glücklich, und der Grundstein für eine erfolgreiche Kabarett-Karriere gelegt. Die Sprache und das Wesen des Rheinländers sind sein Metier. In seinen analytisch einfühlsamen Kabarettprogrammen zeigen sich immer wieder auf humoristische Art und Weise die Einflüsse seine Psychologie- und Philosophie-Studiums.

Für seine Bemühungen um den Erhalt der Mundart und des Dialekts wurde Beikircher mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit der „Morehovener Lupe“ und dem „Friedestrompreis“. 2012 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz erste Klasse verliehen. Auch nach all den Jahren hat sich Beikirchers Elan und die Freude am Kabarett nicht geändert.“
(LP)

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