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Drolshagen, Drolshagen-Husten, 26. Juni 2016

Husten freut sich auf den Start der Renovierungsarbeiten an der Herz-Jesu-Kapelle.

Beginn der Renovierungsarbeiten an der Herz-Jesu Kapelle in Husten

Nun endlich starten die Renovierungsarbeiten an der Herz-Jesu-Kapelle in Husten.
Nun endlich starten die Renovierungsarbeiten an der Herz-Jesu-Kapelle in Husten.
Foto: Privat
Seit etwa Sommer 2014 laufen die vorbereitenden Planungen, die bereits den interessierten Dorfbewohnern in einer Dorfversammlung, auch durch den begleitenden Architekten Herrn Ringelhan aus Gerlingen, vorgestellt wurde.

Mit der Grundsteinlegung am 06. August 1882 wurde mit dem Bau der Kapelle in der Hüster Dorfmitte begonnen. Dem seit 1650 jährlich durchgeführten traditionellen Iseringhauser „Umgang“ sollte eine würdige Station geboten werden und bei gemeinsamen Gebeten wollte man nicht länger vom Wetter abhängig sein.

Ermöglicht wurde der Bau im Wesentlichen durch den Nachlass von Regina Wolfschläger in Höhe von damals 2.700 Mark an die Dorfgemeinschaft Husten. Ohne Erben verstarb sie im Alter von 24 Jahren 1880 an Nervenfieber. Johann-Peter Ochel stellte das Grundstück zur Verfügung. Am 4. Januar 1885 war der neugotische Bau so weit fertig gestellt, dass das Turmkreuz aufgesetzt werden konnte. Bereits 1878 wurde begonnen, die zum Bau benötigte Steine in den umliegenden Steinbrüchen zu brechen.Grundlegende Renovierung im Jahre 19511951 wurde die Kapelle aufgrund eines am 18. September 1944 feierlich abgegebenen Gelübdes, dessen schriftliche Niederlegung von Paula Knaupe verwahrt wird, von Grund auf renoviert. Eigentlich wurde gelobt eine neue, größere Kapelle zu bauen. Vikar Scharlewski aus Iseringhausen erklärte sich jedoch mit der Einlösung des Gelübdes nicht einverstanden und befreite die Hustener, eines Sonntagmorgens von der Kanzel aus, von ihrem Gelübde. Er befürchtete wohl eine Konkurrenz zur Pfarrkirche Iseringhausen. Erstmals erhielt die Kapelle einen Tabernakel, den man aus den Stahlplatten eines liegen gebliebenen amerikanischen Panzers anfertigte. 1962 erfolgte der Anbau der Sakristei.

Paula Knaupe, Hermann Feldmann, Josef Feldmann, Karl-Heinz Hupertz und Karl-Heinz Frohne, als Kapellenvorstand fast 30 Jahre tätig, initiierten Anfang der 90er Jahre dringend notwendige Renovierungsarbeiten vorwiegend im Innenraum, sowie neue Fenster und die Elektrifizierung der Glockenanlage. Nach Abschluss dieser einjährigen Modernisierungsarbeiten bietet der Innenraum der Kapelle auch heute ein gelungenes, harmonisches Bild.Seit 2005 Pflege in neuer HandSeit 2005 kümmern sich Astrid Frohne, Sabine Hupertz, Jörg Feldmann und Oliver Feldmann um die Belange der Kapelle. Zuletzt wurde in 2006 die Neugestaltung des Kapellenplatzes überwiegend in Eigenleistung vorgenommen. Tatkräftige Unterstützung wurde dabei u. a. von den Hüstern Frank Becker von Gala-Bau Becker und Ingo Feldmann von Raumausstattung Feldmann geleistet.

Nun werden dringend notwendige Renovierungsarbeiten, vorwiegend im Aussenbereich, erfolgen. Insbesondere handelt es sich um eine Dach- und Glockenturmerneuerung, Blitzschutzarbeiten, Aussenanstrich, Drainagearbeiten und weitere dringend notwendige Ausbesserungsarbeiten. 30 % der Gesamtkosten in Höhe von rd. 100.000 Euro muss die Kapellengemeinde Husten aufbringen. Hier freut sich die Kapellengemeinde auch weiterhin über eine rege Spendenbereitschaft, insbesondere der Hüster und der überörtlichen Bevölkerung. Auf Wunsch wird selbstverständlich eine Spendenbescheinigung ausgestellt. (LP)

Hier die Bankverbindungen:

Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden
Konto/IBAN: DE51 4625 0049 0008 0022 48
BIC: WELADED1OPE
Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen
Konto/IBAN: DE59 4626 1822 0031 9409 10
BIC: GENODEM1WDD
Die Herz-Jesu-Kapelle bleibt weitgehend weiterhin täglich geöffnet. Besucher sind immer herzlich willkommen.

Bildergalerie: Beginn der Renovierungsarbeiten an der Herz-Jesu Kapelle in Husten