Nachrichten Kultur
Drolshagen, 27. November 2017

Sorgfältige Analysen und überraschende Einsichten

126 Seiten „Drolshagener Geschichte(n)“

126 Seiten „Drolshagener Geschichte(n)“
Foto: privat
Drolshagen. Druckfrisch gerade aus der Presse: Die „Drolshagener Geschichte(n)“ des Heimatvereins für das Drolshagener Land mit sorgfältigen Analysen und überraschenden Einsichten aus der Geschichtenwerkstatt sind erschienen.

Wer wusste schon, dass eine Vorfahrin der Seligen Mutter Theresia Bonzel  im selben Haus, vielleicht sogar im selben Bett geboren wurde, wie die Drolshagener Ehrenbürgerin Schwester Huberta? Wer kennt  das Spottlied, dass 1834 der damalige Bürgermeister von Drolshagen Carl Stachelscheid auf sieben Ölper Sänger geschrieben hat, die wegen übermäßigen Alkoholkonsums  beim Gesangswettbewerb kläglich scheiterten? 

Dies sind nur kleine Bonbons in den neuen „Drolshagener Geschichte(n)“ des Heimatvereins für das Drolshagener Land, die gerade druckfrisch vorliegen. Die Geschichtswerkstatt bringt mit diesem Heft wieder eine Fülle sorgfältig recherchierter Fakten zu Papier, die zudem auch kurzweilig zu lesen sind. Dumicker Dorfgeschichten Zu den größeren Artikeln gehören die Dumicker Dorfgeschichte, die der ehemalige Bürgermeister Rudolf Lütticke verfasste, ein Bericht über den ersten Ehrenbürger der Stadt Drolshagen, Josef Schürholz aus Köbbinghausen, sowie eine sorgfältige Recherche zum Wirken von Schwester Huberta, ebenfalls Ehrenbürgerin der  kleinen Stadt. Ergebnisse umfangreicher Archivarbeit werden in den Artikeln zu dem prächtigen ortsbildprägenden Fachwerkhaus „Finke“, der Geschichte des Schützenwesens in Drolshagen und zu der katholischen Volksschule in Germinghausen präsentiert.

Stefan Reuber erinnert in dem Artikel „Malawi Express“  an seine Zeit als Entwicklungshelfer während der 60er-Jahre in Malawi und als Erstveröffentlichung erscheint das Spottlied „Die 7 Meister von Olpe“ von 1834, das von einem handgeschriebenen Zettel transkribiert wurde. Eingestreut sind auch einige „Fundstücke“ wie die ersten Erwähnungen der Straßen „Auf dem Beul“ und „Theimicke“ von 1531. Dräulzer Platt Einen Vorgeschmack auf die umfangreichen Recherchen des Archivars im Heimatverein, Karl-Heinz Harnischmacher, zu dem Autor und Mailänder Professor Carlo Travaglini, der auch in Dräulzer Platt geschrieben hat,  gibt eine Anzeige zu dem Roman „Die Heiderhofs“ , die 1934 in der Schweiz geschaltet wurde. Zu Person und Werk Travaglinis wird Anfang 2018 ein ganzer Abend mit vielen überraschenden Erkenntnissen im Heimathaus angeboten.

Das sorgfältig editierte Heft im Umfang von 126 Seiten ist zum Preis von 9,90 Euro in der Buchhandlung Nierhoff, bei Winfried Behme, Vorstand des Heimatvereins, und bei Veranstaltungen im Heimathaus erhältlich.
(LP)

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