Nachrichten Kultur
Attendorn, 17. November 2016

Ismet Coskunsu: Rein symbolische Bedeutung

Minarett für Moschee-Neubau in Attendorn

An dem Neubau der Moschee wird ein Minarett errichtet.
An dem Neubau der Moschee wird ein Minarett errichtet.
Foto: Ina Hoffmann
Von Ina Hoffmann
Redaktion
Attendorn. Der Attendorner Moscheeverein hat beschlossen, ein Minarett an dem Neubau der Moschee zu errichten. Der Bauantrag wurde nachträglich gestellt und vom Kreis Olpe genehmigt.

Bei den ursprünglichen Planungen für den Neubau der Moschee an der Kölner Straße war noch kein Minarett vorgesehen gewesen. Dem Verein fehlten damals die finanziellen Mittel zur Errichtung des Gebetsturms. Nachdem sich eine Familie der muslimischen Gemeinde bereiterklärt hatte, die gesamte Summe für das Minarett zu spenden, stellte der Vorstand der Moschee vor knapp einem Jahr einen Bauantrag, der im März dieses Jahres vom Kreis Olpe genehmigt wurde. Jetzt wurde mit den Fundamentarbeiten für den Turm begonnen. Als Sakralraum erkennbar Dass die Moschee nun doch ein Minarett bekommt, freut die muslimische Gemeinde sehr: ,,Wie ein Kirchturm zu einer Kirche gehört, gehört auch ein Minarett zu einer Moschee. Durch diese architektonischen Bauelemente werden Sakralräume als solche erkennbar“, erklärte der Geschäftsführer des Attendorner Moscheevereins, Ismet Coskunsu, auf Anfrage von LokalPlus. Keine Gebetsrufe Das Minarett soll mit etwa 18 Metern Höhe so hoch wie die Moschee selbst werden. Der Turm wird einen Durchmesser von 1,20 Metern und eine achteckige Grundform haben. Dabei ist das Minarett ein rein architektonisches Bauelement und besitzt keine Funktion. „Es ist nicht begehbar, und es werden keine öffentliche Gebetsrufe von dort stattfinden“, betonte Ismet Coskunsu, „Es hat für unsere Gemeinde eine große symbolische Bedeutung“.

Die Attendorner Moschee soll im Frühjahr eingeweiht werden.
Das Fundament für das Minarett konnte fertiggestellt werden.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

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