Nachrichten Kultur
Attendorn, 21. Dezember 2016

Mehr als 15 Jahre aktiv

Kellerfrauen geehrt

Pfarrer Dr. Christof Grote übergab Ilse Riedel, Anita Dehnert, Gerda Schur und Irmgard Knüppel die von Elly Hüttner (von links) gefertigten Erinnerungs- und Dankurkunden.
Pfarrer Dr. Christof Grote übergab Ilse Riedel, Anita Dehnert, Gerda Schur und Irmgard Knüppel die von Elly Hüttner (von links) gefertigten Erinnerungs- und Dankurkunden.
Foto: Karl-Hermann Ernst
Von Karl-Hermann Ernst
Redaktion
Attendorn. Mit lang anhaltendem Beifall bedankten sich die Mitglieder der evangelische Kirchengemeinde der Hansestadt im Familiengottesdienst zum 4. Advent bei fünf Frauen, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit mehr als 15 Jahre mit ein Aushängeschild der Gemeinde darstellten. Gemeint waren die „Kellerfrauen“, wie sie sich selber nannten: Elly Hüttner, Anita Dehnert, Irmgard Knüppel, Ilse Riedel und Gerda Schur.

Pfarrer Dr. Christof Grote, erinnerte in seiner Laudatio zum Abschied der Damen an die langen Jahre, in denen sie sich um die gemeindeeigene Kleiderkammer in den Kellerräumen der Erlöserkirche gekümmert und damit vielen Menschen in Not geholfen haben. Nachdem die Kleiderkammer in das neue Begegnungs- und Sozialzentrum „lebensfroh“ umgezogen sei, hätten sie ihren Dienst nicht zuletzt auch aus Altersgründen in jüngere Hände übergeben.

„Wie oft Sie die enge Treppe in den Kirchenkeller gegangen sind, wie viele Kisten Sie getragen haben, vor allem aber, wie vielen Menschen Sie eine echte Freude  gemacht haben – das lässt sich wohl kaum zählen“, so Dr. Grote. Er sage Danke stellvertretend für die Gemeinde, Danke für diesen beeindruckenden Einsatz für andere, Danke für all die Zeit und Kraft, die die Damen eingebracht hätten. Grote übergibt Urkunden Elly Hüttner, die so etwas wie die Chefin der Gruppe und für die die Kleiderkammer immer eine Herzensangelegenheit war, hatte für ihre Mitstreiterinnen jeweils eine Urkunde vorbereitet, die die vier „Kellerfrauen“ an ihren gemeinsamen Dienst erinnern sollte. Außerdem hatte sie für jede von ihnen einen Korb mitgebracht, mit allem, was man aus Äpfeln machen kann.
Für ihren großen ehrenamtlichen diakonischen Einsatz erhielt Elly Hüttner das Kronenkreuz in Gold des Diakonischen Werkes der evangelischen Landeskirche.
Nachdem Dr. Christof Grote die Urkunden übergeben hatte, überraschte er gleichzeitig auch in seiner Eigenschaft als Diakonie-Beauftragter des Kirchenkreises Lüdenscheid - Plettenberg Elly Hüttner ebenfalls mit einer Urkunde, einer Urkunde für eine ganz besondere Auszeichnung. Denn für ihren großen ehrenamtlichen diakonischen Einsatz hatte ihr das Diakonische Werk auf Initiative der Gemeinde auch im Namen des Kirchenkreises und der Westfälischen Landeskirche das Kronenkreuz der Diakonie  in Gold verliehen. Er ließ es sich zudem nicht nehmen, ihr diese Auszeichnung persönlich an das Revers zu stecken. Hüttner bedankt sich bei Nachfolgerinnen Bei ihren Dankesworten hatte Elly Hüttner ob dieser unerwarteten Auszeichnung sichtbar mit den Tränen zu kämpfen. Sie bedankte sich nochmals bei ihren Mitstreiterinnen und  auch bei ihren Nachfolgerinnen, denen sie die gleiche Freude bei dieser ehrenamtlichen Tätigkeit, wie sie selbst empfunden hätten, wünschte.
Ein Artikel von Karl-Hermann Ernst

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