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Attendorn, 13. Juni 2017

72. Jahrestag eines schrecklichen Kapitels der Stadtgeschichte

Attendorn gedenkt 35 Explosionsopfern

Das historische Foto zeigt die bei der Munitionsexplosion zerstörte Franziskanerkirche, die sich seinerzeit neben dem Attendorner Rathaus befand.
Das historische Foto zeigt die bei der Munitionsexplosion zerstörte Franziskanerkirche, die sich seinerzeit neben dem Attendorner Rathaus befand.
Foto: Frey Print + Media GmbH
Attendorn. Die Hansestadt Attendorn wird am Donnerstag, 15. Juni, ein Blumengebinde an der Gedenkstele „Am Klosterplatz“ ablegen, um an den 72. Jahrestag eines schrecklichen Kapitels der Stadtgeschichte zu erinnern. Am 15. Juni 1945 explodierte im Keller des Attendorner Rathauses ein Munitionsdepot und riss 35 Menschen in den Tod. Und das unmittelbar nach Ende des schrecklichen Zweiten Weltkrieges.

Bereits am 28. März 2017 hatte die Hansestadt Attendorn mit einem Blumengebinde an ein weiteres schreckliches Ereignis erinnert. An diesem Tag wurde Attendorn im Jahr 1945 durch alliierte Bombenangriffe schwer zerstört. Würdige Form der Erinnerung Der 28. März und der 15. Juni sind und bleiben für die Bürger Attendorns Gedenktage. „Diese schrecklichen Ereignisse müssen im Bewusstsein der Bevölkerung erhalten bleiben und bedürfen daher einer würdigen Form der Erinnerung.

Neben einer öffentlichen Gedenkveranstaltung im Fünf-Jahres-Rhythmus – zuletzt fand diese im Jahr 2015 aus Anlass des 70. Jahrestages statt – greift die Hansestadt Attendorn eine Anregung der Attendorner Bürger Rudolf Keimer und Dr. Theo Heller auf und erinnert jährlich am 28. März und am 15. Juni sichtbar mit einem Blumengebinde an der Gedenkstele am Klosterplatz an die Ereignisse im Jahr 1945, die sich niemals wiederholen dürfen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Hansestadt Attendorn.
Die Gedenkstele "Am Klosterplatz".
Während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung Attendorn können Interessierte im Foyer des Rathauses ganzjährig die im Jahr 2010 errichtete Erinnerungsstätte mit der Dokumentation „Opfer von Krieg und Gewalt“ besichtigen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Hansestadt Attendorn in der Rubrik „Stadtinfo-Erinnerungsstätte“.
(LP)

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