Nachrichten Karneval
Wenden, 04. März 2019

Tausende Zuschauer erlebten bunten Rosenmontagszug

Schönauer Narren trotzten Wind und Wetter

Der Rosenmontagsumzug in Schönau lockte viele Zuschauer an.
Der Rosenmontagsumzug in Schönau lockte viele Zuschauer an.
Foto: Lukas Schrage
Schönau. Begleitet von Jubelrufen feierte der Karnevalsverein Schönau-Altenwenden den Rosenmontag 2019 am 4. März mit einem großen Festzug. Trotz des schlechten Wetters waren Tausende gekommen, um den Höhepunkt des Karnevals zu feiern.

Anderswo waren sogar Züge abgesagt worden, doch nicht (wieder) in Schönau: Es schien, als wolle der zugezogene Himmel dem Rosenmontagzug sein „OK“ geben, denn trotz kleinerer Schauer blieb es von 11.11 Uhr bis ungefähr 13 Uhr erstaunlich trocken, so dass es sich für alle Karnevalsbegeisterten in Schönau lohnte, dem Rosenmontagsumzug beizuwohnen, mitzujubeln und fleißig den Kamelle nachzujagen.400 ZugteilnehmerUm 11.11 Uhr waren die ersten donnernden Schüsse zu hören, zehn Minuten waren die ersten Wagen zu sehen, zunächst undeutlich in der Menge der wartenden Karnevalsbegeisterten. Der Schönauer Zug war in diesem Jahr mit 400 Teilnehmern im Zug unterwegs, die sich auf zwei Musikkapellen, sieben Motivwagen und neun Fußgruppen aufteilten. Angeführt wurde der Umzug von den Zugführern des KV Schönau-Altenwenden, die verlauten ließen: “Da Zuch kümmet“. Und das tat er. Große, liebevoll gestaltete Wagen konnten beispielsweise zu den Themen „Der Narren-Zoo“, „Pippi Langstrumpf“ oder „Die 80-er“ beklatscht werden. Die Schönauer trumpften in diesem Jahr wieder mit Pyro- und Unterhaltungstechnik auf: So war die Luft an diesem Montagvormittag nicht nur mit Kamelle, sondern auch mit Luftblasen und künstlichem Nebel gefüllt. Wir gehen alle mit der Mütze Der Schützenverein Schönau-Altenwenden, präsentierte sich ob des diesjährigen 100-jährigen Jubiläums im Karnevalsumzug und betonte: „Egal, ob Jeck oder Schütze, wir gehen alle mit der Mütze!“ Auch die größte gemischte Garde des Kreises, die Blauen Funken, war wieder mit einem eigenen Wagen zu sehen - diesmal mit Augenklappe und Säbel als Piraten des berüchtigten „Käpt‘n Jeck“.

Den großen Wagen standen die Fußgruppen kaum nach und präsentierten Nixen und Fische, Cowgirls und Schmetterlinge, Löwinnen und Dompteure. Auch die Musikzüge aus Attendorn und Altenhof bewiesen, dass nicht nur Musik aus Boxen für tolle Stimmung sorgt.

Mit dem Narrenschiff waren Sitzungspräsident Michael Koch und Bürgermeister Bernd Clemens in die stürmische See gestochen. Der karnevalistische Adel um Sascha II. in Begleitung der Prinzengarde schloss den Umzug ab. Die Jecken, die auf den Wagen zu sehen waren, ließen Süßigkeiten, Blumen und Geschenke regnen.

Nach dem Rosenmontagsumzug ging's zur großen After-Zug-Party“ ins Festzelt an der Schönauer Wagenbauerhalle. Zumindest hier spielt dann das Wetter gar keine Rolle mehr.
Ein Artikel von Lukas Schrage

Bildergalerie: Schönauer Narren trotzten Wind und Wetter