Nachrichten Karneval
Olpe, 09. Februar 2020

Panneschlag für Politiker

Rheinische Frohnatur Wolfgang Bosbach neuer Ehrensenator der BG Olpe

Strahlende Gesichter nach der Senatoren- und der Ehrensenatorentaufe.
Strahlende Gesichter nach der Senatoren- und der Ehrensenatorentaufe.
Foto: Nicole Voss
Olpe. Er war mit 24 Jahren Karnevalsprinz, bekleidete 22 Jahre das Amt des Karnevalspräsidenten, ist Träger des Schlappmaulordens, wurde mit dem Orden „wider dem Tierischen Ernst“ ausgezeichnet. Am Samstag, 8. Februar, folgte der nächste Titel: Wolfgang Bosbach ist Ehrensenator der Bürgergesellschaft Olpe.

Der 67-Jährige macht nicht nur als Redner am Mikro eine gute Figur, sondern auch als Sänger. Kaum war der Vater von drei erwachsenen Töchtern mit seinen Insignien ausgestattet, schmetterte er unterstützt von den Jecken im gutbesuchten Saal den Bläck Föös-Song „Unser Stammbaum“.

Wolfgang Bosbach und sein Laudator und Vorgänger im Amt Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, wissen wie Karneval geht, erheitern und lachen mit. Weil es ihnen einfach Freude bereitet. Die bunt kostümierten Narren zollten dem neuen Ehrensenator und seinem Laudator viel Beifall und jede Menge Lacher. 

Bevor Wolfgang Bosbach mit dem obligatorischen „Panneschlag“ von Markus Pokoj, Präsident der BGO, in den Ehrensenat aufgenommen wurde, stellte Karl-Josef Laumann, neuer Ehrensenator des vergangenen Jahres, treffend fest, dass ein Westfale eine Laudatio auf einen Rheinländer halte und das im Sauerland. Mit Blick darauf scherzte der NRW-Minister: „Wenn ein Rheinländer auf den Tisch springt ist Karneval, wenn das ein Westfale macht, wird er behandelt.“

Der Laudator lobte, dass sein Nachfolger trotz seiner Krebserkrankung eine lebensbejahende Art habe, die vielen Menschen Mut mache, und zitierte ihn: „Krise, da habe ich keine Zeit für.“ Karl-Josef Laumann hob hervor, dass Wolfgang Bosbach mit 58,5 Prozent der Stimmen zum Direktkandidaten seiner Heimatstadt Bergisch Gladbach gewählt wurde. „So ein Ergebnis ist nicht mal Dr. Matthias Heider gelungen, wo der Himmel in Olpe nicht nur nachts tiefschwarz ist“, bemerkte Karl-Josef Laumann unter dem Gelächter der Jecken. Der Laudator lobte die offene, ehrliche Art von Wolfgang Bosbach, dass er seinen Prinzipien treu geblieben sei und politisch einiges für die Menschen erreicht habe. Karl-Josef Laumann legte Wolfgang Bosbach ans Herz, dass die Ernennung zum Ehrensenator eine gute Voraussetzung für ein Comeback sei, und nannte Friedrich Merz (Ehrensenator 2001) als Beispiel.  

Am Ende seiner launigen Rede ließ Laumann ein dreifach „Panne-Klöpper“ auf Wolfgang „Rheinisches Tennis-Ass und (boden)ständiger Querdenker von Recht und Politik“ Bosbach durch den Saal schallen und bescheinigte ihm zuvor, ein Vorbild an Optimismus und guter Laune zu sein.
Mit einem dreifach "Panne-Klöpper" verabschieden der neue Senatspräsident Klaus Humpert, Markus Pokoj, Prinz Dirk I. (Thöne) und Peter Vogelsang (von links) Senatspräsident Heinz Weindorf.
Zugleich wurde Senator Herbert „optimierender Plan(h)er(r) zu Lande, zu Luft und Wasser" Munschek als Senator vereidigt. Der zweite Senator Thomas Bär fehlte krankheitsbedingt.

Die letzte offizielle Amtshandlung von Senatspräsident Heinz Weindorf war die Übergabe der Kappen an die neuen Senatsmitglieder, bevor er verabschiedet und Klaus Humpert zu seinem Nachfolger ernannt wurde. „Westfalen halten was Rheinländer versprechen" Wolfgang Bosbach hatte auch lobende Worte für seinen Laudator parat: „Er ist ein Freund, ein Mann aus dem Leben, ein ganz feiner Kerl.“ Der dreifache Vater scherzte: „Der Westfale muss das halten, was wir Rheinländer versprechen. Wir versprechen so viel, das kannst du gar nicht halten.“

Mit Blick auf die bunten Luftballons im Saal stellte Bosbach fest: „Alle Farben sind vertreten, außer braun, und darüber freue ich mich.“ Musik, Tänze, Büttenrede Bosbach riet den Gästen, nie einen Politiker zu wählen, der nicht von Herzen lachen könne: „Wenn die an der Macht sind, haben wir nichts zu Lachen.“

Die Ehren- und die Senatorentaufe war eingebunden in ein abwechslungsreiches Programm von schwungvollen Tänzen, Musik der kölschen Sängerinnen „La Mäng“ und den Biggejungs, dem twersen Lümmel alias Christian Höffer in der Bütt („Wenn man einen Namen für sein Kind sucht, merkt man erstmal, wie viele Leute man nicht leiden kann.“).
DJ Markus Koch am Mischpult.
Für den passenden Tusch sorgte in bewährter Manier DJ Markus Koch.
Ein Artikel von Nicole Voss

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