Nachrichten Karneval
Drolshagen, 08. Februar 2018

Bürgermeister Berghof übergibt Rathaus-Schlüssel an „Spätzünder“

Wieverfastelovend: Altweiber-Umzug durch Drolshagen bei strahlendem Sonnenschein

Wieverfastelovend: Altweiber-Umzug durch Drolshagen bei strahlendem Sonnens
Fotos: Thomas Fiebiger
Drolshagen. Nach zwei verregneten Jahren in Folge spielte das Wetter diesmal mit: Bei strahlendem Sonnenschein und blauen Himmel ist am Altweiber-Donnerstag, 8. Februar, mit dem traditionellen Umzug zur Wieverfastelovend in Drolshagen der Straßenkarneval im Kreis Olpe eröffnet worden. 19 Karnevals- und vier Musikgruppen zogen mit 13 Motivwagen durch die Stadt – bejubelt von zahllosen an den Straßenrändern feiernden Jecken und begrüßt von einem närrisch-optimistischen Bürgermeister.

Ulrich Berghof schmetterte den am Rathaus vorbeiziehenden Gruppen nämlich nicht nur jeweils ein dreifaches „Drolau!“ entgegen, sondern vermittelte in seiner Büttenrede auch Aufbruchsstimmung. Immerhin sei „nach der Jahren der Krise“ eine schwarze Null im städtischen Haushalt erreicht worden und die Wiederbelebung der Gastronomie am Marktplatz gelungen: Nicht nur für das an diesem Tag offiziell neu eröffnete Café am Markt („Katrin´s Kneipe“) habe sich ein neuer Pächter gefunden (LokalPlus berichtete), sondern auch für das Restaurant Schürholz. „Damit sich beide dort halten, sind alle gefordert, / also immer mal wieder hin, Essen und Getränke geordert“, forderte Berghof.
Bürgermeister Ulrich Berghof (Mitte) mit Kämmerer Rainer Lange (links) und dem SPD-Stadtverordneten und 1. stellvertretenden Bürgermeister Thomas Gosmann.
Darüber hinaus nahm das Stadtoberhaupt mit seinen Reimen das politische Geschehen sowohl in Drolshagen als auch in Berlin auf die Schippe und zeigte sich mit Blick gen blauem Himmel erleichtert, dass die beiden verregneten Vorjahre scheinbar doch nicht seiner Amtszeit als Bürgermeister geschuldet seien. Berghof bedankte sich auch bei allen Organisatoren und Helfern der Weiberfastnacht-Feierlichkeiten – und vor allem bei Jutta Nebeling, Präsidentin des Damenkomitees „Dräulzer Weiberfastnacht“. Außerdem überreichte Berghof den symbolischen Schlüssel zum Rathaus an die Karnevalisten, der in diesem Jahr an die Gruppe „Spätzünder“ ging. Bis zum 11. November hat die Gruppe, in diesem Jahr im Stile der „Ahoibrause“-Matrosen verkleidet, nun die närrische Vorherrschaft über das Verwaltungsgebäude. Neben den Seemännern zogen außerdem unter anderem als Regenbogenfische, Einhörner, Wikinger und Stinktiere verkleidete Karnevalisten durch die Straßen. Christian Rahrbach moderierte das jecke Treiben über vor der Sparkasse aufgestellte Lautsprecheranlagen.

Der Festumzug stand in diesem Jahr unter dem Motto „Auch wenn die Regierung noch nicht steht, der Dräulzer Weiberumzug steht“ – eine Anspielung auf die sich seit Monaten hinziehende Regierungsbildung auf Bundesebene. Pünktlich um 15.11 Uhr hatte sich der Lindwurm am Startpunkt Gräfin-Sayn-Schule in Bewegung gesetzt. Von dort aus ging es über die Anno- und Hagener Straße über die Gerber- und Benolper Straße und schließlich zurück auf die Hagener Straße. In der Vier-Jahreszeiten-Halle gehen die Weiberfastnacht-Feierlichkeiten mit der vom Damenkomitee „Dräulzer Weiberfastnacht“ organisierten Altweiber-Party und Musik von DJ Stefan weiter. Der Eintritt kostet 10 Euro und wird direkt im Eingangsbereich der Halle entrichtet.
Ein Artikel von Thomas Fiebiger und Sven Prillwitz

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