Nachrichten Karneval
Attendorn, 26. Februar 2017

Viel Tanz, freche Büttenreden und kölsche Live-Musik

Mehr als 1000 Narren feiern bei der „Kattfiller“-Prunksitzung

Die Stimmung in der Halle war grandios närrisch.
Die Stimmung in der Halle war grandios närrisch.
Fotos: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Musik, Tanz und Büttenreden standen auch im Mittelpunkt der diesjährigen Prunksitzung der Attendorner „Kattfiller“, die am Sonntagabend, 26. Februar, stattfand. Pünktlich um 19.11 Uhr erfolgte ein imposanter Einmarsch mit den amtierenden Tollitäten Prinz Tobias „Lolli“ Löhölter und dem Kinderprinzen Alexander II. Beul das nächste tolle Treiben in „Klein Colonia“. Die neuen Tollitäten wurden eingerahmt vom Elferrat und den zahlreichen Garden.

Moderator Frank Selter begrüßte im Publikum unter anderem Bürgermeister Christian Pospischil und Landrat Frank Beckehoff (mit Ehefrau Karin) begrüßen. Anschließend begann ein karnevalistisches Programm mit heimischen und auswärtigen Akteuren. Dazu gehörten die Garde des Kinderprinzen, der „Mini-Biggesterne“, der „Biggesterne“ und der „Regimentstöchter“, aber auch die „Roten Funken“ und die Prinzengarde aus Attendorn, die ihre Marsch- und Schautänze präsentierten.

Für abwechslungsreiche Wortbeiträge sorgt an diesem Abend als Attendorner Eigengewächs „En twersen Lümmel“ alias Christian Höffer. Aus Termingründen hatte er seinen Auftritt mit „Ne Usjeflippte“ alias Ralph Kuhn aus Köln getauscht, was er auch gleich auf die Schüppe nahm: „Da bezahlt ihr einem Kölner Redner für Witze, die der Höffers Gerhard schon vor 40 Jahren am Osterkopp erzählt hat.“ Seinen Markenzeichen, bissigen Seitenhieben in Richtung Elferrat, Garden und Karneval, machte er alle Ehre: „Das ist frecher Karneval, auch wenn es nicht jedem gefällt, aber die Zeiten ändern sich. Für manchen allerdings nicht mehr so oft.“ Als dritte in der Bütt gab Anne Vogd einen Einblick in das Leben einer gestressten Mutter aus der Welt der Heranwachsenden. Da hörte so mancher Erziehungsberechtigter einen Bericht seines eigenen Lebens. Für kölsche Töne und Stimmung sorgte die Newcomer-Band „Miljö“ aus der Domstadt. Musik machten auch die „Klein-Colonias“ und die „Guggemusik“ aus Wendelstein. Hier war Gänsehaut angesagt.

Nach dem großen Finale konnten die über 1000 Narren zur Musik der Tanzband des Musikvereins Frenkhausen bis in den Morgen weiterfeiern.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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