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Attendorn, 08. Januar 2017

Zweite Versammlung der Wagenbauer

„Kattfiller“ ziehen an Veilchendienstag zweimal durch die Innenstadt

„Kattfiller“ ziehen an Veilchendienstag zweimal durch die Innenstadt
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Rund 50 Aktive kamen am Sonntag, 8. Januar, zur zweiten Wagenbauerversammlung der „Kattfiller“ im Restaurant Himmelreich zusammen. Die Mottos der einzelnen Wagen, die diesjährige Route für den Umzug und der Tag der offenen Tür in der Wagenbauerhalle waren nur einige von vielen Themen.

Vizepräsident und Zugleiter Christopher Huperz freute sich über die gute Resonanz am Sonntagmorgen: „In 52 Tagen ist es so weit“, brachte er seine Vorfreude zum Ausdruck. Für den Veilchendienstagszug hätten sich bislang 27 Motivwagen und 53 Fußgruppen angemeldet. „Das ist eine gute Quote“, so Huperz. Besonders erfreut waren er und seine Vorstandkollegen auch über die 14 Musikkapellen, die man derzeit verbuchen könne.

Für den Kinderumzug am Rosenmontag hätten sich bis jetzt sechs Motivwagen angemeldet. „Im vergangenen Jahr hatten wir vier“, erinnert der „Kattfiller“-Vizepräsident. Allerdings seien bislang nur vier Musikkapellen verpflichtet worden. Die „Biggekäfer“ und eine Abordnung aus Valbert sind in diesem Jahr nicht mehr im Zug vertreten. 

Ein närrisches Jubiläum haben in diesem Jahr die „Mooskämper“, die seit 44 Jahren Wagen für den Zug bauen. Seit 33 Jahren ist der Spanische Elternverein dabei, und die Helios Klinik ist mit einer Abordnung seit 11 Jahren im Festzug vertreten. Ein Thema war vor dem Hintergrund der umfangreichen Baumaßnahmen in der Innenstadt natürlich die Route für den Veilchendienstagszug. Der närrische Bandwurm wird über die Niederste Straße direkt in die Kölner Straße einbiegen (LokalPlus berichtete). „Aufgrund der Baustellen sind die Ennester Straße, der Feuerteich und die Strecke entlang des Altenheims in diesem Jahr gestorben“, so Christopher Huperz. Somit wird der Zug zweimal die gleiche Strecke durch die Innenstadt nehmen, dann allerdings von der Kölner Straße in die Feldkirmes einbiegen, damit sich der Zug nicht „in den Schwanz beißt“. Das freute auch Dieter Auert, der wieder als Moderator am Kirchplatz den Zug kommentieren wird. Er muss somit seinen Kommentatorenplatz nicht verlassen.

„Wir haben uns im Vorfeld intensiv abgesprochen mit der Stadt, dem Tiefbauamt und dem Bauunternehmer Kebben“, so Huperz weiter, „Die Niederste Straße wird wohl noch nicht asphaltiert sein, aber mit Schotter, Kies oder Platten befahrbar gemacht.“ Kamelle im Wert von 20.000 Euro Vizepräsident Frank Selter wies extra nochmals darauf hin, dass Wurfmaterial vom vergangenen Jahr genau auf das Haltbarkeitsdatum zu prüfen sei. „Es dürfen keine abgelaufenen Süßigkeiten verteilt werden.“ Auch in diesem Jahr werden wieder Naschereien im Wert von rund 20.000 Euro unters Volk gebracht.

In der eigenen „Kattfiller“-Wagenbauhalle wird seit Herbst gewerkelt, gehämmert, geschraubt, gesägt, modelliert, gepinselt und dekoriert. Wer einmal hautnah miterleben möchte, wie ein Motivwagen entsteht, der hat am 4. Februar dazu Gelegenheit. Dann laden die Wagenbauer in ihre Halle zum Tag der offenen Tür ein. Ab 11.11 Uhr kann man hinter die Kulissen schauen. Bei Kaffee, Kuchen, Grillspezialitäten sowie warmen und kalten Getränken ist jeder herzlich willkommen. Pitjes Höffer wird ganz besondere Führungen anbieten, und in der eigenen Kinderbelustigung können die Nachwuchstalente schon mal ihr Geschick beim Erstellen von Figuren ausprobieren. Am Abend sorgt die Gruppe „Feinripp“ an diesem Tag in gemütlicher Atmosphäre für den richtigen Sound. Parkplätze gibt es im Gewerbegebiet Donnerwenge hinter der Kattfillerhalle. Sessionsauftakt auf dem Alten Markt Für den 11. November pünktlich um 11.11 Uhr planen die „Kattfiller“ übnrigens ein ganz besonderes Event: Dann macht es „Klein-Colonia“ wie das große närrische Köln. Auf dem Alten Markt wird der Auftakt der Session mit Bands und einem bunten Programm gefeiert. „Niemand braucht in diesem Jahr auf den Heumarkt (zentraler Karnevalsfeier in Köln, Anm. d. Red.) fahren, dann haben wir Köln direkt vor der Tür“, laden die „Kattfiller“ bereits jetzt ein.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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