Nachrichten Karneval
Attendorn, 05. Februar 2018

Spitze Zungen, akrobatische Tänze und eine besondere Ehrung

Herrensitzung in Attendorn sorgt für beste Unterhaltung

Immer lustig und in Form, sind wir in Attendorn...
Immer lustig und in Form, sind wir in Attendorn...
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Tolle Tänze, Büttenreden mit spitzer Zunge und ein Publikum, was Lust hatte zu feiern. Kurzum: die Herrensitzung der Kattfiller am Sonntag, 4. Februar, war ein gelungener Auftakt in die Session.

Pünktlich um 11.11 Uhr startet  die große Sause mit dem Einmarsch des Elferrates, der Gardenabordnungen und natürlich des Prinzen. Für Prinz Tobias I. (Lohölter) aber hieß es Abschied nehmen. Für ihn war es sein letzter großer Auftritt als Prinz Karneval und den genoss er sichtlich und feierte ausgiebig. Der neue Prinz wird am kommenden Donnerstag an Altweiber proklamiert. Präsident Marc Rohrmann an der Spitze der Kattfiller begrüßte zunächst die Gäste und die beiden Jubelprinzen Jürgen I. Gietmann, Prinz im Jahre 1993 und Friedhelm I. Müller, Prinz Karneval vor 50 Jahren. Dann stimmten alle gemeinsam „Immer lustig und in Form“, den Karnevalschlager der Kattfiller an. „Das trifft auch gut unser Motto“, so der Präsident, „Das lautet in diesem Jahr: Für den Frohsinn brauchen wir nicht viel, Kokolores ist das Ziel.“ Achtung Bütt! Los ging das rund fünfstündige Programm mit Andreas Schäfer als „Hampeiter vom Kattfiller-Merkur“. Vom Videobeweis für gute Witze über die Stadt mit „O“, hin zum Kino, Innenstadtentwickungskonzept und der Weihnachtsbeleuchtung in der Ennester Straße hatte er zu jedem Thema was zu sagen.

Nicht fehlen durften auch die Hucken vom Hettmecker Teich und das  gestohlene Osterkreuz. „Das wird sicher die Vorlage für eine Wascharmatur für Poskebrüder“, war sich der Hampeiter sicher. Zum Abschluss gab es noch für den scheidenden Zeremonienmeister Toni Sangermann ein eigens komponiertes Lied. Toni Sangermann erfuhr im Verlauf der Sitzung auch eine ganz besondere Ehrung. Der 62-Jährige macht nach 26 Jahren als Zeremonienmeister an Aschermittwoch Schluss. Für seinen unermüdlichen Einsatz wurde er daher zum Ehrenzeremonienmeister ernannt.

Als heimische Größen gingen auch Anja Geuecke als „Hedwich vom Himmelsberg“ und Christian Höffer, „En twersen Lümmel“ in die Bütt. Hedwich hatte neben Bürgermeister Pospischil und die Stadtverwaltung auch die „Twersichkeitsfolklore“ im Mittelpunkt ihrer Rede. „En twersen Lümmel“ stellte gleich klar, dass sich „seitdem ich fehlerfrei bin, meine Arroganz in Grenzen hält.“  Er schoss sich auf den noch amtierenden Prinzen Tobias I. und den Elferrat ein. Ganz anders hingegen war der Auftritt von Salim Samatou. Er ist der Shootingstar der deutschen Comedy-Szene und Gewinner des RTL Comedy Grand Prix 2016. Ein Improvisationsgenie mit einem unglaublichen Reaktionsvermögen, was er in Attendorn auch brauchte. Karnickel und Kattfiller, was übersetzt Katzentöter heißt, sowie ein fehlender Bahnhof und kein Sushi Restaurant in Attendorn ließen wenig vorgefasste Gags zu. Doch Salim, der mit seinem Freund Norman gekommen war, stellte sein Können als Stand up-Comedian unter Beweis und sicher wird in einer seiner zukünftigen Shows auch Attendorn und die dortigen Menschen ein Thema werden. Natürlich zog auch wieder die Garde des Kinderprinzen mit ihrer Tollität Alexander II. (Beul) ein. Auch der Gesang durfte nicht fehlen. Dafür sorgte in diesem Jahr das „Kommando 3“. Ihr tänzerisches Können zeigten die Biggesterne mit ihrem Schautanz und die Regimentstöchter.

Als Gäste konnte Moderator Frank Selter die Blauen Funken aus Schönau und die  die Prinzengarde der Kolpingfamilie aus Olpe begrüßen. Mit einem großen Finale endete die Herrensitzung am Nachmittag.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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