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Attendorn, 12. Februar 2018

Voll besetzte Stadthalle am Großsonntag

Attendorner Narren feiern große Prunksitzung

Prinz Christian II. Middel durfte bei der Prunksitzung der "Kattfiller" natürlich nicht fehlen.
Prinz Christian II. Middel durfte bei der Prunksitzung der "Kattfiller" natürlich nicht fehlen.
Foto: Ina Hoffmann
Attendorn. Beste Stimmung bei der Prunksitzung in der voll besetzten Stadthalle: Die „Kattfiller“ hatten am Sonntag, 11. Februar, zur Prunksitzung unter dem Motto „Für den Frohsinn brauchen wir nicht viel, Kokolores ist das Ziel“ eingeladen. Die Attendorner Narren feierten ihren Prinzen Christian II. Middel, Kinderprinzen Lennart I. Humberg, die Garden und die Büttenredner.

Pünktlich um 19.11 Uhr startete die Prunksitzung mit dem großen Einmarsch, bei dem alle Attendorner Garden gemeinsam mit ihrem Prinzen Christian II., dem Kindeprinzen Lennart I., dem Elferrat, Präsident Marc Rohrmann und Zeremonienmeister Toni Sangermann einmarschierten. Für Sangermann war es eine der letzten Amtshandlungen. Der 62-Jährige gibt sein Amt nach 26 Jahren auf der Bühne am Aschermittwoch ab.

Bürgermeister Christian Pospischil wagte in seiner Ansprache einen Blick in die Zukunft und wusste gar die ersten Filme zu verraten, die im neu entstehenden Kino laufen werden: „Star Wars – die dunkle Bedrohung. Ein Blick in Stefan Höffers Kellerbar“ und „Denn sie wussten nicht was sie tun – eine Dokumentation über das Attendorner Baustellenmanagement“. Für den Veilchendienstagszug sieht er allerdings schwarz: „Ein gebürtiger Olper als Prinz in Attendorn? Da regnet es beim Zug bestimmt in Strömen“, so Pospischil. Prinz Christian II. bedankte sich in seiner Rede für die schöne Zeit, die er seit der Proklamation erlebt: „Ich wurde nach meinem schönsten Moment bisher gefragt. Darauf kann ich nur sagen: Es ist ein einziger schöner Moment seit Donnerstagabend“. Die Attendorner feierten ihren Prinzen für seine Ansprache mit großem Jubel und spontanen Standing Ovations.

Auch die Jubelprinzen wurden auf der Bühne begrüßt: Friedhelm I. Müller schwang vor 50 Jahren das Narrenzepter über Attendorn und Jürgen I. Gietmann regierte vor 25 Jahren. Gemeinsam mit den Jecken stimmten sie das Lied „Immer lustig und in Form“ an, bei dem es das Publikum beim Schunkeln nicht mehr auf den Stühlen hielt.Attendorner Garden zeigen ihr KönnenAm Großsonntag dürfen natürlich die heimischen Garden nicht fehlen: die Mini Biggesterne zeigten ihr tänzerisches Können beim Showtanz, die Biggesterne präsentierten ihren aktuellen Marschtanz. Die Garde des Kinderprinzen ließ Mariechen Leonie Annen bei ihrem Gardetanz fliegen. Die Roten Funken zeigten einige akrobatische Einlagen rund um das Tanzpaar Mariechen Daniela Poggel und Tanzoffizier André Selter. Die Regimentstöchter begeisterten mit Schautanz und Marschtanz. Für die Prinzengarde war mit dem Tanz bei der Prunksitzung ein schwerer Moment gekommen: Sie mussten Abschied nehmen von Mariechen Elena Rudi und Tanzoffizier Marius Müller, die als Tanzpaar die Prinzengarde bereicherten.Spitze Zungen in der BüttAuch die Büttenreden kommen in Attendorn nicht zu kurz. „En twersen Lümmel“ alias Christian Höffer und „Hettwich vom Himmelsberg“ alias Anja Geueke beleuchteten augenzwinkernd und auch mit erhobenem Zeigefinger das Attendorner Stadtgeschehen.

So erzählte „Hettwich vom Himmelsberg“ von den Müttern, die zur Mittagszeit den Feuerteich-Parkplatz belagern, um ihre Kinder von der Schule abzuholen: „Als Mensch ohne Kind im Auto hat man da am Mittag keine Daseinsberechtigung“. Auch die „Fön-Muttis“ bekamen ihr Fett weg. Diese würden eigens gesucht, um den Kindern nach dem Schwimmunterricht die Haare zu trocknen. Ihnen zu Ehren sang „Hettwich“ gemeinsam mit dem Elferrat „Wir föhnen uns einander an“.

Mit Dave Davis konnten die Kattfiller einen Star am Comedy-Himmel für ihre Sitzung gewinnen. Der Comedypreisträger und Gewinner des „Prix Pantheon“ ist aus dem Fernsehen und von den Kabarettbühnen bekannt. Auch die "Klein Colonias" sorgten erneut für Stimmung. Zu Ehren des 50-jährigen Bestehens der Regimentstöchter führten sie mit den Roten Funken einen Musik-Sketch als Zeitreise durch fünf Jahrzehnte auf. Mit aufwendigen Tanzchoreographien und vielen Kostümen begeisterten sie die Attendorner Narren.

Mit einem großen Finale endete das rund fünfstündige Programm. Die Tanzband des Musikvereins Frenkhausen sorgte auch nach Ende des offiziellen Teils für gute Laune bis in die frühen Morgenstunden.
Ein Artikel von Ina Hoffmann

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