Localino entwickelt Lösungen für Indoor-Lokalisierungen

David Löher und Steffen Heuel (v.l.) nehmen sich den Problemen der Indoor-Lokalisierung an.
David Löher und Steffen Heuel (v.l.) nehmen sich den Problemen der Indoor-Lokalisierung an.
Foto: privat
Altenhundem. Steffen Heuel und David Löher entwickeln in ihrem Unternehmen Localino seit vier Jahren digitale Lösungen für die Optimierung von Arbeitsabläufen und Prozessen in verschiedenen Firmen - genau auf die Kundenanforderungen zugeschnitten und für diese entwickelt.

Der eine ist Profi im Bereich nahtloser und drahtloser Kommunikation, der andere beschäftigt sich seit Jahren mit Prozessoptimierung und Projektmanagement in Industrie und Handel. Wie finden sie zusammen eine gemeinsame Idee und deren Umsetzung? Ganz einfach. Sie kennen sich seit der Kindheit, reden und diskutieren miteinander und suchen nach Lösungen für die Menschen im digitalen Zeitalter und für sich nach einem gemeinsamen Starterkit und Sprung in die berufliche Existenz.

Das ist jetzt fast vier Jahre her. Beide waren damals noch in ihren eigenen Berufen unterwegs. Steffen Heuel als promovierter Ingenieur der Elektrotechnik und David Löher als diplomierter Wirtschaftsingenieur.

Aber der Hintergrund ihrer individuellen Tätigkeitsfelder Digitalisierung und Prozessoptimierung war der entscheidende Nährboden für alle Fragen, die aus den Problemstellungen und deren Diskussionen erwuchsen und drängender wurden. Ein wenig wird man bei dieser Kurzvita von Steffen Heuel und David Löher an die Zeiten erinnert, in denen die Start-ups- egal ob in Europa oder USA auch in Garagen oder ähnlichem begannen. Vor vier Jahren fingen sie auch in einem Garagenanbau an. Heute sitzen die beiden „In den Höfen“ in Altenhundem und erzählen wie es war, heute ist und wie die Zukunft ihres gemeinsamen Unternehmens Localino aussehen soll.

Wer hatte seinerzeit die zündende Idee?

Steffen Heuel (S.H.): „Der Anstoß kam durch ein Kundenproblem. Alles begann Ende 2015 bei einer Weihnachtsfeier. Der Einrichtungshauschef eines international tätigen Möbelkonzerns   kam auf mich zu mit der Fragestellung, wie sich Bewegungen von Kunden möglichst effizient festhalten und analysieren lassen und ob sich daraus besonders interessante Bereiche und tote Winkel ableiten lassen. Daraus reifte die Idee GPS-Funktionen, die man aus dem Auto kennt, in Gebäude zu übertragen, wo GPS nicht funktioniert.“

Wie sind die Aufgaben bei euch verteilt?

David Löher (D.L.): „Wir haben beide unterschiedliche Schwerpunkte. Steffen ist der Elektrotechniker und Entwickler. Er überlegt sich für Fragestellungen eine Lösung und setzt diese in Form von Hardware und Software um. Mein Spielfeld ist das Prozess- und Projektmanagement sowie der Vertrieb. Neben der Organisation der eigenen Entwicklung beraten wir auch andere Unternehmen darin, Projektmanagementstrukturen und Entstehungsprozesse für Produkte aufzubauen und zu gestalten. Wie funktioniert Localino?

S.H.: „Man kann es sich vorstellen wie ein GPS, das man von der Straße kennt. Allerdings funktioniert GPS in Gebäuden nicht. Dort bedarf es einer entsprechenden Infrastruktur. Dafür positionieren wir Satelliten, die sogenannten Anchor, im Raum.  Diese kommunizieren mit einer mobilen Einheit, dem sogenannten Tag, über Funksignale. Dabei kommen Funksignale zum Einsatz, die um ein Vielfaches unter der Leistung von W-LAN liegen. Es besteht also keine Sorge bezüglich möglicher Strahlung.“

Wieso ist Indoor-Lokalisierung gerade heute und in der Zukunft so wichtig?

D.L.: „Mit der Indoor-Lokalisierung ist man in der Lage verschiedene Funktionen und Interaktionen von Menschen und Maschinen zu ermöglichen. Man kann Objekte oder Personen suchen und finden, denen man vorher zu Fuß nachgelaufen ist. Man kann abhängig von Positionen Aktionen auslösen oder Inhalte anzeigen. Auch einen Instandhalter kann man abhängig von seiner Position den nächsten Auftrag schicken oder an Wagen in der Logistik anzeigen, welche Waren aufzuladen sind.“

Welche Module habt ihr bisher in eurem Portfolio?

D.L.: „Wir haben Hardware-Produkte für den industriellen und den öffentlichen Bereich. Als Software können wir unterschiedliche Funktionen und Module anbieten.“

Das System enthält in seinen technischen, digitalen Ansätzen für den Laien einige  Verständnis- und Erklärungsprobleme. Wie vermittelt ihr seine Benutzerfreundlichkeit?

S.H.: „Den Anwender interessiert meist nur das Endergebnis. Er möchte eine Auswertung, eine Anzeige auf einem Display oder ähnliches. Wenn man mit dem Navi im Auto fährt, interessiert uns neben der einfachen Bedienung auch nur eine gute Anzeige der Route, Strecke und Staus. Deshalb entwickeln wir unsere Produkte immer anhand von Kundenforderungen und leiten daraus die Produktmerkmale ab. Es ist ganz wichtig, die Kunden von Anfang an in die Entwicklung einzubeziehen und immer wieder direktes Feedback einzuholen. Diese Feedback-Schleifen sind essentiell für ein gutes Produkt.“

Ihr seid quasi seit vier Jahren „on the road“, um euch einen Kundenstamm aufzubauen. Gab es Anlaufschwierigkeiten bei der Präsentation und Übermittlung?

D.L.: „Die Funktion und den Nutzen zu erklären ist relativ einfach. Es entstehen auch immer sofort gute neue Ideen. Bislang haben wir eigentlich niemanden getroffen, der derartige Funktionen nicht benötigt. Wenn man aber eine neue Technologie hat, die auch noch von einem Start-up kommt, dann braucht es natürlich auf der anderen Seite auch Partner, die sich darauf einlassen, sich die Sache anzusehen. Dass wir keine Anfänger sind und wissen was wir tun, wird dann aber recht schnell klar.“

Eure unternehmerischen Ziele habt ihr sicherlich vom Start weg formuliert und umgesetzt. Was hat euch bewogen jetzt den Standort „Garagenanbau“ zu verlassen und in repräsentative Geschäftsräume umzuziehen?

S.H.: „Unsere Produkte und Systeme werden natürlich komplexer. Das bedarf einer guten Organisation. Zudem soll ein wachsender Kundenstamm eine gute Anlaufstelle für alle seine Fragen haben. Manchmal sind Fragestellungen auch sehr individuell. Wir haben deshalb auch am neuen Standort die Möglichkeit mit Kunden Workshops durchzuführen, um zunächst mal die Kernanforderungen herauszuarbeiten. Dann kann man Systeme auch in Form von Schnittstellen, Designs und vielem mehr maßschneidern.“

Habt ihr euch auch personell verstärkt?

D.L.: „Wir haben im letzten Jahr begonnen das Team zu vergrößern. Mittlerweile beschäftigen wir acht Mitarbeiter.“

Ihr habt jetzt eure beruflichen Wege zusammengeführt und seid Geschäftsführer der Heuel & Löher GmbH & Co KG. Das ist ja eine gesellschaftsrechtliche Basis, deren unternehmerischen Ziele und Businesspläne sich nicht nur auf unsere sauerländische Heimatregion beschränken sollen und können. Wie sieht die Kommunikation und Vertriebsphilosophie für die größeren Marktplätze Südwestfalen, NRW und darüber hinaus aus?

D.L.: „Wir bauen gerade Vertriebsstrukturen auf. Natürlich werden wir die Präsenz in den neue Medien verstärken. Aber vor allem suchen wir Vertriebspartner und werden auch auf Messen und bei potentiellen Kunden vor Ort mit Demonstrationen und Workshops vertreten sein.“

Wo seht ihr euch und Localino in fünf Jahren?

S.H.: „Wir haben es dann hoffentlich durch ein nachhaltiges Unternehmenswachstum geschafft noch mehr Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten. Dazu sollten sich natürlich Kundenstamm, Produktpalette und einiges mehr vergrößert haben. Wir werden auch nicht nachlassen, innovative Produkte zu entwickeln. Wir haben noch viele spannende und zum Teil komplett neuartige Ideen und Kombinationen, die umgesetzt werden wollen. Dafür wollen wir Zeit, Raum und Ressourcen sowie das Partnernetzwerk vergrößern.“

D.L.: „Neben innovativen Produkten möchten wir unser Beratungsangebot vollständig ausgebaut haben. Wir unterstützen heute schon Unternehmen mit Methoden und Werkzeugen im Innovationsmanagement, bei der Entwicklung von Produkten und in ihrem Projektmanagement. Dabei entwickeln und setzen wir nicht nur digitale Produkte um, sondern auch Services und Dienstleistungen. In diesem Bereich wollen wir weiter mit pragmatischen und unbürokratischen Ansätzen Kunden methodisch beraten und schnell zu Erfolgen verhelfen. Digitale Produkte alleine reichen nicht, um gute oder gar exzellente Prozesse zu implementieren. Dazu bedarf es fundiertem methodischen Know-how.“

Herzlichen Dank, David und Steffen, für das spannende Interview und viel Erfolg in den kommenden Jahren beim erfolgreichen Aufbau eures Unternehmens Localino.
Kontakt
Managing Partner
Localino Indoorlokalisierung
Localino Projects
Heuel & Löher GmbH & Co KG

In den Höfen 9
57368 Lennestadt
Telefon: 0 27 23/4 00 91 27

Mobil: 0176/32 19 03 72
E-Mail:david@localino.net
 

Ein Artikel von Wolfgang Klein

Ausbildung im Kreis Olpe


Carolin Bille - Personalreferentin
Carolin Bille
Personalreferentin
Die #aquathermAzubis unterstützen die Attendorner Tafel

In Deutschland werden täglich etliche Tonnen Lebensmittel vernichtet, obwohl sie noch verzehrfähig sind. Gleichzeitig herrscht bei vielen Menschen Mangel. Die gemeinnützigen Tafeln, zum Beispiel in Attendorn und Radeberg, schaffen eine...

#weiterlesen
Valentina Muja
Auszubildende zur Industriekauffrau
Bye bye Portsmouth!

Hallo zusammen,

nun ist unser vierwöchiges Auslandspraktikum zuende und wir machen uns auf den Weg nach Deutschland. 
In den vier Wochen haben wir eine Menge erlebt und konnten vieles mitnehmen. Wir haben viele ne...

#weiterlesen
Sascha Burghaus - Geschäftsführer
Sascha Burghaus
Geschäftsführer
WIR SIND AUCH AM START!

Wir von HAMBL freuen uns darauf, ab sofort auch persönlich auf hashtag-ausbildung.de vertreten zu sein 😍

Viele spannende Beiträge konnten wir schon über unser beliebtes G.E.D.A.N.K.E® Training oder auch den...

#weiterlesen

Bildergalerie: Localino entwickelt Lösungen für Indoor-Lokalisierungen