Agentur für Kommunikation & Marketing

Correlio-Geschäftsführer Jörg Grote im Interview

Correlio-Geschäftsführer Jörg Grote (links) und sein Auszubildender Jan Luca Gloerfeld.
Correlio-Geschäftsführer Jörg Grote (links) und sein Auszubildender Jan Luca Gloerfeld.
Foto: correlio
Finnentrop. Heute sind wir zu Gast bei correlio. Einer Agentur für Kommunikation & Marketing in Finnentrop. Hier gaben Geschäftsführer Jörg Grote und sein Auszubildender Jan Luca Gloerfeld ein Interview für „Geschichten aus der Region“.

Herr Grote, Sie sind der Geschäftsführer von correlio. Was macht Ihr Unternehmen auf dem Dienstleistungsmarktplatz bei uns im Sauerland?

Als B2B-Agentur bieten wir unseren Kunden eine umfassende Betreuung von Konzeption über Design bis hin zur Web- und Softwareentwicklung. Unser Fokus liegt dabei stark auf digitaler Kommunikation. In Design und Entwicklung sind wir vor allem in den Bereichen eCommerce, Web & App aktiv.

Des Weiteren beraten wir Unternehmen und Agenturen in ganz Deutschland im Bereich Digitalisierung und technischem Projektmanagement.

Wie unterscheiden Sie sich vom Wettbewerb bzw. gibt es ihn wirklich hier in dieser Region?

Natürlich gibt es in unserer Region Wettbewerb, und zwar sehr guten. Das macht Südwestfalen aus meiner Sicht so besonders. Wir haben hier einige sehr gute Agenturen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Wir unterschieden uns vor allem durch unsere Lösungskompetenz, die in unserem Team und der unglaublichen Erfahrung der einzelnen Kollegen begründet liegt.

Wer und was sind Ihre Kunden?

Viele unserer Kunden kommen aus der mittelständischen Industrie, was für die Region nicht untypisch ist. Vor allem produzierende Unternehmen und Industrie-Dienstleister profitieren dabei von unserer Branchenerfahrung. Ein Teil unserer Mitarbeiter kommt ursprünglich aus der metallverarbeitenden Industrie, was das Verstehen von Prozessen und die Kommunikation mit dem Kunden stark vereinfacht. Gespräche mit dem Kunden finden auf Augenhöhe statt.

Mit unseren Beratungstätigkeiten sind wir vor allem im Konzern- und Agenturumfeld in Südwestfalen, Ruhrgebiet und Berlin unterwegs.

Wie wichtig ist die Mediengestaltung als Dienstleistung für Ihr Unternehmen?

Mediengestaltung ist sehr weit gefasst. Selbstverständlich haben wir immer noch die klassischen Themen wie Grafik- und Print-Design. In der Gestaltung nehmen mittlerweile allerdings UX- und UI-Design den Großteil unserer Zeit ein.

Das Thema „Mediengestaltung“ ist in den letzten Jahren viel komplexer geworden, so dass man sich ab einem gewissen Punkt spezialisieren muss. Generalisten kommen je nach Komplexitätsgrad schneller an ihre Grenzen.

Wie viele Bewerber/innen für den Ausbildungsberuf „Mediengestalter“ hatten Sie in diesem Jahr? 

Es waren etwa 20 Bewerber. Man merkt sehr deutlich, dass der Beruf für viele junge Menschen reizvoll ist. Talent und Hingabe sind in unserer Branche unabdingbar, was für viele Bewerber nicht immer ganz nachvollziehbar ist.

Wie viele Auszubildende haben Sie aktuell?

Wir bilden derzeit unseren ersten Auszubildenden aus. Unser Unternehmen ist noch jung (gegr. 2013). Wir wollten zunächst gefestigt sein, bevor wir die Verantwortung annehmen.

Bilden Sie regelmäßig aus?

Das planen wir, ja. Durch den Fachkräftemangel ist es für uns überlebenswichtig, unsere zukünftigen Profis selber auszubilden.

Welche drei wichtigen Voraussetzungen sollte der/die Kandidat/in mitbringen?

Ein gewisses Talent und eine gute Auffassungsgabe sind wichtig. Der entscheidende Faktor ist allerdings der Spaß. Optimal sind Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen. Das merkt man sehr früh. Nahezu alle anderen wichtigen Fähigkeiten kann man dann erlernen.

Wie finden Sie die/den Richtige/n?

Aus meiner Erfahrung heraus sind vor allem regelmäßige Praktikumsangebote an Schüler, Studenten und Quereinsteiger ein sehr guter Weg um Ausbildungsstellen zu besetzen. Wir können uns dann intensiver mit den Personen beschäftigen. Das kostet natürlich Zeit, lohnt sich oftmals aber auch.

Setzen Sie ein Praktikum voraus?

Absolut. Sowohl für uns als auch für den Auszubildenden ist es meiner Meinung nach wichtig zu wissen, worauf man sich „einlässt“. Oft lässt sich hier schon festmachen welche Sparte dem künftigen Bewerber liegt und wie ausgeprägt ein vorhandenes Talent ist.

Gibt es eine Übernahmegarantie für Ihre Auszubildenden?

Generell bilden wir nur dann aus, wenn wir auch übernehmen können. Wenn das Miteinander über die Zeit der Ausbildung funktioniert und die geforderte Leistung stimmt, steht einer Übernahme nichts im Wege.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten halten Sie vor?

Wir alle bilden uns regelmäßig weiter. Die Themen sind dabei ganz unterschiedlich und individuell. Fachliteratur und eLearning spielen sicher eine große Rolle. Aber auch Angebote branchenüblicher Institutionen werden genutzt. Entscheidend ist aber nicht die Form der Weiterbildung, sondern der Nutzen für den Mitarbeiter, und das nicht nur beruflich, sondern auch durchaus persönlich.

Sie haben seit einiger Zeit einen Auszubildenden, Jan Luca Gloerfeld?

Exakt, aber sprechen Sie doch persönlich mit ihm.
Außenaufnahme der Correlio-Räumlichkeiten.
Hallo Jan Luca. Wie bist du auf die Mediengestaltung gekommen?

Ich habe schon in der Mittelstufe gewusst, in welche Richtung ungefähr ich mich ausbilden lassen wollte. Nur hatte ich zu der Zeit noch keine Ahnung von den speziellen Berufszweigen. Daraufhin habe ich durch Praktika und Besuchstagen die einzelnen Berufe kennengelernt und mich zuletzt für einen entschieden.

Hast du vorher ein Praktikum oder mehrere gemacht?

Ich habe vor meiner Ausbildung zwei Praktika gemacht: Das erste in einem Architekturbüro und das zweite hier bei correlio.

Gab es während deiner Schulzeit irgendwelche Infoveranstaltungen?

Die damalige Schulleitung hat für die Schüler der Oberstufe an einem Nachmittag eine Veranstaltung organisiert und Fachleute aus verschiedenen Berufen zu einer Vorstellung ihrer Berufe in die Schule eingeladen. Man konnte sich für die Vorträge eintragen, an denen man interessiert war. Jedoch war die Auswahl an Berufen sehr begrenzt.

Haben deine Eltern dir Tipps gegeben?

Meine Eltern haben mir bezüglich der Berufswahl keine Tipps gegeben, aber als es darum ging, einen Praktikumsplatz zu finden.

Und wie bist auf correlio gekommen?

Da ich vorher schon ungefähr wusste, in welchem Bereich ich ein Praktikum machen wollte, haben wir (meine Eltern und ich) uns nach Werbeagenturen und Druckereien in der Nähe umgeschaut und uns bei Verwandten/Bekannten umgehört. Da bin ich das erste Mal auf correlio gestoßen.

Hast du hier zuerst ein Praktikum gemacht?

Ja, das erste Praktikum bei correlio habe ich im März 2016 in den Osterferien absolviert und war vor der Ausbildung im Mai 2017 noch einmal für zwei Wochen zum praktischen Arbeiten in der Agentur.

Du hättest auch ein Studium beginnen können, warum sofort in die Praxis?

Nach 12 Jahren Schule konnte ich mich viel mehr dafür begeistern, schon einmal im Zuge einer dreijährigen Ausbildung Erfahrung zu sammeln.

Du bist jetzt fast 1,5 Jahre im Arbeitsalltag, welche drei Dinge/Eindrücke (Tätigkeiten, Besonderheiten, Erfahrungen) sind für dich sehr wichtig?

Ich bin gerade im zweiten Ausbildungsjahr, also mehr als 400 Tage bei correlio.

Gerade im Beruf des Mediengestalters hat man auch die Möglichkeit, zuhause an eigenen Projekten zu arbeiten, wenn man die notwendigen Programme besitzt. Für mich als Azubi also schwer umsetzbar. Correlio hat mir für die Zeit der Ausbildung daher einen Laptop zur Verfügung gestellt, was das Arbeiten zuhause dann doch möglich macht.

Was gefällt dir bei der Ausbildung zum Mediengestalter am besten?

Das eigenständige Arbeiten an und die Abwechslung in eigenen Projekten.

Wie und warum würdest du den Beruf weiterempfehlen?

Das freie Arbeiten und die abwechslungsreichen Projekte machen die Arbeit sehr angenehm. Fast jedes Projekt widmet sich einem anderen Thema. Man lernt dadurch viele unterschiedlich Branchen kennen. Außerdem gibt es nach der Ausbildung sehr viele Möglichkeiten in der man sich spezialisieren kann. (z.b. als Entwickler, in der Fotografie, Grafik und Illustration oder auch im Bereich Film und Video).

Hast du dir schon Gedanken für die Zeit nach deiner Ausbildung gemacht?

Ja, aber zu einem Entschluss gekommen bin ich noch nicht.
Ein Artikel von Wolfgang Klein

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