Nachrichten Corona
Kreis Olpe, 23.11.2021

Nicht genug Personal für zwei Impfstellen

Hiobsbotschaft im Kreisausschuss: Impfmobil wird ab sofort eingestellt

Das Impfmobil rollt ab sofort nicht mehr über die Dörfer: Es wird ab sofort eingestellt.
Das Impfmobil rollt ab sofort nicht mehr über die Dörfer: Es wird ab sofort eingestellt.
Christine Schmidt
Kreis Olpe. Das Impfmobil des Kreises Olpe wird ab sofort eingestellt. Das hat Landrat Theo Melcher am Ende des Kreisausschusses am Montag, 22. November, angekündigt. „Eine Hiobsbotschaft“, kommentierten Fred Josef Hansen (Grüne) und Michael Hecken (CDU) diese Nachricht.

Doch Landrat Melcher sieht keine andere Möglichkeit: Es mangelt an Personal. Und da die Impfstelle in Attendorn wieder öffnet und den Großteil der Impfwilligen empfangen wird, bleibe keine andere Möglichkeit, als das Impfmobil einzustellen. Außerdem, so erklärt der Leiter der Koordinierenden COVID-Impfeinheit (KoCI) des Kreises, Andreas Sprenger, könne die Impfstelle ein weit höheres Impftempo leisten, als dies in der mobilen Impfstation der Fall sei.

Gas geben, bevor die vierte Welle ankommt

Dabei ist das Ziel aller Fraktionen und des Landrates eindeutig: So viele Menschen wie möglich zu impfen, bevor die vierte Welle auch den Kreis Olpe erreicht. Fred Josef Hansen appellierte sogar: „Sollte man das Impfzentrum nicht jeden Tag öffnen, um bei den momentan niedrigen Fallzahlen im Kreis vor diese Welle zu kommen?“

Ein Vorschlag, dem der Landrat ohne Wenn und Aber zustimmen würde – wäre da nicht das Personalproblem. „Uns eint die Sorge, dass wir am Beginn einer vierten Welle stehen und dass wir auch Zahlen wie in der Nachbarschaft bekommen. Wir sind uns einig, dass wir alles daran setzen müssen, um mehr zu impfen als bisher. Aber es muss machbar sein.“

Entspannte Situation - mal noch

Bisher, so führte Melcher aus, sei die Situation im Kreis trotz hoher Inzidenz noch relativ entspannt: Zehn Corona-Patienten würden aktuell (Stand Montag) stationär behandelt, einer davon intensivmedizinisch. Klar sei, dass es einen Zusammenhang zwischen Impfquote und medizinischer Belastung gebe.

Der Appell aus dem Kreisausschuss ist klar: Lasst euch impfen!

Limitierender Faktor sei aber das Personal. Beim Probebetrieb der Impfstelle in Attendorn am Sonntag, 21. November, seien innerhalb von vier Stunden rund 498 Personen geimpft worden. 248 Personen erhielten dabei überwiegend Auffrischungsimpfung, 250 Personen waren für ihre Erstimpfung gekommen. Ein positives Signal, wie Melcher wertete: „Die Impfbereitschaft scheint gestiegen zu sein, viele haben sich auch zum ersten oder zweiten Mal impfen lassen.“

Es fehlt an ausgebildeten Fachkräften

Der Landrat hofft, dass „wir irgendwann die Kapazitäten haben, die Öffnungszeiten zu verlängern.“ Zusätzlich zum Freitagnachmittag und zum Wochenende soll voraussichtlich ab nächster Woche auch am Mittwochnachmittag geimpft werden. Aber, so betonte Melcher: „Ausgebildete Fachkräfte als Personal sind nicht einfach zu bekommen. Ich gebe heute aber die klare Botschaft, dass wir das Impfzentrum weiter öffnen und aufstocken, sobald das möglich ist – es ist nur abhängig vom Personal.“


Und an diese Mitarbeiter der Impfstelle richtete Melcher seinen besonderen Dank für ihre Arbeit: „Viele von ihnen sind am Limit, die Ärzteschaft und die Mitarbeiter tun, was sie können.“ Die Impfstelle solle an so vielen Tagen wie möglich öffnen, aber, so betonte der Landrat: „An Weihnachten wird sie zu sein. Die Menschen, die dort arbeiten, brauchen auch mal Ruhe und Erholung.“

Ratlosigkeit: Was jetzt?

Eine Ankündigung, die bei den Grünen für Entsetzen sorgte. „Welche Strukturen sollen wir den Impfwilligen dann bieten?“, fragte Fred Josef Hansen. Und weiter: „Sollen Eltern mit ihren Kindern dann demnächst alle nach Attendorn fahren? Oder sollen die Ärzte in die Schulen kommen?“

Auch Michael Hecken (CDU) plädierte dafür, alles daran zu setzen, Impfstelle und -mobil anzubieten: „Wir sollten das eine zwar tun, aber das andere nicht lassen.“

Keine Notwendigkeit für Maskenpflicht

Auch auf anderer Ebene beschäftigte das Thema Corona den Kreisausschuss: So hatte Christin-Marie Stamm (SPD) beantragt, die Maskenpflicht in den Schulen auf den Prüfstand zu stellen. Für eine generelle Maskenpflicht - die er selbst gar nicht anordnen dürfe - sehe er momentan anhand der Zahlen keine Notwendigkeit, erklärte Melcher: In den vergangenen sieben Tagen hätten sich 33 Schüler infiziert – von insgesamt rund 15.000 Schülern im Kreis Olpe. In den Schulen sei bislang kein Ausbruchsgeschehen zu beobachten, die Ansteckungen seien eher aus den Familien hereingetragen worden.

Informationen der Kreisverwaltung

Auffrischungsimpfungen in der Impfstelle des Kreises in Attendorn sind aufgrund der deutlich höheren Nachfrage ausschließlich mit Termin möglich. Erst- und Zweitimpfungen sind ohne Termin möglich; Impfwillige können aber ebenfalls online (siehe Link) einen Termin vereinbaren, um lange Wartezeiten zu vermeiden.


Zwischen Zweit- und Auffrischungsimpfung muss ein zeitlicher Abstand bestehen. Dieser sollte sechs Monate betragen. Im Einvernehmen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen kann eine Auffrischungsimpfung auch schon nach 5,5 Monaten erfolgen. Dies wird vom Kreis Olpe ab sofort so umgesetzt.

Ein Artikel von Kerstin Sauer

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