Nachrichten Corona
Kreis Olpe, 02.03.2021

SPD-MdB Nezahat Baradari zur Corona-Lage

„Es wird noch dauern, bis eine Rückkehr zur alten Normalität möglich ist“

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari
Nils Dinkel
Kreis Olpe. Die Menschen im Kreis Olpe haben die Corona-Einschränkungen bisher in großer Mehrheit mitgetragen und akzeptiert. Inzwischen ist eine gewisse Lockdown-Müdigkeit spürbar und die Menschen erhoffen sich von der Politik Perspektiven und Öffnungsschritte. Dazu hat LokalPlus vor der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch, 3. März, die heimischen Abgeordneten befragt – hier Nezahat Baradari, Bundestagsabgeordnete der SPD.

Besonders Gastronomie, Einzelhandel und Kulturbranche ächzen unter dem langen Lockdown. Welche Öffnungsperspektiven sehen Sie für diese Branchen?
Grundsätzlich ist mir auch aus medizinischer Sicht sehr wichtig, dass eventuelle Öffnungen nur mit entsprechenden und kontrollierbaren Hygienekonzepten erfolgen. Diese müssen zwangsläufig entsprechende Testungen beinhalten. Es liegt an Gesundheitsminister Spahn, die dafür notwendigen Voraussetzungen endlich zu schaffen.
Kommunalpolitiker, Werbegemeinschaften und Verbände warnen vor dem Sterben der Innenstädte durch den Lockdown. Für wie begründet halten Sie diese Sorge?
Selbstverständlich waren die vergangenen Monate eine harte Zeit für den Einzelhandel. Da gibt es nichts zu beschönigen. Ich hoffe, dass durch die umfangreichen Finanzhilfen, die der Bund zur Verfügung gestellt hat, die größten Auswirkungen aufgefangen werden konnten. Für deren Auszahlungen ist unter anderem das Bundeswirtschaftsministerium zuständig, dessen Arbeit ich im Sinne aller Gewerbetreibenden auch in den kommenden Monaten intensiv kontrollieren werde.
Die Akzeptanz für die Corona-Einschränkungen schwindet langsam. Die Menschen wünschen sich einen Weg zurück zu mehr Normalität. Können Sie das nachvollziehen?
Ich kann den Wunsch nach dem Ende der Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen sehr gut verstehen. Auch ich wünsche mir, dass wir zeitnah unser normales Leben wieder leben können. Jedoch ist es leider keine politische Entscheidung, wann die Pandemie beendet ist. Die Infektionszahlen sind weiterhin hoch, verschiedene Virusmutationen breiten sich überall aus und die Kontaktnachverfolgung ist vielerorts weiterhin nicht möglich. Es wird noch einige Zeit dauern, bis genug Menschen geimpft sind und eine Rückkehr in die alte Normalität möglich ist.
Dr. Martin Junker (Kassenärztliche Vereinigung) und Nezahat Baradari trafen sich kürzlich vor dem Impfzentrum in Attendorn.
Befürworten Sie Lockerungen ab März oder April? Falls ja, in welcher Reihenfolge?
Lockerungen müssen immer mit Blick auf die Infektionszahlen und Kapazitäten der Intensivplätze einhergehen. Einfach pauschal zu sagen, ab wann dies möglich ist, halte ich für Augenwischerei und es weckt im Endeffekt nur Erwartungen, die dann eventuell nicht erfüllt werden können. Klar ist das, was wir immer gesagt haben: Kinder und Bildung müssen bei möglichen Lockerungen Vorrang haben.
Besonders Familien sind durch lange Kita-Schließungen und Homeschooling extrem belastet; Kinder vereinsamen zunehmend. Was ist zu tun?
Durch die Änderungen der Impfverordnung erhalten nun auch Lehrer und Erzieher die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Dies ist ein ganz wichtiger Schritt, um die Einrichtungen der Kinderbetreuung und die Schulen wieder zu öffnen. Daneben brauchen wir auch hier ein schlüssiges Testkonzept. Ebenso ist die Landesregierung in der Pflicht, den Schulbetrieb mit klaren und eindeutigen Hygienekonzepten Schritt für Schritt wieder zu ermöglichen. Das planlose Hin und Her der vergangenen Monate hat viel Vertrauen zerstört und darf sich so nicht wiederholen. Ohne dass die Digitalisierung entschieden vorangebracht wird, haben wir insbesondere im ländlichen Raum ganz schlechte Karten.
Im vergangenen Jahr hatten Vereine und Festveranstalter schnell Klarheit, weil Großveranstaltungen frühzeitig verboten wurden. Diese Planungssicherheit gibt es derzeit nicht, was für viele Organisatoren problematisch ist. Warum gibt es hier keine langfristige Linie?
Gerade Großveranstaltungen, die vielfach ein überregionales Publikum ansprechen, können besonders schnell zu sogenannten Superspreader-Events werden. Daher muss bei deren Genehmigung noch viel intensiver die allgemeine Infektionslage in den Blick genommen werden. Bei Ansteckungszahlen wie sie aktuell vorliegen, kann ich mir kaum vorstellen, dass Großveranstaltungen genehmigt werden.
Ein Artikel von Wolfgang Schneider

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