Nachrichten Blaulicht
Lennestadt, 09. Oktober 2017

Polizei und Staatsanwaltschaft untersuchen den Fall

Unfall im „Fort Fun": Junge aus Lennestadt schwer verletzt

Unfall im Fort Fun: Junge aus Lennestadt schwer verletzt
Symbolfoto: Nils Dinkel
Lennestadt/Bestwig. Ein grausamer Unfall hat sich am Samstag, 7. Oktober, im Freizeitpark „Fort Fun“ in Bestwig ereignet: Bei der Fahrt mit der Sommer-Rodelbahn „Trapper Slider“ geriet aus bisher unbekannter Ursache der Fuß eines Zwölfjährigen zwischen Schlitten und Schienen. Dabei wurde sein rechter Unterschenkel abgetrennt. Der Junge spielt Fußball beim FC Lennestadt.
Schnell waren die Sanitäter des Parks vor Ort, transportieren den Jungen von der Unfallstelle zur Talstation der Bahn. Mit dem Rettungshubschrauber wurde der Zwölfjährige in eine Klinik nach Gelsenkirchen geflogen.

Der Junge war gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen der D-Jugend vom FC Lennestadt im „Fort Fun“. Trainer Matthias Eykeln war nach dem Unfall sofort bei dem Verletzten und leistete Erste Hilfe. Längste Rodelbahn Laut Angaben des Freizeitparks ist die Sommer-Rodelbahn mit knapp 1,3 Kilometern Länge Europas längste Rodelbahn in einem Freizeitpark, die „steil bergab mit Kreiseln, Jumps und jeder Menge Kurven“ fährt. Einen technischen Mangel schließt der Betreiber des Parks auf Nachfrage aus. Polizei und Staatsanwaltschaft untersuchen nun die Unfallstelle, um die Ursache für das Unglück zu finden.

Freunde, Mannschaftskollegen und die Verantwortlichen des FC Lennestadt sind geschockt (siehe Stellungnahme). Gemeinsam hat man sich – nach zahlreichen Presseanfragen aus ganz Deutschland in den vergangenen Tagen – dazu entschieden, erstmal keine weiteren Meldungen an die Öffentlichkeit zu geben. Bei einem Treffen des Vereinsvorstandes am Montagabend, 9. Oktober, werde das Thema intern nochmal erörtert, so Geschäftsführer Torben Jäkel auf Anfrage von LokalPlus. Offizielle Reaktionen
Stellungnahme des FC Lennestadt
Am Samstag fuhr eine unserer Jugendmannschaften auf Mannschaftsausflug in den Freizeitpark Fort Fun. Dort ereignete sich am Nachmittag ein schwerer Unfall, bei dem einer unserer Spieler schwer verletzt wurde. Nach erster Hilfeleistung wurde der Junge mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.

Bitte habt dafür Verständnis, dass wir keine Angaben zum Unfallhergang machen können und  auf das laufende Ermittlungsverfahren verweisen. 

Alle Spieler, Eltern und Verantwortliche des Vereins sind zutiefst betroffen. Unsere Gedanken sind bei dem Jungen und seiner Familie, wir schicken ihnen unsere Gebete.
Stellungnahme des Fort Fun Abenteuerlandes
Am heutigen 7. Oktober 2017 um ca. 14.30 Uhr ereignete sich auf unserer Sommerrodelbahn Trapper SLIDER ein tragischer Unfall. Aus bislang noch ungeklärten Gründen geriet der Fuß eines 12-jährigen Jungens während der Fahrt zwischen den Schlitten und die Schienen der Rodelbahn. Dies hatte zur Folge, dass das Bein in der Mitte des Unterschenkels abgetrennt wurde.

Die für die Attraktion verantwortlichen Mitarbeiter waren umgehend vor Ort und verständigten sofort das im Park tätige DRK-Team sowie den Notarzt, sodass innerhalb von kürzester Zeit Hilfeleistungen erfolgten. Die Rodelbahn wurde außer Betrieb genommen. Das Kind wurde anschließend per Hubschrauber in eine Klinik nach Gelsenkirchen geflogen. Es besteht keine Lebensgefahr. Über den aktuellen Zustand haben wir momentan leider noch keine weiteren Informationen.

Der Unfallhergang wird von Polizei und Staatsanwaltschaft zurzeit noch überprüft. Die Staatsanwaltschaft hat den Trapper SLIDER für den Betrieb aber freigegeben. Das Team des Freizeitparks FORT FUN Abenteuerland ist sehr betroffen. Wie all unsere Fahrgeschäfte unterliegt die Rodelbahn Trapper SLIDER strengen Sicherheitsauflagen und wird durch den TÜV regelmäßig kontrolliert. Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gäste stehen bei uns immer an erster Stelle. In Gedanken sind wir bei dem Kind und seinen Eltern.
Ein Artikel von Kerstin Sauer

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