Nach schockierendem Einsatz in Grevenbrück: Haftbefehl gegen Vater erlassen

Hintergründe weiterhin unklar


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Der tatverdächtige Mann war in eine Klinik geflogen worden. von Nils Dinkel
Der tatverdächtige Mann war in eine Klinik geflogen worden. © Nils Dinkel

Grevenbrück. Ein dreijähriger Junge ist nach einem Brand am Sonntag, 4. Mai, tot in einem Einfamilienhaus in Grevenbrück aufgefunden worden (LokalPlus berichtete). Gegen den Vater des Kindes, der seitens der Feuerwehr bewusstlos vor dem Haus aufgefunden worden war, ist Haftbefehl erlassen worden.


Rainer Hoppmann von der Staatsanwaltschaft Siegen erklärte auf LokalPlus-Nachfrage, dass der 33 Jahre alte Marokkaner, der am Tag des Geschehens offenbar aus dem Fenster gesprungen war, am Samstag, 9. Mai, aus dem künstlichen Koma aufgewacht sei. Am darauffolgenden Sonntag habe man dem Mann verkündet, dass gegen ihn Haftbefehl erlassen werde. Er soll in Kürze ins Justizvollzugskrankenhaus nach Fröndenberg verlegt werden.

Die endgültige Todesursache des dreijährigen Jungen ist noch nicht abschließend geklärt. Am Dienstag, 5. Mai, hatten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Medieninformation erklärt, dass das Kleinkind an den Folgen von Gewalteinwirkung gestorben sei. Die Untersuchungen dauern laut Staatsanwaltschaft an. Die weiteren Hintergründe seien derzeit weiterhin unklar.
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