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Kreis Olpe, 13. März 2018

Razzia in NRW, Hessen und Baden-Württemberg bei „Osmanen Germania BC“

Polizei durchsucht Wohnungen in Wenden und Siegen

Razzia: Polizei durchsucht Wohnungen in Wenden und Siegen
Symbolfoto: Nils Dinkel
Wenden/Siegen. Seit den frühen Morgenstunden am Dienstag, 13. März, durchsuchen rund 800 Beamte der nordrhein-westfälischen Polizei mehr als 41 Wohnungen und Geschäftsräume des Vereins „Osmanen Germania BC“ und seiner Mitglieder – unter anderem in Wenden und Siegen. Das gibt das NRW-Innenministerium auf seiner Homepage bekannt.
Die Maßnahmen dienten dazu, die Vereinsstrukturen und –aktivitäten aufzuklären, heißt es – es handele sich nicht um die Durchsetzung eines Vereinsverbotes. Die Durchsuchungen finden in mehr als 20 NRW-Städten statt und sind Teil von vereinsrechtlichen Ermittlungsmaßnahmen des Bundesinnenministerium (BMI). Teilweise setzt die Polizei Spezialkräfte ein, weil sie die betroffenen Rocker als gefährlich einschätzt.

Auch in Baden-Württemberg und Hessen wurden Wohnungen durchsucht. Grund sei der dringende Verdacht, „dass Zweck und Tätigkeit des Vereins gegen Strafgesetze verstoßen“. Körperverletzungs- und Tötungsdelikte Der Verein „Osmanen Germania BC“ hat in Nordrhein-Westfalen rund 150 Mitglieder und gibt vor, sich als „Boxclub“ vor allem um Jugendliche zu kümmern. Tatsächlich kam es in der Vergangenheit laut Innenministerium wiederholt zu schweren Körperverletzungs- und versuchten Tötungsdelikten bei Auseinandersetzungen mit anderen Rockergruppen.

„Wir beobachten die Szene sehr genau und lassen uns von diesen Organisationen nicht blenden“, machte Innenminister Herbert Reul deutlich. Und weiter: „Ich freue mich, dass der Bundesinnenminister so konsequent gegen kriminelle Rockerbanden vorgeht. Das liegt voll auf unserer nordrhein-westfälischen Null-Toleranz-Linie. Nach meinem ersten Eindruck hat die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern in diesem Fall außerordentlich gut funktioniert.“

„Osmanen Germania BC“ habe aktuell bundesweit rund 300 Mitglieder. Die meisten hätten türkische Wurzeln, heißt es in der Pressemitteilung des Innenministeriums.
(LP)

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