Nachrichten Blaulicht
Finnentrop, 28. Oktober 2016

Löschgruppe Serkenrode: Gelungene Übung zum Jahresabschluss

Trotz Überraschung voll auf der Höhe

Löschgruppe Serkenrode: Gelungene Übung zum Jahresabschluss
Foto: Barbara Sander-Graetz
Serkenrode. Sirenenalarm am Donnerstagabend, 27. Oktober, um 18.08 Uhr in Serkenrode. Löschgruppenführer Uwe Menzebach schaut auf seine Uhr. „Mal sehen, wie schnell die Kameraden hier sind“, sagt er. 18.13 Uhr: Mit Blaulicht biegt das Löschgruppenfahrzeug (LF) 10 in die Hofeinfahrt der Familie Geueke in der Ortsmitte ein. Uwe Menzebach ist zufrieden. Acht Minuten lautet die Vorgabe. Seine Löschgruppe liegt hervorragend in der Zeit – und dabei handelt es sich an diesem Abend „nur“ um eine Übung.

„Die Kameraden wussten zwar, dass noch die Jahresabschlussübung stattfindet, aber weder Ort noch Zeit“, erklärt Uwe Menzebach. Viele hatten mit dem kommenden Samstag gerechnet, der Donnerstag mitten in der Woche sei dagegen schon eher ein ungewöhnlicher Termin. So trifft die Wehr ein und muss sich zunächst eine Übersicht über die Lage verschaffen. Das Szenario der Übung: In der Scheune auf dem Hof Geueke ist ein Lösungsmittel umgefallen und hat eine Verpuffung ausgelöst, die zu einem Brand geführt hat. Vier Personen werden vermisst. Außerdem steht in der Scheune noch ein Bagger, der Öl verliert. Um das ganze realistischer zu gestalten, ist eine Nebelmaschine im Einsatz. In kurzer Zeit ist die Scheune verraucht, man sieht die Hand vor Augen nicht mehr. Trotzdem kann das erste Team, das unter Atemschutz in die Scheune vordringt, schnell zwei Personen retten. Ein Feuerwehrmann wird zu deren Betreuung abstellt – und hat auch bei dem Notfallszenario allerhand zu tun, denn die örtliche Jugendwehr gibt alles und spielt die geschockten Verunfallten sehr überzeugend.

Gleichzeitig wird eine Wasserversorgung zur Brandbekämpfung aufgebaut. Die erfolgt von mehreren Seiten. In der Scheune sucht der nächste Atemschutztrupp nach den Verletzten und findet sie schließlich auch. Hofbesitzer Heinrich Geueke schaut dem ganzen Treiben mit einigen Nachbarn zu. „Wir bauen gerade um und da bot es sich an, die Übung hier zu machen. Möge so ein Einsatz nie Realität werden“, wünscht sich Geueke. Nach der Übung ist zumindest eines gewiss: Auf die Serkenroder Wehr wäre Verlass.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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