Nachrichten Blaulicht
Finnentrop, 16. Oktober 2016

Jahresabschlussübung

Brand bei Eibach

Übung: Brand bei Eibach
Foto: Barbara Sander-Graetz
Heggen. Was ist, wenn es im neuen Industriegebiet Wiethfeld bei der Firma Eibach brennt? Ist die Wasserversorgung gesichert? Wird man sich in der großen Produktions- und Lagerhalle zurecht finden? Wo ist die Brandmeldeanlage und wie genau kommt man in das Gebäude? Fragen, die im Ernstfall wichtige Minuten kosten. Daher hatte der Löschzug I, bestehend aus den Löschgruppen Bamenohl, Finnentrop und Heggen, seine diesjährige Übung genau diesen Fragen gewidmet.

Zugführer Ralf Vollmert und sein Stellvertretender Frank Baltes hatten dazu ein Szenario entwickelt, was alle möglichen Schwierigkeiten beinhaltete. In der Beschichtungsanlage war es demnach zu einer Verpfuffung gekommen. Vier Personen waren im Gebäude und wurden vermisst. Zunächst erfolgte gegen 16 Uhr die Alarmierung des Zuges I. Diese wurde automatisch durch die Brandmeldeanlage ausgelöst. Gleichzeitig öffnete sich das Tor zur Firma. Die ersten Kameraden der Löschgruppe Heggen, die vor Ort eintrafen, mussten nun mit Hilfe von verschiedenen Schlüsseln den Zugang zur Brandmeldeanlage erlangen. Hier konnten sie sehen, wo genau der Alarm ausgelöst wurde und in welchem Teil der Firma ihr Einsatz erforderlich war.   Während die ersten Kameraden mit Atemschutzgeräten in das stark verrauchte Gebäude vordrangen, um die vier vermisste Personen zu retten, galt es gleichzeitig eine Wasserversorgung aufzubauen. Zwei unterirdische Löschwassertanks mit jeweils knapp 200 Kubikmeter Wasser stehen hier für den Erstangriff zur Verfügung. „Damit wären wir zunächst in der Lage, gegen ein Feuer effektiv anzugehen“, erklärt Zugführer Ralf Vollmert. „Sollte das Wasser nicht reichen,  können wir parallel eine weitere Wasserförderung aufzubauen.“

Eigentlich sollte bei der Übung auch Wasser aus beiden Löschtanks zur Brandbekämpfung genutzt werden, doch der Schlauchwagen aus Bamenohl war nicht vor Ort. Dieser Schlauchwagen, der vom Bund im Rahmen des Katastrophenzuges angeschafft wurde und in Bamenohl stationiert ist,  wird hauptsächlich zur Wasserversorgung über lange Wegstrecken eingesetzt. Hierzu werden insgesamt 2000 Meter B-Schlauch mitgeführt.  Doch die Drehleiter aus Bamenohl kam zum Einsatz. Eine Person hatte sich auf dem Dach des Gebäudes in Sicherheit gebracht. Für dessen Rettung wurde nicht nur die Drehleiter, sondern auch die neue Schleifkorbtrage aufgebaut und unterhalb des Drehleiterkorbes befestigt. Eine Puppe wurde so schließlich vom Dach gerettet.

Für vollen Einsatz sorgte dann nochmals die Rettung eines im Gebäude verunglückten Kameraden, der schnellstmöglich ins Freie geschafft werden musste. Auch hier reagierten die Kameraden schnell und sicher.  Insgesamt waren bei der Zugübungmit den Feuerwehren aus  Finnentrop, Bamenohl und Heggen rund 50 Personen und zehn Fahrzeuge im Einsatz.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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