Nachrichten Blaulicht
Drolshagen, 05. Februar 2017

Zahlreiche Ehrungen und Beförderungen

Jahresdienstbesprechung der Drolshagener Feuerwehr: Fahrenkrog fordert neue Konzepte

Peter Lütticke (Mitte) wurde befördert zum Brandoberinspektor), Bernd Koch (2. von rechts) zum Brandinspektor. Armin Fahrenkrog (Leiter der Feuerwehr) und seine Stellvertreter Jens Gipperich und Dirk Nebeling gratulierten.
Peter Lütticke (Mitte) wurde befördert zum Brandoberinspektor), Bernd Koch (2. von rechts) zum Brandinspektor. Armin Fahrenkrog (Leiter der Feuerwehr) und seine Stellvertreter Jens Gipperich und Dirk Nebeling gratulierten.
Foto: Florian Müller / Feuerwehr Drolshagen
Drolshagen. Zur jährlichen Dienstbesprechung haben sich die sich die Feuerwehrleute der Stadt Drolshagen am Samstagabend, 4. Februar, im St.-Clemens Haus getroffen. Das, was die Feuerwehrleute rund um den Leiter Armin Fahrenkrog zu berichten hatten, konnte sich sehen lassen: Zu insgesamt 104 Einsätzen wurden die Löschzüge aus Drolshagen und Iseringhausen im vergangenen Jahr gerufen. Armin Fahrenkrog, Leiter der Feuerwehr, forderte mit Blick auf den zeitlichen Aufwand, den die ehrenamtliche Tätigkeit als Brandbekämpfer mit sich bringt, und Personal neue Konzepte.

Das Spektrum der Aufgaben war auch 2016 bunt gemischt gewesen: Verkehrsunfälle, Brände, technische Hilfeleistungen und Einsätze zur Unterstützung des Rettungsdienstes machten das Gros der Alarmierungen aus. In seinem zweiten Einsatzjahr wurde gerade auch das Drehleiterfahrzeug regelmäßig benötigt. Bei mehreren Einsätzen retteten die Feuerwehrleute Personen aus Gebäuden. Besonders in Erinnerung blieb ein Einsatz in Eichen, wo sich mehrere Menschen auf ein Hausdach gerettet hatten, nachdem das Treppenhaus stark verraucht war. Mit Hilfe der Drehleiter konnten alle Bewohner unverletzt vom Dach gerettet werden.

Die technische, aber auch personelle Einsatzfähigkeit sicherzustellen, steht für die Feuerwehrleute um Armin Fahrenkrog an oberster Stelle. „Obwohl wir die Arbeit in der Feuerwehr nur nebenberuflich im Ehrenamt ausüben, können wir uns trotzdem bei der Qualität der Ausbildung keine Nachlässigkeiten leisten. Genauso wie wir uns selbst aufeinander verlassen können, müssen sich natürlich auch die Drolshagener Bürger auf uns verlassen können.“ Das bedeutet für die Mitglieder, neben den örtlichen Übungsdiensten auch immer wieder zusätzliche Lehrgänge zu besuchen, Mitarbeit im „ABC-Zug Bigge“ (einer interkommunalen Einheit zur Hilfe bei Unfällen mit Gefahrstoffen), Gemeinsame Übungen mit Feuerwehren anderer Gemeinden und vieles mehr. „Hoch motivierte und gut ausgebildete Mannschaft“ Dass dabei die Freizeit der freiwilligen Helfer stark gebeutelt wird, ist leicht nachvollziehbar. Armin Fahrenkrog sieht dies durchaus kritisch: „Man muss schon bereit sein, ehrenamtlich sehr viel Freizeit zu investieren. Das ist nicht immer einfach. Trotzdem machen wir die Arbeit sehr gerne und haben eine hochmotivierte und gut ausgebildete Mannschaft.“
Wurden in die Ehrenabteilung aufgenommen: (von links) Andreas Müller, Johannes Stachelscheid und Gorry Zibirre.
Für die Zukunft glaubt Armin Fahrenkrog daran, dass durch neue Konzepte, wie sie im landesweiten Projekt „FeuerwehrEhrensache“ diskutiert werden, mehr personelle Flexibilität bei der Bewältigung der Aufgabenvielfalt geschaffen werden muss. Die Abschaffung starrer Höchstaltersgrenzen gehöre dazu. Fahrenkrog hält es für wenig sinnvoll, gut ausgebildete Feuerwehrleute um die 60 Jahre mit hoher Erfahrung nicht mehr einsetzen zu dürfen, obwohl diese sich durchaus noch ein weiteres aktives Engagement vorstellen können. Andererseits glaubt er auch, dass es vorteilhaft sein kann, bereits 16-jährige Interessierte in den Übungsdienst der Feuerwehr aufzunehmen oder eine Kinderbetreuung für die Kinder der im Einsatz arbeitenden Mitglieder zu organisieren „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sollten wir die vielen Chancen frühzeitig nutzen“, sagte Fahrenkrog.
Rudolf Reuber (2.von links) wurde für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt. Armin Fahrenkrog (links) sowie Dirk Nebeling (2. von rechts) und Jens Gipperich gratulierten.
Doch es standen nicht nur ernste Themen auf dem Programm der Jahresdienstbesprechung. Der Musikzug der Feuerwehr Iseringhausen sorgte für die musikalische Untermalung des Abends. Die Sprecher der vielen Teileinheiten wie Jugendfeuerwehr, Ehrenabteilung und nicht zuletzt die Musikzüge berichteten über ihre zahlreichen Aktivitäten. Und auch in diesem Jahr konnte sich der Leiter der Feuerwehr wieder über viele Ehrungen und Beförderungen freuen.

Für ihre jeweils 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Bruno Wigger, Gregor Zibirre, Andreas Käseberg, Uwe Nacke, Thomas Remberg und Alexander Schürholz das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Für 35-jährige Mitgliedschaft wurde Martin Käseberg, Christoph Lütticke und Stefan Schürholz das Feuerwehrehrenzeichen in Gold überreicht. Rudolf Reuber aus Iseringhausen wurde zudem für seine insgesamt 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Bürgermeister Ulrich Berghoff und Armin Fahrenkrog mit Gorry Zibirre, Andreas Käseberg, Uwe Nacke und Bruno Wigger, die mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber ausgezeichnet wurden, sowie Jens Gipperich und Dirk Nebeling (von links).
Durch den Volksmusikerbund wurden Tobias Ackerschott, Theresa Engels, Sven Reuber, Isabel Sondermann, Leonie Clemens und Jan Schröter für 10 Jahre Mitgliedschaft geehrt; Dietmar Schneider, Ulrich Frohne und Martin Bender für 40 Jahre Mitgliedschaft. Vier Nachwuchskräfte rücken in die Löschzüge auf Aus der Jugendfeuerwehr wurden Dustin Bienert, Paul Holzschneiders, Leon Jülich und Kevin Müller in die Löschzüge übernommen. Svenja Stahlhacke wechselte vom Löschzug Netphen zu den Drolshagener Feuerwehrleuten. Ebenso neu dazu gestoßen sind Mario Schulte und Marius Drüeke. Johannes Stachelscheid, Gregor Zibirre, Andreas Müller und Paul-Martin Reuber wechselten in die Ehrenabteilung.
Bürgermeister Ulrich Berghoff, Armin Fahrenkrog mit Christoph Lütticke, Stefan Schürholz, Martin Käseberg, die alle mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold geehrt wurden, sowie Josef Niermann (Kreisbrandmeister a.D.), Jens Gipperich und Dirk Nebeling.
Niels David und Sascha Ackerschott wurden zum Oberfeuerwehrmann, Peter Dransfeld, Tobias Schmidt und Kai Suchanek wurden zum Hauptfeuerwehrmann und Mario Lütticke und Lukas Stachelscheid wurden zum Unterbrandmeister befördert. Darüber hinaus wurde Christian Stachelscheid zum Hauptbrandmeister, Bernd Koch zum Brandinspektor und Peter Lütticke zum Brandoberinspektor befördert. Neuer stellvertretender Gruppenführer der Gruppe 2 des Zugs 2 ist Christian Meinerzhagen. Maximilian Stracke ist neuer Jugendfeuerwehrwart.

Bei folgenden Feuerwehrleuten bedankte sich Armin Fahrenkrog für die Teilnahme an Lehrgängen:
William Maiwald, Henning Nebeling, Jan Henrik Rüsche, Melvin Schulte, Leon Stahl, Svenja Stahlhacke (Truppmann Modul 2+3); Mario Lütticke, Lukas Stachelscheid (Truppführerlehrgang), Peter Lütticke (F/B V 1.Teil); Jörg Baranek, Dennis Gräve, Peter Lütticke, Thomas Müller, Michael Schmidt, Christian Stachelscheid, Stefan Willmes (Drehleitermaschinist), Titus Bieker, Thorsten Dickhaus, Simon Lütticke (Absturzsicherung); Rene Bieker, Maximilian Stracke (Maschinistenlehrgang), Sebastian Clemens, Maximilian Fahrenkrog, Michael Hoffmann (Technische Hilfeleistung); Kathrin Hageleit, Christian Engels (Qualifikation PSU Helfer); Michael Stahl (Seminar BHKG); Simon Hoffmann (Seminar S-Plan); Armin Fahrenkrog, Jens Gipperich, Dirk Nebeling (Seminar Disziplinarvorgesetzter FF).

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