Nachrichten Blaulicht
Attendorn, 31. Januar 2017

Stadt Attendorn stellt neues Fahrzeug in Dienst

Wechsellader für den Löschzug Ennest

Die Freude über das neue Fahrzeug für den Löschzug Ennest ist groß.
Die Freude über das neue Fahrzeug für den Löschzug Ennest ist groß.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Ennest. Der Löschzug Ennest hat seinen Fuhrpark erweitert: Am Montagabend, 30. Januar, wurde das mittlerweile vierte Fahrzeug der Brandbekämpfer durch die Hansestadt Attendorn in Dienst gestellt. Der Leiter der Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Georg Schüttler, übergab den Wechsellader an Brandoberinspektor Elmar Stuff und Brandoberinspektor Andre Gründer.

Wechselladerfahrzeuge für die Feuerwehr eignen sich für den Transport von Material im sogenannten zweiten Abmarsch und ersetzen immer öfter Sonderfahrzeuge. Der jeweilige Abrollbehälter kann mit dem hydraulischen Hakenliftsystem innerhalb von wenigen Minuten auf das Fahrzeug gezogen werden.

Das dreiachsige Wechselladerfahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 26 Tonnen wurde von der Firma Ulber Fahrzeugtechnik in Hamm zum Einsatzfahrzeug umgebaut und mit einem Hakenliftsystem des Herstellers HIAB-Multilift ausgerüstet. Als Fahrgestell dient ein gebrauchter Mercedes-Benz Actros, welcher über 320 PS und ein Automatikgetriebe verfügt. Das im Jahre 2008 gebaute Fahrzeug wurde gebraucht erworben und beginnt – nach seiner zivilen Nutzung bei einem Dortmunder Unternehmen – nun sein „zweites Leben“ als Feuerwehrfahrzeug. Dazu wurde der Wechsellader entsprechend lackiert und beschriftet, zudem nahm eine Fachwerkstatt die notwendigen Umbauten vor. Bisher mussten die Ennester Wehrleute zur Bewegung des Abrollbehälters DekonV (Baujahr 2009) für Wartung-, Übungs- und Einsatzzwecke ein Trägerfahrzeug vom Standort Attendorn nutzen. Ein äußerst zeitintensives Unterfangen, das ab sofort entfällt.

Weiterer Vorteile bestehen in der neu geschaffenen Redundanz (Ausfallreserve) und in der Möglichkeit, nun auch zwei Behältersysteme gleichzeitig im Stadtgebiet bewegen zu können. Situationen, in denen durch Einsatzbindung oder Werkstattaufenthalt kein (weiterer) Abrollbehälter bewegt werden kann, gehören der Vergangenheit an, freuen sich die Ennester Feuerwehrleute. Neues Fahrzeug spart Kosten und Zeit Das System ermöglicht Kosteneinsparungen, da nicht mehr für jeden Zweck ein komplettes Fahrzeug mit eigenem Fahrgestellt beschafft werden muss. Aufgrund der Dauer für den Wechsel eines Behälters sind insbesondere Spezialaufbauten oder Nachschubkomponenten für den Aufbau auf einem Abrollbehälter geeignet. Löschfahrzeuge oder Drehleitern lassen sich mit diesem System nicht ersetzen.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um das erste kommunal beschaffte Fahrzeug dieser Art bei einer Feuerwehr im Kreis Olpe. Der Kreis Olpe hatte in der Vergangenheit bereits zwei Wechselladerfahrzeuge beschafft und bei den Feuerwehren in Attendorn und Drolshagen stationiert. Bei der Feuerwehr Olpe steht ein solches Fahrzeug, welches vom Land Nordrhein-Westfalen beschafft wurde. Stadt will Abrollbehälter anschaffen Insgesamt sind im Kreis Olpe nun vier Trägerfahrzeuge und sechs Abrollbehälter für Feuerwehr und Katastrophenschutz stationiert. Weitere Planungen der Stadt Attendorn sehen vor, einen Abrollbehälter mit Pritsche und 14-Tonnen-Kran zu beschaffen.

Die offizielle Fahrzeugeinweihung findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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