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Attendorn, 25. August 2017

Leistungsstarke Pumpe für Extremwetter-Schäden

Provinzial übergibt „Flutbox“ an die Stadt Attendorn

Provinzial-Geschäftsstellenleiter Alexander Siepe (rechts) und Michael Wojciechowski, stellvertretender Leiter der Feuerwehr der Hansestadt Attendorn, erklärten die Funktion der "Flutbox".
Provinzial-Geschäftsstellenleiter Alexander Siepe (rechts) und Michael Wojciechowski, stellvertretender Leiter der Feuerwehr der Hansestadt Attendorn, erklärten die Funktion der "Flutbox".
Foto: privat
Attendorn. Immer öfter leiden Bürger unter den Folgen von extremen Wetterlagen. Die Westfälische Provinzial als größter Gebäudeversicherer in Westfalen unterstützt gemeinsam mit dem Verband der Feuerwehren in NRW die „Elementarschadenkampagne NRW". Das Ziel dahinter: Jede westfälische Kommune erhält mit der „Flutbox" ein Soforthilfe-Set, das vielseitig eingesetzt werden kann. Jetzt erfolgte die Übergabe an die Stad Attendorn.

„Gerade wenn ganze Straßenzüge beispielsweise durch Starkregen unter Wasser stehen, ist schnelles Handeln gefordert. Die Flutbox ist ein Soforthilfe-Set zum Entwässern von Kellern oder Souterrain-Wohnungen", erläuterte Provinzial-Geschäftsstellenleiter Alexander Siepe. Hinter dem Kunstwort „Flutbox" steckt eine leistungsstarke Pumpe, die fest verankert und geschützt vor Verschlammung in einem Tragekorb steht. Versehen mit einem über zwölf Meter langen, flexiblen Feuerwehrschlauch ist sie in der Lage, bis zu 50 Badewannenfüllungen pro Stunde zu befördern.

Die Flutbox hat viele Einsatzmöglichkeiten: als Ergänzung der technischen Ausstattung kommunaler Liegenschaften, für die Aufklärungsarbeit von Feuerwehren zu Elementargefahren und den Möglichkeiten der Eigenvorsorge sowie zum mobilen Einsatz für betroffene Bürger bei Überschwemmung, Rückstau und Starkregen. Das Risiko Extremwetter wird unterschätzt „Die Feuerwehr kann in den meisten Fällen nicht überall sofort zur Stelle sein, um das Wasser abzupumpen und den Schaden zu beseitigen. Die Priorität bei den Einsätzen liegt zuerst bei öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel Schulen oder Archive. Daher freuen wir uns, dass mit der Übergabe der Flutbox der Schutz vor Elementargefahren eine konkrete Unterstützung erfährt", erklärte Michael Wojciechowski, stellvertretender Leiter der Feuerwehr der Hansestadt Attendorn.

Trotz der zunehmenden Gefahr unterschätzen laut einer aktuellen Umfrage die meisten Menschen das Risiko, selbst Opfer von Extremwetter zu werden. Die Folge: Fehlende Eigenvorsorge und Prävention führen dazu, dass viele Bürger weitgehend unvorbereitet von den Auswirkungen extremer Wetterlagen betroffen werden. Das Land Nordrhein-Westfalen hat daher gemeinsam mit der Verbraucherzentrale und der Versicherungswirtschaft im November 2016 die "Elementarschadenkampagne NRW" gestartet. Ziel ist es, über Elementargefahren und Möglichkeiten der Vorsorge aufzuklären.
(LP)

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