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Attendorn, 08. April 2018

11.500 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Jahreshauptversammlung des DRK Attendorn

Vorsitzender Martin Diller (2. v.l.) und Rotkreuzleiter Marco Steinrode (r.) zeichneten treue Mitglieder aus.
Vorsitzender Martin Diller (2. v.l.) und Rotkreuzleiter Marco Steinrode (r.) zeichneten treue Mitglieder aus.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Attendorn. Neuwahlen, noch mehr Arbeit und Ehrungen standen bei der Jahreshauptversammlung des DRK Ortsvereins Attendorn am Freitag, 6. April, auf dem Programm. Der Vorstand, mit Martin Diller als Vorsitzendem an der Spitze, hatte die Mitglieder zum Jahresrückblick und Rechenschaftsbericht des Vorstandes geladen.
Diller eröffnete die Versammlung und stellte den neu eingeführten Newsletter für die 1.067 fördernden Mitglieder vor. Dieser berichtet über die Arbeit des Ortsverbandes. „Außerdem wollen wir so auch neue aktive Mitglieder gewinnen, die sich für Initiativen zur Verfügung stellen, wie die jetzt durchgeführte Osteraktion im Krankenhaus“ (LokalPlus berichtete). Zusätzlich soll ein Tag der offenen Tür angeboten werden. „Mal sehen, ob wir die Resonanz bekommen, die wir uns erhoffen.“ Immer mehr Arbeit Rotkreuzleiter Marco Steinrode  ließ in seinem Rückblick die Aktivitäten aus dem vergangenen Jahr Revue passieren. „Wir denken immer, mehr Arbeit können wir nicht bewältigen. Aber dann legen wir immer noch eine Schippe drauf.“ Das zeigte sich auch in den Zahlen: Insgesamt wurden 11.500 Helferstunden im Sanitätsdienst, bei der Blutspende und in der Ausbildung geleistet. „Das sind umgerechnet sieben Vollzeitstellen, deren Arbeitsumfang wir hier im Ehrenamt leisten“, bilanzierte Steinrode.
Blumen für Kassiererin Gerda Struwe.
Bei den Blutspenden ist mit 1.530 Teilnehmern ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Das sei dem demographischen Wandel geschuldet. So müssten mehr Spender aus Altersgründen aufhören, als junge Spender nachrückten. „Daher planen wir in diesem Jahr das Vereinsblutspenden“, so Marco Steinrode. „Dabei werden ganze Vereine angesprochen. In Windhausen haben wir 2017 damit erste Erfahrungen gesammelt.“

Ein deutliches Wachstum ist hingegen bei der Breitenausbildung und den Sanitätsdiensten zu verzeichnen. Hier wurden 106 Lehrgänge im Bereich Erste Hilfe mit 1.446 Teilnehmern durchgeführt. Bei 85 Sanitätswachdiensten stellte das DRK Attendorn die Erstversorgung von Verletzten sicher. Über 100 Schüler leisten Schulsanitätsdienst und werden vom DRK mittlerweile von einem vierköpfigen Team geschult. Dank an die Rosenberg Stiftung Um in Sachen Fahrzeuge auch zukünftig gut aufgestellt zu sein, wurde im vergangenen Jahr ein neuer Kommandowagen in Dienst gestellt. Diese Anschaffung war möglich aufgrund einer Spende der Rosenberg Stiftung, der alle nochmals ihren Dank aussprachen.
Kim Kurzawa (l.) und Ivonne Hippler
Nachdem Kim Kurzawa die Arbeit des Jugendrotkreuzes (JRK) und den 15 Kindern vorstellte, standen Wahlen auf dem Programm. So gab Vanessa Maßing die Leitung des JRK an Kim Kurzawa weiter und wurde mit Blumen verabschiedet. Ivonne Hippler wurde im Amt als Rotkreuzleiterin einstimmig bestätigt.

Bei den Ehrungen konnte Martin Diller Marc Schmidt, Petra Kugelmeier und Kevin Risch für 5 Jahre Mitgliedschaft, Ilse Ginau für 10 Jahre, Manfred Kozik für 25 Jahre, Uwe Stracke für 35 Jahre und Elke Keseberg für 45 Jahre Mitgliedschaft auszeichnen.
Marco Steinrode dankte Vanessa Maßing für ihre Arbeit als Jugendrotkreuzleiterin.
Daniel Gerk vom Vorstand des Kreisverbandes ging nochmals auf die Altkleidersammlung durch das DRK ein: „Wir müssen diesen Bereich auf andere Füße stellen, da sich die Sammlung so nicht mehr lohnt. Die Verteilung der Säcke durch den Kurier ist sehr teuer, die Resonanz geht zurück und in manchen Ortsvereine finden sich keine Ehrenamtlichen, die die Aktion durchführen.“

Mit einem Kleiderladen, wo jeder seine gebrauchte Kleidung abgeben kann, habe man gut Erfahrungen gemacht. „Auch für die Ortsvereine lohnt sich das Geschäft so nicht mehr. Gerade einmal 147 Euro konnten wir den Ortsvereinen für ihre Arbeit auszahlen. Wir müssen neue Wege gehen und sind für jeden Vorschlag dankbar.“ Herbert Keseberg merkte aber an, dass die Altkleidersammlung ein Urgeschäft des DRK sei. „Wenn es ein Minusgeschäft ist, dann müssen wir daran arbeiten, dass es wieder besser wird.“ Im Oktober, so Gerk, sei erneut ein Versuch in der Straßensammlung geplant. „Danach schauen wir, wie es weiter geht.“
Ein Artikel von Barbara Sander-Graetz

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