Trainerwechsel im Sommer

Fußball: Ralf Behle übernimmt SG Finnentrop/Bamenohl


  • Lokalsport, 04.12.2015
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Der Sportliche Leiter der SG, Fabian Schmidt (links), stellte Ralf Behle als zukünftigen Trainer vor. von Barbara Sander-Graetz
Der Sportliche Leiter der SG, Fabian Schmidt (links), stellte Ralf Behle als zukünftigen Trainer vor. © Barbara Sander-Graetz

Ralf Behle heuert bei der SG Finnentrop/Bamenohl an: Der Westfalenligist hat den 41-Jährigen am Freitagabend im Vereinsheim offiziell als neuen Coach vorgestellt, der im Sommer 2016 das Kommando übernimmt. Bis dahin versucht das bisherige Trainergespann Frank Rottstock/Mike Schage, die Mission Klassenerhalt zu meistern.


Die Entscheidung für den Trainerwechsel ist nicht etwa sportlicher Natur, sondern wird durch das Regelwerk bedingt. Ab der Westfalenliga ist die B-Lizenz Pflicht für einen Coach, ansonsten darf dieser ein Team höchstens für ein Jahr trainieren. Danach muss derjenige den Trainerschein B nachweisen. Dafür fehlt Rottstock nach Vereinsangaben jedoch die Zeit, weshalb der Club sich auf schweren Herzens auf die Suche nach einem Nachfolger begab.
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Immerhin: Der Westfalenliga-Neuling ist sich sicher, mit B-Lizenzler Behle einen Volltreffer gelandet zu haben. „Ralf Behle ist ein Trainertyp, der das mit Haut und Haaren macht“, sagte der Sportliche Leiter Fabian Schmidt. Auch menschlich und charakterlich erfülle der zukünftige Übungsleiter das Anforderungsprofil, das einen Trainer vorgesehen hatte, der sich „voll und ganz auf den Verein und seine Familienstrukturen einlässt“. Der Vertrag läuft zunächst für ein Jahr.
FC LaKi in einem Entwicklungsprozess
Leicht sei ihm die Entscheidung, den Club zu wechseln, nicht gefallen, sagte Behle. Seit 2013 trainiert er den FC Langenei-Kickenbach, einen Verein, bei dem seiner Ansicht nach „etwas zusammenwächst“. Eine Einschätzung, die aktuell auch die Statistik belegt, denn in der laufenden Saison mischt der FC in der Kreisliga A als Tabellenzweiter im Aufstiegsrennen mit. Im Idealfall könnte Behle diesen Entwicklungsprozess vor seinem Abschied mit dem Aufstieg in die Bezirksliga auf die nächste sportliche Ebene führen. In den kommenden Monaten werde er sich „voll und ganz“ auf den FC konzentrieren. Hätte ein Bezirksligist ihm eine Trainerstelle angeboten, hätte er sich mit einem solchen Angebot überhaupt nicht befasst, sagte der 41-jährige Kirchhundemer. Die Möglichkeit, einen Westfalenligisten – im Falle des Klassenerhalts – oder ein Landesliga-Team – bei einem Abstieg – zu übernehmen, sei allerdings eine verlockende Herausforderung gewesen. „Ich freue mich riesig auf die SG“, sagte Behle, der ankündigte, mit Mike Schrage als Co-Trainer an seiner Seite weiterarbeiten zu wollen.
„Ich bin ein offener und ehrlicher Typ, und das will ich mir auch erhalten“, sagte der gelernte Großhandelskaufmann über sich selbst. Gleichzeitig kündigte er an, auch hinter die Kulissen seines neuen Vereins und vor allem in den Jugendbereich schauen zu wollen.
Behles sportlicher Werdegang
• Der 41 Jahre alte Familienvater durchlief von 1980 bis 1992 die Jugendabteilungen des FC Kirchhundem. Anschließend spielte er bis 2009 in der ersten Seniorenmannschaft des FC. • Von 1990 bis 1998 trainierte Behle insgesamt fünf Jugendvertretungen des Clubs. Als Spielertrainer übernahm er 2009 mit dem TV Oberhundem erstmals ein Senioren-Team. • Seit 2013 coacht er den FC Langenei-Kickenbach.
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