Jörg Götzen verteidigt deutschen Vizemeister-Titel im Judo


Jörg Götzen (links) verteidigt den Titel als deutscher Vizemeister im Judo. von privat
Jörg Götzen (links) verteidigt den Titel als deutscher Vizemeister im Judo. © privat

Attendorn. Bevor die Reise zur Deutschen Meisterschaft nach Wiesbaden ging, absolvierte Jörg Götzen vom TV Attendorn auch noch den Senioren Cup in Bochum. Traditionell wird dieses Turnier von vielen Judokas aus Deutschland zur Vorbereitung der DEM genutzt. Der Bericht des Turnvereins:


„Der Attendorner ging in Bochum in einer gemischten Gruppe -60/-66 Kilogramm (Altersklasse M3 und M4) an den Start. Nach zwei Siegen und Niederlagen belegte er hier einen zufriedenstellenden dritten Platz. Dann folgten am letzten Wochenende die Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden. Götzen startete in seiner angestammten Gewichtsklasse (-60 Kilogramm) in der Altersklasse M3.

Trotz sehr langer Wartezeit auf seinen ersten Kampf gelangte der TV-Athlet schnell ins Halbfinale. Hier war er hellwach und bewies den richten Riecher. Nach sehr kurzem Griffkampf konnte Götzen den ersten Ansatz seines Gegners aus Bad Ems zu einem Fußfeger nutzen. Dieser war so effektiv, dass es für den vorzeitigen Sieg nach 15 Sekunden reichte.
Finale gegen ehemaligen Bundesligisten
Im Finale traf der Hansestädter wieder auf den letztjährigen Sieger. Der Saarländer Franco Bratone ist nicht nur ein ehemaliger Bundesligakämpfer, sondern auch seit Jahren in dieser Altersklasse ungeschlagen. Aber Götzen hatte aus den letzten Begegnungen gelernt und rannte Bratone nicht wieder ins offene Messer. Couragiert und voller Tatentrang gab Götzen sein Bestes und ließ dem Gegner keine Gelegenheit ihn zu werfen. Erst gegen Mitte der Kampfzeit gelang Bratone ein kleiner Punkt durch einen Fußwurf.

Aus dem anschließenden Haltegriff konnte sich Götzen blitzschnell befreien. Beide Kontrahenten schenkten sich nichts und der Kampf lief ohne Unterbrechung und Verschnaufpause. Viele Aktionen und Reaktionen bestimmten den Kampf beider Athleten. Erst Sekunden vor Schluss geriet Götzen durch einen eigenen Wurfansatz mit Haltetechnik in Rückenlage.
Platz zwei im Duell "David gegen Goliath"
Als sich der Attendorner aus dieser Lage, die einen Punkt für den Gegner bedeutete, befreien konnte, war die Kampfzeit zu Ende. Am Ende sichtlich erschöpft zeigte sich Götzen zufrieden, dass er das Duell „David gegen Goliath“ über die volle Kampfdistanz offen halten konnte. Der zweite Platz und die Wiederholung des Vorjahreserfolges waren der Lohn.“
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