Finnentroper Rhönrad-Turnerinnen schaffen DM-Qualifikation

Großer Jubel bei den Jugendmeisterschaften


  • Lokalsport, 05.05.2019
  • Von Barbara Sander-Graetz
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Strahlende Gesichter bei Paula Ohm, Nele-Sophie Altmann und Helene Arens (v.l.): Sie alle starten bei den Deutschen Meisterschaften. von Barbara Sander-Graetz
Strahlende Gesichter bei Paula Ohm, Nele-Sophie Altmann und Helene Arens (v.l.): Sie alle starten bei den Deutschen Meisterschaften. © Barbara Sander-Graetz

Finnentrop. Bei den Norddeutschen Jugendmeisterschaften Rhönradturnen am Samstag, 4. Mai, in der Dreifachturnhalle Finnentrop holten sich die drei Sportlerinnen Paula Ohm, Helene Arens und Nele-Sophie Altmann vom ESV Finnentrop die begehrte Qualifikation für die deutschen Jugendmeisterschaften Mitte Juni in Leverkusen.


Lokalmatadorin Paula Ohm machte sich dabei ihr größtes Geburtstagsgeschenk selbst: sie konnte sich im Mehrkampf (Gerade, Spirale, Sprung) gegen 16 starke Konkurrentinnen im Starterfeld der Altersklasse 15/16 durchsetzen und sicherte sich den obersten Platz auf dem Siegertreppchen.
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Nele-Sophie Altmann holte sich mit gerade einmal fünf Zehntel hinter der Siegerin in der Altersklasse 17/18 den zweiten Platz. Helene Arens konnte zwar nicht auf das Siegerpodest steigen, aber ihre Punktzahl reichte für Platz neun und somit für die Qualifikation zu den deutschen Meisterschaften in der Altersklasse 13/14. Der Jubel bei den Finnentroper Sportlerinnen und ihren Trainerinnen Annika Schmidt-Eickelmann und Juliane Rademacher war dementsprechend groß.
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65 Turnerinnen und Turner der Bundesklasse im Alter von 12 bis 18 Jahren traten im Mehrkampf in den Disziplinen Spirale, Geradeturnen und Sprung an. Diejenigen, die einen Platz unter den besten Zehn in ihren Alters- und Wettkampfklassen und die geforderten Mindestpunktzahlen erreichen konnten, durften sich über einen Startplatz bei den 55. Deutschen Jugendmeisterschaften im Rhönradturnen freuen.
WM in New York
Die Deutschen Jugendmeisterschaften finden am 15. und 16. Juni 2019 in Leverkusen statt. Wer hier unter die besten zehn kommt, hat die Möglichkeit als Teil des deutschen Teams bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in New York an den Start gehen zu dürfen.
Gute Entwicklung
„Die Qualität, die wir heute geboten bekommen haben, ist sehr gemischt“, erklärte Dirk Balkenohl, Vorsitzender des technischen Komitees Rhönrad im Deutschen Turnerbund. „Wir sahen einige Sportler, die sich über die Jahre wirklich gut entwickelt haben. Aber bei den Neulingen sind noch keine Durchstarter zu sehen.“

Die jeweils siebenköpfige Jury, die jede der drei Disziplinen genau bewertete, bekam allerdings auch einige besondere Darbietungen zu sehen. „Diejenigen, die schon eine Qualifikation in der Tasche haben, zeigen hier auch mal ihre neue Kür, um zu testen, wie sie bei der Jury ankommt“, weiß Dirk Balkenohl.
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Finnentrop, so der Vorsitzende weiter, sei ein wichtiger Ort für die weltweite Entwicklung des Rhönrad turnen gewesen. „1990 hatte Paul Sieler zu einem internationalen Lehrgang nach Finnentrop geladen. Daraus ist die Idee eines Wettkampfes und schließlich einer Verbandsgründung entstanden“, erinnert sich Dirk Balkenohl, „Wir waren jetzt gerade noch in Japan, die ebenfalls den Sport für sich damals in Finnentrop entdeckt haben.“
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