FC Lennestadt ringt Außenseiter SV Türk. Attendorn mit 3:2 nieder

Fußball-Kreispokal, Halbfinale


  • Lokalsport, 26.04.2018
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Der Topfavorit auf den Kreispokal jubelt: Mit seinem zweiten Treffer hat Christian Schmidt (2. von rechts) den FC Lennestadt in Führung geschossen. Es sollte der Siegtreffer in einer äußerst zähen Begegnung sein. von Lukas Simon
Der Topfavorit auf den Kreispokal jubelt: Mit seinem zweiten Treffer hat Christian Schmidt (2. von rechts) den FC Lennestadt in Führung geschossen. Es sollte der Siegtreffer in einer äußerst zähen Begegnung sein. © Lukas Simon

Attendorn. Der FC Lennestadt steht als erster Kreispokal-Finalist fest: Der Landesli-gist hat sich am Donnerstagabend, 26. April, zu einem mühsamen 3:2 (1:1)-Arbeitssieg beim drei Klassen tiefer spielenden SV Türk. Attendorn gequält. Vor rund 200 Zuschauern auf der Bezirkssportanlage ging der Underdog sogar zweimal in Führung. Zum Matchwinner avancierte Lennestadts Doppeltorschütze Christian Schmidt.


Von der offensiven, selbstbewussten Gangart, die die Trainer beider Mannschaften vor der Partie angekündigt hatten, war über die gesamte Spielzeit wenig bis rein gar nichts zu sehen. Stattdessen präsentierten sich die Kontrahenten einfallslos, leisteten sich viele technische Fehler und einfache Ballverluste. Torchancen in der Angangsviertelstunde: Mangelware. Der einzige „Aufreger“: Nils Hochstein musste nach einem Kopfballduell und unglücklicher Landung mit einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden. Für ihn kam Björn Gödde beim FC Lennestadt in die Partie (14.).
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FC Lennestadt ringt Außenseiter SV Türk. Attendorn mit 3:2 nieder
Ein erstes kleines offensives Ausrufezeichen setzte der Außenseiter mit Kaan Dogrus Schuss (17.). Ein großes Ausrufezeichen folgte acht Minuten später: Bei einem langen Ball in den Lennestädter Strafraum zeigte sich die Hintermannschaft des Landesligisten unsortiert, der Ball landete bei Volkan Kücükpehlivan – und der in der B-Liga bereits 18 Mal erfolgreiche Topscorer des türkischen Clubs netzte eiskalt ein.
Christian Schmidt: Erst eiskalt, dann fahrlässig
Die überraschende Führung hatte allerdings nur knapp zwei Minuten Bestand. Nach einer Flanke von der linken Seite blockten die Hausherren zwei Schussversuche des FCL im Strafraum ab, ehe Christian Schmidt die Kugel über die Linie bugsierte – 1:1 (27.). Kurz darauf hätte er sein zweites Tor erzielen müssen, verfehlte das freie Tor nach Florian Friedrichs Querpass aber (30.).

Auch im zweiten Durchgang blieben Höhepunkte lange Zeit Mangelware. Der erste nennenswerte hatte mit dem Geschehen auf dem Spielfeld noch nicht einmal etwas zu tun: Nach einer guten Stunde musste Schiedsrichter Özgur Tuncdemir das Spiel wegen Problemen mit der Flutlichtanlage für zehn Minuten unterbrechen.
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Erst in der Schlussphase nahm die weiterhin zähe Begegnung einigermaßen Fahrt auf. Und wieder gelang es dem B-Ligisten, den haushohen Favoriten zu schocken: Yasin Colaks Kopfball wurde zur Bogenlampe, die sich über FCL-Schlussmann Steffen Dicke hinweg ins lange Eck senkte – 2:1 für den Underdog (70.). 

Doch es dauerte erneut nicht lange, bis die Gäste zurückschlugen: Venhar Bivolaku jagte nur fünf Minuten einen Freistoß aus 18 Metern zentraler Position mitten durch die Mauer und zum 2:2-Ausgleich in die Maschen. Sieben Minuten vor dem Abpfiff schoss Christian Schmidt den FC Lennestadt schließlich ins Pokalfinale – übrigens nach der einzig wirklich gelungenen Kombination an diesem Abend.

SV Türk. Attendorn: Kir – Mandirali (90.+5 S. Ataseven), Kazar, Burunkaya, Colak, Tziabazidis, Kücükpehlivan, Gencol, Baser, S. Durum, Dogru

FC Lennestadt: Dicke – D. Schmidt, Völmicke, Hebbecker, Eickelmann (90.+5 Schulz), Kaufmann, Hochstein (14. Goedde), M. Thöne, F. Friedrichs, Bivolaku, C. Schmidt

Schiedsrichter: Özgur Tuncdemir

Tore: 1:0 (25.) Kücükpehlivan, 1:1 (27.) C. Schmidt, 2:1 (70.) Colak, 2:2 (75.) Bivolaku, 2:3 (83.) C. Schmidt
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