Basketball ist kein Fußball


  • Lokalsport, 28.09.2015
  • Von Tom Kleine
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    Tom Kleine

    Redaktion

Peer Wente (links) kam Sonntagabend auf 30 Punkte, die am Ende aber nicht zum Sieg reichten. von Tom Kleine
Peer Wente (links) kam Sonntagabend auf 30 Punkte, die am Ende aber nicht zum Sieg reichten. © Tom Kleine

Mit 73:78 kassierte das Regio-Team des TVO Biggesee Sonntagabend, 28. September, eine Niederlage beim SVD 49 Dortmund. Eine aufgrund der ersten drei Viertel verdiente Niederlage. Der furiose Lauf der Ben Meftah-Jungs im Schlussabschnitt (30:13) kam zu spät.


Basketball ist kein Fußball. Meistens ist das auch gut so. Sonntagabend haben dies die Spieler, das Trainerteam und der eine tapfere Auswährtsfahrer vom Biggesee, der damit aber immerhin ein Viertel der Gesamt-Zuschauerzahl in der Dortmunder Sporthalle ausmachte, bereut. Denn wäre Basketball Fußball, dann hätte der Schiedsrichter die obligatorischen zwei Minuten Nachspielzeit draufgelegt. Und dann, ja dann, hätte der Sieger Sonntagabend bestimmt TVO Biggesee geheißen. Beim Stand von 65:43 für die Gastgeber aus der Bierbrauerstadt nach drei Vierteln gab wohl keiner der vier Zuschauer mehr einen der berühmten mittelgroßen Pilze auf die Gäste vom Biggesee. Doch die zeigten nach drei zuvor sehr schwachen Vierteln endlich Teamgeist, öffneten ihr Kämpferherz und spielten mit dem Rücken zur Wand ein „Doe or Die“-Basketball vom Allerfeinsten. Als Peer Wente 25 Sekunden vor Schluss mit seinen Punkten 29 und 30 auf 73:76 verkürzte, da wurde nicht nur dem Getränkeverkäufer, der Sonntag nicht gerade den Umsatz seines Lebens machte, Angst und Bange um seine Jungs aus Dortmund-Derne. Aber die brachten ihren Vorsprung dann doch per Elfmeterpunkt – sorry: per Freiwurflinie – über die Runden.
Vier Korbleger in Folge versemmelt
Und wäre Basketball Sonntagabend eben Fußball gewesen, dann hätten die 14 (!) erfolgreichen Dreipunktwürfe der Gastgeber nicht dreifach gezählt, sondern wären allenfalls in die Auswahl des „Tor des Monats“ gekommen. Die kurzfristig ohne den grippekranken Luis Oswald – der Youngster zeigte dafür aber vollen Einsatz als „Kamerakind“ – angetretenen Gäste vom Biggesee starteten mit zwei Turnover in den ersten 30 Sekunden (!) äußerst nervös und mit einer geradezu fatalen Chancenverwertung. Vier einfache Korbleger wurden von den Jungs in Orange in Folge versemmelt. Insbesondere die wenigen Routiniers mit internationaler Erfahrung in Reihen des TVO-Kindergartens enttäuschten Sonntag doch etwas. Die Dortmunder, die bekanntermaßen über eine recht kleine Aufstellung verfügen, versuchten und fanden ihr Glück von Downtown. Die Gastgeber hätten Sonntag ihre Dreier auch aus der Nachbarhalle, wo parallel Basketball gespielt wurde, getroffen. Die ersten drei Viertel gingen mit 16:10, 25:14 und 24:19 klar an die 49ers. Und dann kamen die letzten zehn Minuten in einem intensiven Basketballspiel, welches Sonntag eben kein Fußballspiel war.
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