Außenseiter SV Türk. Attendorn setzt gegen FC Lennestadt auf den Heimvorteil

Fußball-Kreispokal, Halbfinale


  • Lokalsport, 23.04.2018
  • Von Sven Prillwitz
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    Sven Prillwitz

    Redaktion

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Mit einem 3:1-Erfolg beim SC LWL zog der FC Lennestadt (in Rot) im Oktober ins Halbfinale ein. von Lukas Simon
Mit einem 3:1-Erfolg beim SC LWL zog der FC Lennestadt (in Rot) im Oktober ins Halbfinale ein. © Lukas Simon

Attendorn. Mit dem 1:0-Erfolg über Bezirksligist SV Ottfingen gelang dem SV Türk. Attendorn im Oktober die große Überraschung im Viertelfinale des Krombacher Kreispokals. Jetzt bekommt es der Tabellenführer der Kreisliga B mit dem nächsten Schwergewicht und zugleich dem Topfavoriten auf den Titel zu tun: Am Donnerstag, 26. April, gastiert Landesligist FC Lennestadt auf dem Kunstrasen der Bezirkssportanlage in Attendorn (Anstoß: 19 Uhr).


Drei Spielklassen liegen zwischen den beiden Kontrahenten um das erste Finalticket. Ein klassischer Fall des in Pokalwettbewerben gerne genutzten Vergleichs David gegen Goliath. Der Außenseiter aber gibt sich nicht nur selbstbewusst, sondern auch angriffslustig. „Wir werden alles dafür tun, das Spiel für uns zu entscheiden und wieder für eine Überraschung zu sorgen“, sagt SV-Trainer Ibrahim Durum. „Die Mannschaft und ich geben immer einhundert Prozent, etwas anderes gibt´s bei uns nicht. Wir können Fußball spielen, werden keine Angst haben und uns auf unser Spiel konzentrieren.“

Und dann ist da noch der Heimvorteil, auf den Durum gegen den aus seiner Sicht vor allem offensiv starken Gegner setzt. „Ich gehe davon aus, dass wir vor vollem Haus spielen werden. Das wird für die Jungs auch ein besonderes Erlebnis sein“, sagt der Coach, der zudem personell wohl aus dem Vollen schöpfen kann. Ein kleines Fragezeichen steht derzeit lediglich hinter dem Einsatz von David Engel. Den Stürmer plagen Hüftprobleme, weshalb er im Spitzenspiel der Kreisliga B am Wochenende geschont wurde. Der SV Türk. Attendorn gewann auch so mit 3:1 gegen den SC LWL und baute den Vorsprung auf den Tabellenzweiten damit auf satte 13 Punkte aus.
FCL: Fünf Siege in Serie
Einen richtigen Lauf hat der FC Lennestadt aktuell in der Landesliga 2: Fünf Spiele in Folge hat die Mannschaft von Jürgen Winkel zuletzt gewonnen, darunter die beiden Derbys gegen den SV Attendorn am Donnerstag (4:2) und am Sonntag beim FSV Gerlingen (2:1). Das nötige Quentchen Glück hat der Tabellenzweite derzeit auch: Ein Eigentor von Gerlingens Dirk Hennecke in der 90. Minute brachte dem FC Lennestadt den dreifachen Punktgewinn ein, während die direkte Konkurrenz auf den Rängen drei und vier patzte. Mit acht Punkten Vorsprung steht der FCL jetzt auf dem Relegationsplatz. Tabellenführer RSV Meinerzhagen, der fünf Zähler mehr auf dem Konto hat, ist noch in Reichweite – und muss noch in Lennestadt antreten.

In der Liga läuft´s also für Jürgen Winkel und seine Schützlinge, die entsprechend selbstbewusst in das Halbfinale gehen. Dass die Partie wegen des deutlichen Klassenunterschieds ein Selbstläufer wird, schließt der FCL-Coach aber aus. „Wir müssen mit Biss und Einsatz in das Spiel gehen und alles reinwerfen, so als ginge es gegen einen Landesligisten“, fordert Winkel. Der SV Türk. Attendorn habe „richtig gute Einzelspieler“, von denen der eine oder andere auch schon höherklassig gespielt habe.
Drei Spieler fallen definitiv aus
Mit Marius Friedrich, André Friedrich und Kevin Schulte fallen drei Spieler für das Match am Donnerstag laut Winkel definitiv aus. Einige andere Spieler seien zumindest noch fraglich. Wer von ihnen für das Halbfinale infrage kommt, soll sich am Dienstag klären. Bei der letzten Trainingseinheit vor der Partei wird ein Physiotherapeut im Hensel-Stadion dabei sein. So oder so erwartet Winkel aber, dass seine Mannschaft ihrer Rolle als „Goliath“ mit einer überzeugenden Leistung gerecht wird und ins Endspiel einzieht.
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