Zukunftsheft „Wir für Altenhundem“: Ärmel hochkrempeln und anpacken

Initiative bittet Bürger um Unterstützung


  • Lennestadt, 19.10.2023
  • Verschiedenes
  • Von Kerstin Sauer
    Profilfoto Kerstin Sauer

    Kerstin Sauer

    Redaktion


    E-Mail schreiben
Topnews
Die Initiative „Wir für Altenhundem“ hat einen Maßnahmen-Katalog erarbeitet und ihn am Donnerstag, 19. Oktober, der Öffentlichkeit, der Verwaltung und der Politik vorgestellt. von Johan Hatzfeld
Die Initiative „Wir für Altenhundem“ hat einen Maßnahmen-Katalog erarbeitet und ihn am Donnerstag, 19. Oktober, der Öffentlichkeit, der Verwaltung und der Politik vorgestellt. © Johan Hatzfeld

Altenhundem. Vor zwei Jahren haben Altenhundemer Bürger die Initiative „Wir für Altenhundem“ ins Leben gerufen. Ziel war es, den Lennestädter Zentralort lebenswert, attraktiv und gesund zu gestalten und zu erhalten. In verschiedenen Bereichen. Die Ergebnisse sind am Donnerstag, 19. Oktober, vorgestellt worden - zusammengefasst im „Zukunftsheft Wir für Altenhundem“.


Im Café Heimes begrüßte Alexander Kremer im Namen der Initiative seine Mitstreiter, die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und Grünen sowie Bürgermeister Tobias Puspas und den Beigeordneten Karsten Schürheck als Vertreter der Verwaltung.

„Die Herausforderungen für die Städte und Dörfer werden größer – umso wichtiger ist es, dass wir die Zukunftsthemen gemeinsam anpacken“, eröffnete Kremer das Gespräch. Politik, Vereine und Bürger müssten an einem Strang ziehen.

Altenhundem unter einem Dach

Während in vielen kleineren Ortschaften Gruppen und Vereine zusammenarbeiteten, hätten im Zentralort viele für sich gearbeitet. Unter dem Dach von „Wir für Altenhundem“ wurden die Kräfte gebündelt, gemeinsam gingen die Mitstreiter der Frage auf den Grund: Was sind die Themen, die in Altenhundem angepackt werden müssen – und wie?

Dabei kamen die Bürger selbst zu Wort: In vielen Gesprächen sammelten die Initiatoren die Wünsche und Sorgen der Altenhundemer. In zahlreichen Treffen und Versammlungen, auch Vor-Ort-Terminen, erarbeiteten sie dann sechs zentrale Themenfelder, die es anzupacken gilt:

  1. Verkehrsinfrastruktur
  2. Kultur, Freizeit und Naherholung
  3. Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit
  4. Einzelhandel
  5. Städtebau
  6. Gesundheitsversorgung

Für jedes Thema werden im Zukunftsheft die Ausgangslage und die Ziele dargestellt. Wie die Ziele erreicht werden können, zeigen detailliert mögliche konkrete Maßnahmen.

Ein Beispiel aus dem Zukunftsheft „Wir für Altenhundem“: Für das Thema 'Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit' wurde die Ist-Situation dargestellt, Ziele und Maßnahmen wurden erarbeitet. von Kerstin Sauer
Ein Beispiel aus dem Zukunftsheft „Wir für Altenhundem“: Für das Thema 'Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit' wurde die Ist-Situation dargestellt, Ziele und Maßnahmen wurden erarbeitet. © Kerstin Sauer

Beispiel „Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit“: Als Knotenpunkt und stark frequentierter Ort wird Altenhundem samt Infrastruktur und öffentlichen Plätzen sehr beansprucht (Ausgangslage). Ziel ist es, den Ort zu gestalten und zu pflegen, Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit zu verbessern. Mögliche Maßnahmen könnten ein systematisches Reinigungs- und Sicherheitskonzept – „eine sporadische Reinigung ist unzureichend“ –, kreative und einheitliche Gestaltungen und Bepflanzungen sowie mehr Beleuchtung und mehr Präsenz der Ordnungshüter sein.

Nach diesem Schema führt die Initiative in ihrem Zukunftsheft auch die weiteren Themen aus. „Das sind aktuelle Maßnahmen, die schnell angepackt werden müssen, aber auch langfristige Themen“, betonte Alexander Kremer. Und fügte hinzu: „Hier geht es nicht darum, Planungskonzepte vorzulegen. Vielmehr haben wir die Sorgen der Bürger verschriftlicht und die Wünsche dargestellt.“

Nur gemeinsam zum Ziel

Jetzt gehe es darum, die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken, so Kremer. Angesprochen ist jeder einzelne Altenhundemer: „Die Bürger können und sollen mit anpacken, uns auf Mängel hinweisen, selbst aktiv werden. Nur dann kann sich etwas ändern.“

Mit Blick auf die Finanzlage der Stadt Lennestadt musste Bürgermeister Tobias Puspas die Begeisterung der Initiatoren drosseln: „Uns geht das Geld aus“, sagte er mit realistischem Blick in die Zukunft.

Zukunftsheft

Übrigens: Das Zukunftsheft soll fortgeschrieben werden: „Wir werden es immer wieder unter die Lupe nehmen. So verlieren wir die Themen nicht aus dem Blick“, erklärte Alexander Kremer. In einer Auflage von 500 Stück liegt es ab sofort in den Altenhundemer Geschäften aus und wird in den Vereinen verteilt. Gleichzeitig ist am Donnerstag, 19. Oktober, die Website www.wirfueraltenhundem.de (siehe Link) online gegangen.

Kontakt:

  • kontakt@wirfueraltenhundem.de
  • Briefe und Anregungen können auch im WieWoWatt abgegeben werden


Artikel teilen: