Zu Gast beim Bundespräsidenten: Ein Fest ganz im Zeichen des Ehrenamts

David Dommes berichtet von Erlebnissen


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David Dommes (l.) mit First Lady Elke Büdenbender und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. von privat
David Dommes (l.) mit First Lady Elke Büdenbender und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. © privat

Bonn/Lennestadt. Einmal dem Bundespräsidenten die Hand schütteln, durch die Villa Hammerschmidt schlendern und mit Menschen aus ganz Deutschland ins Gespräch kommen: Beim Bürgerfest von Frank-Walter Steinmeier in Bonn stand am Freitag, 4. September, vor allem eines im Mittelpunkt – das Ehrenamt. Unter den rund 2.000 geladenen Gästen war auch LokalPlus-Mitarbeiter David Dommes aus Lennestadt.


Schon der Weg auf das Gelände macht deutlich: Das ist kein gewöhnlicher Freitagnachmittag. Einladung vorzeigen, Security-Check passieren – dann öffnet sich der Blick auf den weitläufigen Park der Villa Hammerschmidt, den zweiten Amtssitz des Bundespräsidenten.

Wo sonst politische Termine stattfinden, sind an diesem Tag zahlreiche Stände aufgebaut. Es gibt Musik, Essen und Gelegenheit zum Austausch. Starkoch Johann Lafer steht persönlich am Herd. Auf der großen Bühne stimmt die Big Band der Bundeswehr die Gäste auf den Nachmittag ein.

Die rund 2.000 Besucher verbindet vor allem eines: Sie engagieren sich ehrenamtlich – und in verschiedenster Weise. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sie stellvertretend für die vielen Menschen eingeladen, die sich in Deutschland in ihrer Freizeit für andere einsetzen.

Steinmeier mischt sich unter die Gäste

Nach der musikalischen Begrüßung eröffnen Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender das Bürgerfest. Der Bundespräsident unterstreicht dabei die Bedeutung des freiwilligen Engagements für das gesellschaftliche Miteinander und die Demokratie.

Danach geht es für das Paar nicht zurück hinter verschlossene Türen. Steinmeier und Büdenbender mischen sich unter die Gäste, führen kurze Gespräche und nehmen sich Zeit für Erinnerungsfotos.

Einer, der dabei kurz mit dem Bundespräsidenten ins Gespräch kommt, ist der 17-jährige David Dommes aus Lennestadt. Der freie LokalPlus-Mitarbeiter engagiert sich seit mehreren Jahren musikalisch in Pflegeeinrichtungen und verbringt dort Zeit mit Senioren.

Persönlicher Moment mit dem Bundespräsidenten

Als die Einladung rund zwei Monate zuvor bei ihm eintraf, habe er zunächst „nicht so richtig geglaubt, dass es sowas gibt“. Die Vorfreude sei dann nach und nach gewachsen. Und dann steht der Lennestädter tatsächlich vor dem Staatsoberhaupt.

„Natürlich lohnt sich das, wenn man neben ihm steht, ein Foto mit ihm machen darf und kurz mit ihm sprechen darf“, erzählt Dommes. Ein bisschen Nervosität sei ebenfalls dabei gewesen – nicht zuletzt angesichts der zahlreichen Sicherheitskräfte in unmittelbarer Nähe.

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David Dommes durfte am Ehrenamtsempfang des Bundespräsidenten teilnehmen.

Viel Zeit bleibt nicht. Steinmeier fragt ihn, womit er sich ehrenamtlich beschäftigt. Dommes erzählt von seiner Musik mit Senioren. Dann geht es für den Bundespräsidenten bereits zum nächsten Gast.

Für Dommes ist diese Begegnung allerdings nicht der eigentliche Grund, warum sich sein Engagement lohnt. Das sei „in erster Linie das Ehrenamt selbst“. Die Einladung nach Bonn – wegen Renovierungsarbeiten fand das Fest nicht im Schloss Bellevue statt – sei eine besondere Ausnahme.

Japan zu Gast in Bonn

Auch abseits der Begegnung mit dem Bundespräsidenten gibt es im Park einiges zu entdecken. Partnerland des Bürgerfestes ist dieses Mal Japan. Entsprechend finden sich japanische Einflüsse im kulinarischen, kulturellen und musikalischen Programm.

Die Gäste können außerdem einen Blick hinter Türen werfen, die normalerweise nicht ohne Weiteres offenstehen: Besichtigungen der Villa Hammerschmidt und des Kanzlerbungalows gehören ebenfalls zum Programm. Auf dem Gelände begegnen die Ehrenamtlichen zudem bekannten Persönlichkeiten wie Eckart von Hirschhausen.

Austausch bis in den späten Abend

Bis in die Abendstunden wird im Park gefeiert, getanzt und vor allem miteinander gesprochen. Gerade dieser Austausch gehört zum Gedanken des Bürgerfestes: Menschen zusammenzubringen, die sich an ganz unterschiedlichen Stellen für die Gesellschaft einsetzen. Mit diesen Eindrücken geht es schließlich zurück ins Sauerland.

Der 17-Jährige empfiehlt auch anderen, sich einzubringen. „Man tut echt viel für das Gemeinwohl und bekommt mindestens genauso viel zurück.“ Dankbarkeit und Freude seien dabei mehr wert als eine Einladung nach Bonn – auch wenn ein Händedruck mit dem Bundespräsidenten eine Erinnerung bleibt.

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