Wohnanlage für Flüchtlinge an der B55 in Elspe geplant
Unterkunft für bis zu 100 Personen
- Lennestadt, 14.12.2023
- Politik
- Von Kerstin Sauer
Elspe. Im Bereich Elspe – Trockenbrück soll eine neue Wohnanlage für Flüchtlinge entstehen: Auf der Freifläche zwischen den Gebäuden von Tracto Technik und Westmark an der B55 soll im hinteren Bereich des Grundstücks eine Unterkunft für rund 100 Personen errichtet werden. Darüber ist am Mittwoch, 13. Dezember, im Rat der Stadt Lennestadt informiert worden.

Weiterhin müsse in den NRW-Kommunen mit hohen Zuweisungszahlen gerechnet werden, heißt es in der Sitzungsvorlage – auch in Lennestadt. Etwa 750 Personen leben demnach mittlerweile in den Unterkünften und angemieteten Wohnungen der Stadt Lennestadt. Und es werden noch mehr: Prognosen und Berechnungen nach stellt sich Lennestadt auf mindestens 150 bis 200 weitere Flüchtlinge in 2024 ein.

Bis zur Inbetriebnahme einer mobilen Wohnanlage müssen vier bis sechs Monate eingeplant werden. Um vorbereitet zu sein, wurden in der Ratssitzung die Weichen für die Unterkunft an der B55 gestellt. Wegen seiner Lage am Rande einer der größten Ortschaften in Lennestadt eigne es sich sehr gut dafür, mobile Wohnanlagen aufzustellen. ÖPNV, Einkauf, Schulen und Kitas seien fußläufig gut zu erreichen.
Ein weiterer Punkt, der für diesen Ort spricht: In Lennestadt werden geflüchtete Menschen dezentral untergebracht, und im Bereich Elspe/Trockenbrück gibt es derzeit keine größere Unterkunft. Die Anlage soll ähnlich der in Meggen (Auf’m Ohl) konzipiert werden.

Bevor entsprechende Verträge unterzeichnet werden, trafen sich bereits in der vergangenen Woche Vertreter aus Politik und Verwaltung mit Bürgern aus Elspe und Trockenbrück. „Es war uns wichtig, transparent mit unseren Plänen umzugehen“, betonte Bürgermeister Tobias Puspas.
Und Sebastian Sonntag, SPD-Ratsvertreter aus Elspe, erklärte, dass die Einwohner der Orte den Sachverhalt nachvollziehen könnten: „Wir haben das System der dezentralen Unterbringungen und können nicht nur einzelne Ortschaften mit zu großen Zuweisungen beanspruchen.“
Eine weitere Bürgerversammlung zum Thema ist laut Verwaltung nicht geplant.
