Wie gehe ich mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen um?
Fachtag in Grevenbrück
- Lennestadt, 28.08.2020
Lennestadt/Attendorn. Unter dem Titel „Out of order!?“ hatten die Ev. Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt und das Amt für Jugendarbeit der EKvW zu einem Fachtag zur Traumasensiblen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nach Grevenbrück eingeladen.


Schon vor Jahren hatten sich Sven Vorderbrück und Kristina Ashoff auf den Weg gemacht, hier mehr zu verstehen und handlungsfähig zu werden.

Im Gehirn entsteht eine Art „schreibgeschützte Datei“, ein Muster, das in aktuellen Situationen wieder ausgelöst werden kann und nicht steuerbar ist - passend für die alte Situation, aber unpassend heute. Das zu wissen, macht manches Verhalten verstehbarer und den Umgang damit leichter.
Vormittags referierte Sabine Haupt-Scherer zu den neurobiologischen Grundlagen der Traumapädagogik. Denn Traumata verändern etwas im Gehirn und im Gedächtnis, und das hat Folgen für das Denken, Fühlen und Verhalten. Nachmittags stellten Kristina Ashoff und Sven Vorderbrück Möglichkeiten vor, Situationen zu deeskalieren, Kinder und Jugendliche zu unterstützen und im Gruppenalltag damit umzugehen.
Auch Hilfen zur Unterstützung der Mitarbeitenden, für die die Arbeit mit traumatisierten Menschen sehr belastend sein kann, kamen zur Sprache.
Am Ende waren sich alle einig, dass es sich gelohnt hat, ins Sauerland gekommen zu sein. Und dass es sich lohnt, sich mit diesem Thema weiter zu beschäftigen.

