Urologie-Belegabteilung am St.-Josefs-Hospital schließt am Jahresende

Labor in Altenhundem schon geschlossen


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Das St.-Josefs-Hospital in Altenhundem. von GFO Kliniken Südwestfalen
Das St.-Josefs-Hospital in Altenhundem. © GFO Kliniken Südwestfalen

Altenhundem. Die urologische Belegabteilung am St.-Josefs-Hospital Altenhundem wird zum Jahresende geschlossen. Das hat die Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen als Trägerin des Krankenhauses mitgeteilt. Grund: Bei der Neuverhandlung der auslaufenden Belegarzt- und Nutzungsverträge konnte keine Einigung erzielt werden.


Da immer mehr Leistungen ambulant erbracht werden müssen und es für die Versorgung der wenigen stationären Fälle zwei leistungsstarke urologische Hauptabteilungen in Siegen gibt, hatten die Krankenkassen in der aktuellen Krankenhausplanungsrunde die Schließung der Belegabteilung Urologie in Altenhundem vorgeschlagen.

Keine Einigung über Vertrag

Die Entscheidung liegt bei der Bezirksregierung, hat sich aber durch die Realität quasi schon erledigt. Denn weil sich das Altenhundemer Krankenhaus und die in eigener Praxis niedergelassenen Belegärzte nicht auf einen neuen Vertrag einigen konnten, läuft der Belegarztvertrag von Dr. Büscher zum 31. Dezember aus. Damit ist der Weiterbetrieb der urologischen Belegabteilung am St.-Josefs-Hospital ab dann nicht mehr möglich.

„Davon unberührt sind allerdings die ambulanten Leistungen, die Dr. Büscher und Dr. Roloff in ihrer urologischen Praxis erbringen. Diese sind nicht an den Weiterbetrieb der urologischen Belegabteilung des St.-Josefs-Hospitals Lennestadt geknüpft“, heißt es in einer Pressemitteilung der GFO-Kliniken.

Labor in Olpe übernimmt Diagnostik

Es gibt noch eine weitere Änderung am Altenhundemer Krankenhaus: Das Labor ist am Mittwochabend, 13. Dezember, geschlossen worden. Ab sofort übernimmt das Labor am St.-Martinus-Hospital Olpe die gesamte Diagnostik für beide Klinikstandorte. Das ist ein seit längerem geplanter Baustein der engeren Zusammenarbeit der Krankenhäuser Olpe und Altenhundem. Damit soll dem wachsenden Kostendruck entgegengewirkt und die Wettbewerbsfähigkeit gesichert werden.

Für Notfälle und eine Basisversorgung von Patienten in Altenhundem ist die Zentrale Notaufnahme bereits seit April mit Geräten für die sogenannte Point-of-care-Diagnostik (POCT) ausgestattet. Diese Art der Labordiagnostik erlaubt die zeitnahe Bestimmung von relevanten Parametern vor Ort.

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