Update: Wohnhausbrand in Altenhundem – Ursache bislang ungeklärt
Zwei Männer gestorben
- Lennestadt, 13.01.2026
- Blaulicht
- Von Nils Dinkelund Lorena Klein
Altenhundem. Bei einem Wohnhausbrand an der Hochstraße in Altenhundem sind am Freitag, 9. Januar, zwei 66-jährige Männer ums Leben gekommen. Der Einsatz stellte die Feuerwehrleute vor große Herausforderungen: Das Dach musste abgetragen werden und das Gebäude ist wegen Einsturzgefahr nicht mehr betretbar.
Update von Dienstag, 13. Januar, 14.50 Uhr:
Die Staatsanwaltschaft Siegen ermittelt in diesem Fall wegen des Verdachts der Brandstiftung. Auf Nachfrage von LokalPlus teil die Staatsanwaltschaft mit:
„In den kommenden Tagen findet eine Obduktion der Verstorbenen zur Feststellung der genauen Todesursache statt.“ Mit einem vorläufigen Ergebnis rechne man zu Beginn der nächsten Woche.
Weiter heißt es: „Des Weiteren wurde der Brandort zur Feststellung der Brandursache beschlagnahmt. Durch die Polizei und einen beauftragten Sachverständigen wird eine Begehung des Brandortes erfolgen.“
Da die Brandursache bislang noch ungeklärt ist, könne man nicht sagen, ob überhaupt ein strafrechtlich relevanter Sachverhalt vorliegt.
Update von Samstag, 10. Januar, 14 Uhr:
Einsatzende war am Freitag, 9. Januar, um 20.50 Uhr. Einige Menschen haben Kerzen zum Gedenken vor dem Haus aufgestellt. Der Brandort ist von der Polizei beschlagnahmt worden.
Update von Freitag, 9. Januar, 17.20 Uhr:
Mithilfe einer Drohne sucht die Feuerwehr weiterhin gezielt nach Glutnestern. Die Nachlöscharbeiten werden sich wahrscheinlich noch bis in den Abend ziehen, informiert Pressesprecher Christopher Hendrichs. Die Einsatzkräfte haben die Situation im Griff.
Update von Freitag, 9. Januar, 15.30 Uhr:
Noch immer hält der Wohnhausbrand in der Hochstraße die Feuerwehr in Atem. „Wir sind momentan dabei, den Brand über zwei Drehleitern zu bekämpfen“, so Christopher Hendrichs, Pressesprecher der Lennestädter Feuerwehr. „Das ist sehr schwierig, da der große Dachstuhl eine Schieferfassade hat.“ Diese müsse Stück für Stück abgetragen werden, ein Großteil sei mittlerweile geschafft.
Eine weitere Herausforderung: Die Feuerwehr darf das Gebäude nicht mehr betreten und muss den Brand ausschließlich von außen weiter bekämpfen. „Ein Baufachberater vom THW hat die Statik überprüft“, erklärt Hendrichs. Wegen Einsturzgefahr darf niemand mehr in das Haus. „Vielleicht werden wir gleich noch mit einer Drohne von oben nach Glutnestern suchen“, so der Feuerwehr-Pressesprecher.
Somit wird das Gebäude in Zukunft nicht mehr bewohnbar sein. Für die restlichen Bewohner seien inzwischen durch das Sozialamt andere Unterbringungsmöglichkeiten organisiert worden, teilt das Ordnungsamt Lennestadt mit. Sie seien alle untergekommen.
Der Einsatz dauert nach wie vor an. Die Feuerwehr geht unter anderem auch mit sogenannten Fognails – das sind spezielle Löschlanzen – der Feuerwehr Attendorn vor, um den Brand einzudämmen. Die Straße ist weiterhin voll gesperrt.
Update von Freitag, 9. Januar, 13.15 Uhr:
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Der Einsatz wird noch mehrere Stunden dauern. Es handelt sich um das Gebäude der alten Schule von Altenhundem, in direkter Nachbarschaft zur St.-Agatha-Grundschule. Eine Beamtin der Kreispolizeibehörde Olpe, die nicht im Dienst war, hatte den Brand entdeckt und gemeldet. Gegen 11.25 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert.
Das Obergeschoss des Hauses stand in Flammen. Offenbar war das Feuer dort im linken Bereich entstanden. Die Flammen hatten sich durch die gesamte Etage und ins Dach gefressen und rasant ausgebreitet. Die Rauchentwicklung war enorm.
In der Brandwohnung befanden sich zwei 66-jährige Bewohner, die von der Feuerwehr aus dem Gebäude geborgen wurden. Trotz Reanimation durch den Rettungsdienst verstarben beide Männer noch vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.
Es sei direkt eine massive Rauchentwicklung zu sehen gewesen, berichtet Christopher Hendrichs, Pressesprecher der Feuerwehr Lennestadt. Die Feuerwehrtrupps kümmerten sich sofort um die Brandbekämpfung und die Menschenrettung. „Wir mussten davon ausgehen, dass bis zu elf Personen im Gebäude gemeldet sind“, so Hendrichs. „Es hat sich schnell herausgestellt, dass sich dort vermutlich noch zwei Personen befinden.“ Um in die Wohnung zu gelangen, musste eine verschlossene Tür geöffnet werden.
Die Feuerwehr ist nach Schätzung des Pressesprechers mit weit mehr als 100 Kräften vor Ort. Jetzt gelte es weiterhin, die Brandausbreitung zu stoppen. Die Wasserversorgung sei über das Hydrantennetz und die Lenne sichergestellt. Außerdem sind ein PSU-Team (Psychosoziale Unterstützung) sowie Notfallseelsorger für Angehörige und Einsatzkräfte vor Ort. „Solche Einsätze sind auch für Feuerwehrleute nicht alltäglich und sehr belastend“, erklärt Christopher Hendrichs.
Die Brandursache ist bisher unklar. „Brandermittler sind schon jetzt vor Ort, die ersten Ermittlungen laufen“, so Polizei-Pressesprecher Thorsten Scheen, der sich ebenfalls am Einsatzort befindet.
Ursprünglicher Artikel von Freitag, 9. Januar, 12.15 Uhr:
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind seit Freitagvormittag, 9. Januar, mit einem Großaufgebot in Altenhundem im Einsatz. Ein Wohnhaus hat Feuer gefangen.
Weitere Einsatzkräfte rücken nach. Die Hochstraße und die Straße An der Schmiede sind während des Einsatzes voll gesperrt.