Update: Großbrand in Altenhundem – neue Details zur Ursache bekannt
Selbstentzündung in Anhänger
- Lennestadt, 12.09.2025
- Blaulicht
- Von Nils Dinkel
Altenhundem. Ein verheerender Brand hat Ende August das Firmengebäude der Josef Hoberg GmbH in Altenhundem zerstört. Zur Brandursache geben die Staatsanwaltschaft Siegen und die Kreispolizeibehörde Olpe am Freitag, 12. September, den aktuellen Ermittlungsstand bekannt, der neue Details beinhaltet.

Update von Freitag, 12. September:
Die Ermittlungsergebnisse des Brandermittlers der Kreispolizeibehörde Olpe und eines Brandursachen-Sachverständigen deuten darauf hin, dass das Feuer seinen Ursprung im Bereich eines abgestellten Kofferanhängers nahm. Nach derzeit vorliegenden Erkenntnissen wird eine Selbstentzündung von ölgetränkten Baumwollstoffen auf dem Anhänger als wahrscheinliche Brandursache angesehen.
Ursprünglicher Artikel von Mittwoch, 3. September:

Wenige Tage nach einem Industriebrand bei der Josef Hoberg GmbH, bekannt als „Teppich Hoberg“, im Gewerbegebiet Bahnbetriebswerk in Altenhundem haben die Ermittlungen der Polizei begonnen, die weiterhin in alle Richtungen laufen.
Laut Polizei-Pressesprecher Thorsten Scheen sei am Dienstag, 2. September, ein Brandermittler der Kreispolizeibehörde Olpe mit einem Brandursachen-Sachverständigen am Brandort gewesen. Eine abschließende Bewertung auf die wahrscheinliche Ursache sei noch nicht möglich.

Die Ermittlungen hätten jedoch ergeben, dass der Ursprung – wie von der Feuerwehr vermutet – im Bereich eines Anhängers gelegen habe. Zur Benennung einer Brandursache bat Scheen um weitere Geduld.


Die Feuerwehr war in der Nacht auf Freitag, 29. August, zu einem Industriebrand am Bahnbetriebswerk in Altenhundem gerufen worden. Beim Eintreffen hatte das Feuer bereits von einem Anhänger auf das Gebäude übergegriffen und sich in Windeseile auf das ganze Gebäude ausgebreitet. Insgesamt waren laut Feuerwehr mehr als 130 Kräfte vor Ort, um den Brand zu bekämpfen und einen Übergriff auf benachbarte Unternehmen zu verhindern.
Hierbei explodierten Gasflaschen und zahlreiche Lacke und Co., die sich im Gebäude befanden, verpufften. Das Gebäude, zahlreiche Fahrzeuge sowie alle Betriebsmittel wurden zerstört. Bei einer Nachschau am Samstag, 30. August, war die Feuerwehr noch einmal mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Die benachbarte Hundem war für die Feuerwehr für die Sicherstellung der Wasserversorgung ein großer Vorteil. Die Warn-App „NINA“ hatte vor Rauchgasen in Altenhundem gewarnt. Verletzte gab es nicht. Der Schaden liegt im Millionenbereich.




