Update: Einsturzgefährdetes Haus in Altenhundem teilweise abgerissen
Stadt nimmt Stellung
- Lennestadt, 08.09.2026
- Verschiedenes , Straße & Verkehr
- Von Wolfgang Schneiderund Nils Dinkel
Altenhundem. Die Einsturzgefahr eines Wohnhauses an der Olper Straße in Altenhundem hatte am Montag, 7. September, einen Teilabriss zur Folge. Dies wirkte sich massiv auf den Ortsverkehr aus. Wegen der für den Lkw-Verkehr gesperrten Brücke ins Jammertal hatte die Vollsperrung der L 715 massive Auswirkungen auf den Verkehrsfluss in Altenhundem.

Update von Dienstag, 8. September, 14.45 Uhr:
Die Stadt Lennestadt hat nach der kurzfristigen Sperrung der L 715 wegen eines einsturzgefährdeten Gebäudes an der Olper Straße in Altenhundem am Dienstag, 8. September, auf LokalPlus-Nachfrage Stellung genommen.
„Aufgrund der akuten Gefahrenlage wurde entschieden, die Fachleute des THW im Zuge der Amtshilfe hinzuzuziehen. Bei derartigen Gefahrenlagen spielt Zeit eine entscheidende Rolle“, so die Stadt Lennestadt.

Beteiligt gewesen seien die THW-Ortsverbände Lennestadt, Siegen, Olpe, Attendorn inklusive Fachberater und Baufachberater Statik sowie die Kreispolizeibehörde Olpe, der Landesbetrieb Straßen NRW, die Verkehrsbetriebe Westfalen Süd- VWS, Bauordnungsamt, Ordnungsamt und Bauhof der Stadt Lennestadt, Energieversorger Westnetz, Containerdienst Hufnagel- Service.
Zu Fragen wie dem weiteren Zeitplan, wer die Kosten für die Maßnahmen trägt und ob der Eigentümer der Immobilie zur Rechenschaft gezogen wird, verwies die Stadt Lennestadt auf ein laufendes Verfahren und machte keine Angaben.

Pkw konnten die Sperrung über das Bahnbetriebswerk bzw. durch den Altenhundemer Ortskern umfahren. Der Verkehrsfluss über die marode Rübergerbrücke wurde mit Baken und einer Ampelschaltung einspurig geregelt.
Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen mussten die Sperrung großräumig von Bilstein über Grevenbrück nach Altenhundem und umgekehrt umfahren.
Update von Montag, 21.25 Uhr:
Die Olper Straße (L715) in Altenhundem ist seit Montagabend, 7. September, wieder befahrbar. Die Vollsperrung wurde gegen 20.30 Uhr aufgehoben.
Ursprungsartikel von Montag, 7. September, 14.30 Uhr:
Die Olper Straße (L 715) in Altenhundem wurde am Montagmittag, 7. September, voll gesperrt. Grund ist ein einsturzgefährdetes Wohnhaus an der Straße.
Auch Mitarbeiter des Lennestädter Ordnungsamtes und des Technischen Hilfswerk sind vor Ort. Durch die Stromabschaltung gibt es Probleme auf der benachbarten Baustelle der Deutschen Bahn.
Da die Olper Straße voll gesperrt ist, erfolgt eine großräumige Umleitung von Bilstein über Grevenbrück nach Altenhundem. Wer diesen großen Bogen nicht fahren will, kann, aus Richtung Hohe Bracht oder der Altenhundemer Ortsmitte kommend, auch die Ausweichroute durchs Gewerbegebiet Bahnbetriebswerk nutzen.
Das marode Gebäude hatte bereits vor einigen Monaten für Aufmerksamkeit gesorgt. Ende Mai waren der Gehweg und der angrenzende Fußgängerüberweg mit Bauzäunen abgesperrt worden. „Eine konkrete Einsturzgefahr wird aktuell nicht gesehen, aber schon die Gefahr von herunterfallenden Teilen“, erklärte Stadt-Pressesprecher Martin Steinberg damals.





Mittlerweile hat sich die Lage geändert. Mitarbeiter von Bauordungsamt und Ordnungsamt haben das Gebäude regelmäßig beobachtet und festgestellt, dass die Einsturzgefahr zugenommen hat. „Am Montagmorgen haben Bauordnungsamt, Ordnungsamt und ein Statiker entschieden, dass zeitnah gehandelt werden muss“, sagte Steinberg auf Anfrage von LokalPlus.
Daraufhin wurden am Mittag die Straße gesperrt und das Haus stromlos gemacht. „Der Abriss ist sehr zeitnah geplant“, machte Steinberg deutlich, dass schnell gehandelt werde, um die potenzielle Gefahrenquelle zu beseitigen. Das Gebäude ist seit längerem nicht mehr bewohnt.
Wie die Stadt wenig später schriftlich mitteilte, soll die Sperrung der L715 zwischen Bilstein und Altenhundem voraussichtlich bis Montag, 22 Uhr, voll gesperrt bleiben. Eine entsprechende Alternative für den Schülerfahrverkehr sei eingerichtet.
