Stopp von Steuergeldverschwendung per offenen Brief an Landrat gefordert

Reaktion auf Molly-App Leserbrief


Symbolfoto. von Nils Dinkel
Symbolfoto. © Nils Dinkel

Lennestadt. Ein offener Brief an Landrat Theo Melcher ist der LokalPlus-Redaktion zugespielt worden. Darin fordert Gerd Hennes aus Lennestadt den Landrat zur Handlung auf. Er wünscht sich, dass das Projekt der Mitfahr-App „Molly“ sofort gestoppt wird. Er schreibt:


„Sehr geehrter Herr Melcher,

ein Leserbrief von Herrn Peter Meyer aus Oberhundem vom heutigem Tage (25. August, Anm. d. Red.), in dem Medium LokalPlus, zu dem Thema ‚Molly-App‘ veranlasst mich nun an Sie, in Ihrer Funktion als Verbandsvorsteher ZWS, heranzutreten.

Begründung: Herr Meyer beschreibt in seinem Leserbrief sehr zutreffend den aktuellen „Ist-Zustand“ von der Molly-App. Er fordert zu Recht die Entscheider auf, diese Geldverschwendung (Steuergelder) zu stoppen.

Flop im März vorausgesagt

Bereits im März 2022 habe ich in einem Leserbrief bei Lokal plus dieses App „als den nächsten Flop 2.0 in Lennestadt“ bezeichnet. Selbst RTL, Mario Barth, sah sich veranlasst diese Woche nach Lennestadt zu kommen, um wohl über dieses Projekt zu berichten! Auch die Partei Bündnis 90/Die Grünen Lennestadt und der Verein Bürgerbus Kirchhundem haben sich öffentlich sehr kritisch zu ‚Molly‘ geäußert.

Aus den zuvor ‚in Kurzform‘ genannten Gründen bitte ich hiermit, als Bürger der Stadt Lennestadt, ausdrücklich den Verbandsvorsteher der ZWS, Herrn Landrat Melcher, unverzüglich dafür Sorge zu tragen, dass dieser offensichtlichen Steuergeldverschwendung Einhalt geboten wird.

Geld retten

Gemäß Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Arnsberg, kann somit nach meiner Bewertung, zumindest noch der Zuwendungsbetrag für das Haushaltsjahr 2023 in Höhe von 135.000 Euro Landesförderung und 45.000 Euro Eigenanteil (ZWS) ‚gerettet‘ werden.

Ich gehe aber davon aus, das von den Gesamtkosten für das Jahr 2022 in Höhe von 230.000 Euro auch noch ein erheblicher Betrag ‚gerettet‘ werden kann. Herr Melcher, ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie meine ‚Bürgeranregung‘ sehr sorgfältig prüfen würden und sehe Ihrer Antwort entgegen.“

Gerd Hennes

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