Stadtmuseum und KulturBahnhof Grevenbrück öffnen am Sonntag

Objekt des Monats: der „Moselpeter“


Das Museum der Stadt Lennestadt (Foto) und der KulturBahnhof Grevenbrück öffnen am Sonntag, 4. Oktober, wieder seine Türen. von Kerstin Sauer
Das Museum der Stadt Lennestadt (Foto) und der KulturBahnhof Grevenbrück öffnen am Sonntag, 4. Oktober, wieder seine Türen. © Kerstin Sauer

Grevenbrück. Das Stadtmuseum Lennestadt und der KulturBahnhof Grevenbrück laden für Sonntag, 4. Oktober, zum Museumssonntag ein. Beide Häuser öffnen zwischen 14 und 17 Uhr ihre Türen und gewähren freien Eintritt.


Die Dauerausstellungen bieten Einblick in die regionale Technikgeschichte und das lokale Alltagsleben.

Das Stadtmuseum rückt im Oktober einen Arbeiter ins Licht, der wie viele andere das industrielle Leben in Grevenbrück mitgestaltete. Peter Hargarten, der 1857 an der Mosel geboren wurde und im Ort als „Moselpeter“ bekannt war, kam als junger Mann ins Sauerland. Er arbeitete 65 Jahre lang in der Grevenbrücker Chemischen Fabrik. Sein 1934 von Reinhold Bicher gemaltes Porträt wird nun als Objekt des Monats präsentiert.

Eine historische Fotografie, die den „Moselpeter“ bei seiner Arbeit zeigt: dem Reinigen großer Glasballons für den Säuretransport. von privat
Eine historische Fotografie, die den „Moselpeter“ bei seiner Arbeit zeigt: dem Reinigen großer Glasballons für den Säuretransport. © privat

Das Porträt ist charakteristisch für den regionalen Fokus des Künstlers. Ergänzt wird das Gemälde durch eine historische Fotografie, die den „Moselpeter“ bei seiner Arbeit zeigt: dem Reinigen großer Glasballons für den Säuretransport.

Diese Bilder dokumentieren nicht nur eine individuelle Biografie, sondern stehen stellvertretend für die zahlreichen Arbeitskräfte, die über Jahrzehnte zu dem industriellen Aufstieg der Region beitrugen. Der „Moselpeter“ gibt damit den oft anonym bleibenden Geschichten der lokalen Industriearbeiterschaft ein Gesicht.

Fröbelsterne in der Webstube

Passend zu der nahenden dunklen Jahreszeit wird es in der Webstube des Museums besonders gemütlich: Als Sonderaktion können dort traditionelle Fröbel-Sterne gefaltet werden.

Die Falttechnik geht auf Friedrich Fröbel zurück, den Begründer des Kindergartens, der diese Beschäftigung ursprünglich zur Förderung der kreativen Entwicklung von Kindern einsetzte. Die filigranen Papiersterne entstehen aus einfachen Quadraten und eignen sich hervorragend als schöne Dekoration für die dunklere Jahreszeit.

Weitere Informationen: Dr. Ricarda Braun, Museumsleitung, Stadt Lennestadt, E-Mail: r.braun@lennestadt.de, Tel. 02723/608 401.

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