St.-Elisabeth-Hospiz Altenhundem öffnet seine Türen für die Öffentlichkeit

Erster Bauabschnitt beendet: Gäste ziehen bald um


  • Lennestadt, 14.03.2023
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Alfons Heimes, Gabi Hohmann (kommissarische Hospizleiterin), Pastor Heinrich Schmidt und Martin Schäfer im Wohnzimmer der Hospiz-Erweiterung: Bei der Planung haben Team und Vorstand vor allem Wert auf Gemütlichkeit sowie helle und freundliche Farben gelegt. von Kerstin Sauer
Alfons Heimes, Gabi Hohmann (kommissarische Hospizleiterin), Pastor Heinrich Schmidt und Martin Schäfer im Wohnzimmer der Hospiz-Erweiterung: Bei der Planung haben Team und Vorstand vor allem Wert auf Gemütlichkeit sowie helle und freundliche Farben gelegt. © Kerstin Sauer

Altenhundem. Der erste große Schritt ist getan: Nach einem Jahr Bauzeit ist die Erweiterung des St.-Elisabeth-Hospizes in Altenhundem fertig gestellt. Damit auch die Öffentlichkeit die neuen Räumlichkeiten kennenlernen kann, lädt das Hospiz für Samstag und Sonntag, 25. und 26. März, zu zwei Tagen der offenen Tür ein.


Es ist ein himmelweiter Unterschied zu dem Bild, das sich noch vor einigen Wochen geboten hat: Dort, wo gearbeitet und gewerkelt wurden, Kabel aus den Decken hingen und nackte Betonwände und -böden dominierten, begrüßt den Besucher heute freundliche Gemütlichkeit. Ein heller Holzfußboden bedeckt den langen Flur und die Gästezimmer, die nach rechts von ihm abzweigen. Ebenso hell sind die Wände, die durch indirektes Licht beleuchtet werden.

Auch an die Angehörigen wurde gedacht: Eine ausziehbare Couch und ein Sessel bieten nicht nur Platz, mit dem Sternenhimmel wurde auch für eine ganz besondere, angenehme Atmosphäre gesorgt. So hat der Gast seine Familie in den letzten Tagen seines Lebens an seiner Seite. von Kerstin Sauer
Auch an die Angehörigen wurde gedacht: Eine ausziehbare Couch und ein Sessel bieten nicht nur Platz, mit dem Sternenhimmel wurde auch für eine ganz besondere, angenehme Atmosphäre gesorgt. So hat der Gast seine Familie in den letzten Tagen seines Lebens an seiner Seite. © Kerstin Sauer

Pastor Heinrich Schmidt, Alfons Heimes und Martin Schäfer vom Hospizverein betreten ein Gästezimmer. Sichtlich stolz zeigen sie, was die Gäste und ihre Angehörigen in Zukunft erwartet.

In der einen Ecke steht das Gästebett. Ein Vorhang sorgt für Privatsphäre, ist aber so dünn, dass dahinter schemenhaft der Rest des Raumes zu sehen ist. „So kann der Gast seine Angehörigen immer sehen“, sagt Alfons Heimes und deutet auf die gegenüber liegende Nische des Zimmers: Eine große Couch – ausziehbar – drückt sich in die Ecke, daneben, vor den großen Fenstern, steht ein Sessel.

Mitarbeiter gestalten die Wände ganz besonders

Das Besondere an dieser Nische: Ein dimmbarer Sternenhimmel kann den Bereich in angenehmes Licht tauchen. In den hellen Putz an der Wand haben die Hospizmitarbeiter die Strukturen von Blättern und anderen Pflanzen verewigt.

Ähnlich wie dieser Raum sind auch die anderen fünf Gästezimmer, alle unterschiedlich groß, eingerichtet. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flurs sind Büros, Umkleide- und Waschräume für die Mitarbeiter untergebracht. Und ein ganz besonderes Schmuckstück: das Wohnzimmer am Kopfende, mit Leseecke am Fenster, Bücherregalen, einer Couch und einem bequemen Sessel.

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Die Leseecke vor dem großen Fenster im Wohnzimmer wird noch mit dicken Kissen ausgestattet.

„Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist der erste Bauabschnitt fertig“, erklärt Geschäftsführer Martin Schäfer. Und auch finanziell in trockenen Tüchern, fügt der 2. Vorsitzende Alfons Heimes hinzu: „Das hier haben wir trotz Kostensteigerungen und dank der vielen Spenden aus der Bevölkerung gestemmt.“

Umzug ab dem 27. März

Anders sieht es beim zweiten Bauabschnitt aus: Ab Montag, 27. März, ziehen die Gäste aus ihren Zimmern in die neuen Räumlichkeiten. Dann sollen zeitnah die Renovierungsarbeiten im „alten“ Flur beginnen.

Pastor Heinrich Schmidt: „Wir entscheiden von Zimmer zu Zimmer, was getan werden muss. Wir gehen aber davon aus, dass nach zwölf Jahren einiges ansteht.“ Damit auch das finanziert werden kann, hofft das Hospiz-Team auch weiterhin auf die Unterstützung aus der Bevölkerung.

Einzige Chance für eine Besichtigung

Doch bevor die Gäste in die neuen Räume ziehen, möchten Mitarbeiter und Hospizverein diese Zwischenzeit nutzen, um die Erweiterung der Öffentlichkeit vorzustellen (siehe Infokasten): „Das ist der einzige Zeitpunkt, wo wir Besucher durch die Räume führen können, denn danach wohnen dort wieder unsere Gäste“, erklärt Alfons Heimes. Und Martin Schäfer fügt hinzu: „Wir freuen uns sehr über viele Besucher, damit wir einmal zeigen können, was hier mit ihrer Hilfe entstehen konnte.“

Tage der offenen Tür

Das St.-Elisabeth-Hospiz Altenhundem öffnet am

  • Samstag, 25. März, von 11 bis 17 Uhr und am
  • Sonntag, 26. März, von 11 bis 15 Uhr

seine Pforten für die Öffentlichkeit. Treffpunkt für die Besucher ist im Foyer des Josefinums (bitte dort mit FFP2-Maske). Dort werden sie abgeholt und in das Hospiz in der zweiten Etage geführt.

Bereits am Freitag, 24. März, von 13 bis 15 Uhr haben die Mitarbeiter und Bewohner des Hospizes als direkte Nachbarn die Möglichkeit, sich die neuen Räume anzusehen.

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